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Erste Aussaaten: Radieschen und Salate
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März 2010 Schon zeigt die Sonne mit wärmenden Strahlen, dass der Frühling ganz nahe ist. Das verlockt zu den ersten Aussaaten im Freien. Bei trockenem Wetter lohnt die Aussaat von Möhren, Spinat, Radieschen und Salaten. Sie bringen bereits in wenigen Wochen die ersten Ernten. Vor starken Frösten und widrigen Witterungsbedingungen unter Folie geschützt, gedeihen sie schnell und einfach.
Ab Mitte des Monats, sobald der Boden frostfrei ist, wird schon wieder gesät. Dafür sollten die Beete jetzt hergerichtet werden. Samen keimen nicht nur unter dem Einfluss von Feuchtigkeit. Ganz wichtig ist für das beginnende Wachstum die Durchlüftung des Bodens. Erst wenn die Erde durch den Einfluss des Windes abgedampft ist, in der Hand zerfällt und sich nicht mehr wie ein Lehmklumpen zusammendrücken lässt, "schmiert" der Boden nicht mehr. Jetzt bietet er den Samen genügend Sauerstoff und gute Voraus setzungen zum Keimen.
Erste Frühaussaaten
Für die meisten Gemüsearten wie Erbsen und Buschbohnen ist der Boden noch zu kalt.
Doch es gibt andere Gemüsearten, denen die kühlen Temperaturen gut bekommen.
Radieschen vertragen durchaus ein wenig Frost und dürfen daher früh gesät werden, vor allem die schnellen Sorten wie 'Saxa', 'Knacker', 'Cyros F1', 'Lucia' und 'Vienna', 'Eiszapfen Vitus' und 'French Breakfast'. Sie sind in kürzester Frist erntereif, noch bevor die lästigen Gemüsefliegen unterwegs sind. Als erstes Gemüse sind sie ein Genuss und dann auch garantiert gift- und madenfrei. Wichtig sind ein paar kleine Kniffe: Radieschen benötigen ziemlich viel Licht. Daher nicht an schattige Stellen säen und ausreichend Platz zwischen den Pflanzen vorsehen: mindestens 3 bis 4 cm, besser 5 bis 6 cm. Flaches Säen bringt gleichmäßig geformte Knollen. Bei tiefer Saat werden sie länglich.
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Salat als Frühgemüse
Salat kann gegen Ende des Monats bereits dünn verteilt in Reihen oder im Frühbeet gesät werden. Neben den schnell wachsenden Schnitt- und Pflücksalaten sind es auch Frühsorten wie z. B. 'Ovation', 'Casanova', 'Dynamite' oder 'Estelle', die eine frühe Saat im Freiland vertragen. Interessant für die jetzige Jahreszeit sind auch Blattsalate, wie z. B. 'Dorée de Printemps'. Ihre großen Köpfe füllen sich dicht, schließen aber nicht fest. Dafür enthalten sie zarte, knackige Blätter und sind sehr ergiebig. Nach dem Aufgang werden die Salate auf 25 bis 30 cm Abstand vereinzelt. Ab Ende des Monats kann man auch schon vorgezogene Pflanzen setzen - die Ernte lässt dann nicht mehr lange auf sich warten.
Blattlaus-resistent
Mit dem Kopfsalat 'Dynamite' begann eine ganz neue Ära des biologischen Pflanzenschutzes: die Entwicklung von Salaten, die resistent sind gegen die Grüne Salatblattlaus (Nasonovia ribisnigri). Dieses Insekt ist mit etwa 90 % die wichtigste Blattlausart, die Salate befällt und zugleich die unangenehmste, denn sie hält sich tief im Inneren der Köpfe auf und lässt sich auch durch äußerliches Waschen nicht beseitigen.
Der Erfolg wurde ohne jede Gentechnologie, allein durch Einkreuzung einer resistenten Wildart, erreicht und beeinträchtigt weder den Geschmack noch die Wuchseigenschaften der resistenten Züchtungen. Das Spritzen kann daher weitgehend entfallen, zumal die neuen Sorten auch noch resistent sind gegen die aktuellen Rassen des Falschen Mehltaus und Viruskrankheiten, oft auch noch gegen Wurzelläuse. Jetzt gibt es in allen wichtigen Salatarten gute resistente Züchtungen wie den rotblättrigen Blattsalat 'Bentley'. Besonders hoher Ertrag, viele knackige Blätter, robuster, wetterfester Wuchs und eine lange Ernteperiode sind Eigenschaften dieses Salats, der erst aus Kreuzungen entstand.
Ergiebiger Pflücksalat
Ein ganzes Sortiment mit vier verschiedenen pflegeleichten Pflücksalat-Spezialitäten ist in der Portionstüte 'Fitness-Mix' (von Sperli) enthalten. Pflücksalat wie z. B. 'Grand Rapids' wächst besonders schnell und kann schon ab 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Dabei hat man die Wahl zwischen dichter Aussaat in Reihen (einfach über den Herzen abschneiden und warten, bis nach 3 Wochen wieder neuer Salat nachgewachsen ist), oder man pflanzt bzw. lichtet in 29 bis 30 cm Abstand aus. Die lockeren Köpfe bringen viele Blätter, die man von außen einzeln abernten kann. Weil das Herz immer stehen bleibt, kann man über Monate ernten und erzielt den 3 fachen Ertrag wie bei Kopfsalat. Er passt auch gut ins Frühbeet und Gewächshaus.
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Aussaat im Freien - Tipps und Tricks
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Aussaat im Freien - Tipps und Tricks
- Sämlinge mit genug Platz können sich von Anfang an viel besser, schneller, gesünder und mit stärkeren Wurzelsystemen entwickeln als solche, die um einen Platz an der Sonne kämpfen müssen. Möglