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Stein, Dagmar

Pflegeleichte Kübelpflanzen im Garten


Pflegeleichte Kübelpflanzen im Garten
© Stein, Dagmar
Pflegeleichte Kübelpflanzen im Garten
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Mai 2010 Immer mehr Pflanzen werden in Töpfen und Kästen angeboten. Den Sommer über erfreuen Sie uns auf der Terrasse, vor dem Hauseingang oder auf dem Balkon, im Winter sorgen sie im Wintergarten oder im Gewächshaus für Duft, Blüten und üppig grüne Atmosphäre. Viele von ihnen sind durchaus pflegeleicht und für geschützte sonnige Plätze geeignet.

Anfang Mai ist es meist noch zu früh, um alle Kübelpflanzen ins Freie zu stellen. Schon geringe Fröste können wärmeliebenden Pflanzen wir Engelstrompeten, Orangen, Schönmalven empfindlich schaden. Feigen, Oliven, Oleander, Zylinderputzer und Kamelien vertragen etwas Frost und kühlere Temperaturen. Wer schnell ein wenig mediteranes Ambiente auf der Terrasse schaffen möchte, kann diese Kübelpflanzen nach draußen entlassen, alle übrigen kommen nach den Eisheiligen ins Freie.

nach oben Was sind Kübelpflanzen?

Das Wort "Kübelpflanzen" stammt noch aus einer Zeit, in der man für größere Gefäße nichts anderes kannte als die früher in fürstlichen Orangerien bewährten Kons truktionen aus Holz und Ton oder die halben Gurken- oder Whisky-Fässer, die heute auch noch angeboten werden. Die Gefäße sind mittlerweile viel schöner geworden und nur noch selten aus Holz, sondern eher aus Kunststoff und Ton, auch Metall ist zur Zeit sehr in Mode. Die Renner sind neben Terrakotta Keramik auch Gefäße in Rattan-Optik aus Fernost und Europa, in gefälligen und künstlerisch wertvollem Design.

Zitronenbäumchen im Topf
© Stein, Dagmar
Zitronenbäumchen im Topf
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nach oben Orangen und Zitronen

Wohlschmeckende Früchte und herrlich duftende Blüten erscheinen bei Zitrusgewächsen gleichzeitig übers ganze Jahr. Das macht sie doppelt attraktiv. Für die sommerliche Terrasse sind veredelte Pflanzen mit ihren attraktiven goldgelben Früchten in dekorativen Gefäßen eine wunderbare Zierde. Sie sind der Klassiker unter den Kübelpflanzen, mit denen man die Traumwelt des Südens in den eigenen Garten zaubert. Bei aufmerksamer Pflege setzen sie an sonniger Stelle willig und reichlich Früchte an. Erntezeit ist bei Zitronen und Mandarinen den ganzen Sommer über, denn die Früchte hängen monatelang an der Pflanze. Besonders bei den ab Spätsommer reifenden Früchten der Orangen heißt es: Je länger sie Sonne und Wärme genießen können, desto besser wird ihr herrlich süsses Aroma ausfallen.

Wenn es schließlich draußen friert, können Sie im kühlen bis mässig warmen Winterquartier (8 bis 15 Grad) die Ernte der leckeren Südfrüchte genießen.

nach oben Ausgefallene Exoten

Ein bei uns noch nicht sehr weit verbreitetes Gehölz für den Kübel ist der Zylinderputzer (Callistemon citrinus). Der schnell wachsende und unempfindliche Strauch aus dem sonnigen Australien blüht bis zu dreimal im Jahr mit eigenartigen, wie eine Rundbürste angeordneten, kräftigroten Blütenständen. In seiner Heimat schmückt er ausladend Gärten, Wege und Straßen. Nach der Blüte regelmäßig weitergießen und das Düngen (schwache Lösung) nicht vergessen. Schon bald erfolgt der nächste Blütenschub.

Ebenfalls aus Australien stammt die Känguruhpfote (Anigozanthus manglesii). Diese ungewöhnliche Topf- und Kübelpflanze hat grasartige Blätter, aus denen sich im Sommer mehrere elchgeweihartige kurz behaarte Blütenstände hervorschieben. Sie zeigen monatelang Farbe und eignen sich deshalb gut für den Schnitt. Aus Kreuzungen stammen reichblühende Hybriden, die sich in leuchtendem Gelb, Schwarz, Pink oder Grün präsentieren. Man kann die frostempfindlichen Pflanzen den Sommer über im Freien halten, den Winter über im hellen Wintergarten oder Gewächshaus. Geben Sie den Pflanzen jedes Jahr neue Blumenerde und einen etwas größeren Topf. Obwohl sie die Nässe lieben, nehmen sie gelegentliche Giessfehler nicht übel.

Weiße Engelstrompete, Datura suaveoleus.
© Stein, Dagmar
Weiße Engelstrompete, Datura suaveoleus.
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nach oben Blütenreich

Sagenhaft viele Blüten und das mit berauschendem Duft, der besonders am Abend den Sitzplatz einhüllt, entfaltet die Engelstrompete (Datura, Brugmansia). Ihre großen, trompetenartig geformten Blüten erscheinen je nach Sorte in Weiß, Cremegelb, Rosa oder auch Blau. Sie entwickeln sich im Kübel zu imposanten, bis zu 2 m hohen und ausladenden Büschen. Reichliches Gießen und im Sommer wöchentliches Düngen wird mit gewaltigem Flor belohnt. Belassen Sie die Pflanzen im Gefäß, aber in die Erde einsenken - so wachsen die Pflanzen besser.

Eine weitere Blütenschönheit ist die Schönmalve (Abutilon). Sie blüht unermüdlich von Mai bis zum Frost. Die gelben, orangeroten oder roten Glockenblüten erscheinen in großer Zahl, wenn man reichlich gießt und düngt. Geben Sie einen windgeschützten Platz, er kann auch im Halbschatten liegen.

Tipp: Umräumen

Transportieren von Kübelpflanzen
© Stein, Dagmar
Transportieren von Kübelpflanzen
Das Umräumen der schweren Kübel ist leicht, wenn sie immer auf Pflanzenrollern stehen. Das hilft auch im Sommer, wenn einmal die Terrasse gereinigt werden soll und hilft Staunässe zu vermeiden. Sind Treppen zu überwinden, erweist sich ein Tragegurt als nützlich, der um die Wulst des Topfes geschlungen wird. Schwere Kübel lassen sich mit einer Sackkarre bewegen.

nach oben Wässern, Düngen, Pflegen

Kübelpflanzen, die in der Sonne stehen, haben einen hohen Wasserbedarf. Erhebliche Erleichterung bringen schon Gefäße mit einem Wasserspeicher, mit denen sich ein Wochenende überbrücken lässt. Ganz ohne Sorge können Sie verreisen, wenn eine Tröpfchenbewässerung das Gießen übernimmt. Es gibt computergesteuerte Systeme, die sich nach Zeit und Menge einstellen lassen und halbautomatische, bei denen ein Tonkegel den Wasserbedarf erfühlt.

Bis auf den immer durstigen Oleander vertragen Kübelpflanzen keine Staunässe und kein Wasserbad. Sorgen Sie im Gefäß für ein nicht verstopftes Abflussloch (durch untergestellte Füßchen oder noch besser Pflanzenroller), durch genügend Drainage (Kies, Scherben) oder einen Überlauf. Entleeren Sie Übertöpfe unbedingt nach Gewitterregen.

Um üppig gedeihen zu können, benötigen Kübelpflanzen gerade in der sommerlichen Wachstumsphase regelmäßige Düngergaben. Selbst bei Erde mit Langzeitdünger sind bei vielen wüchsigen Kübelpflanzen die Vorräte bald erschöpft. Beginnen Sie deshalb schon 6 Wochen nach dem Pflanzen und bis August mit Flüssigdüngung alle 1 bis 2 Wochen. In die Erde gesteckte Düngekegel sind bequem, denn sie geben die Nährstoffe langsam und nach Pflanzenbedarf ab.

Halten Sie Ihre Pflanzen in Form. Dazu werden Stämmchen beim Einräumen um ein Drittel der Trieblänge eingekürzt, Engelstrompeten vertragen einen starken Rückschnitt auf 25 bis 30 cm Trieblänge. Formierte Gehölze werden im Juni und bei Bedarf nochmals im August geschoren. Auch Zitrusgewächse freuen sich über einen gelegentlichen Verjüngungsschnitt im Frühjahr.

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Schlagworte dieser Seite:

Bewässerung, Engelstrompeten, Gewächshaus, Känguruhpfote, Kübelpflanze, Orangen, Schönmalve, Terrakotta, Topf, Verjüngungsschnitt, Weinfass, Wintergarten, Zitrone, Zylinderputzer

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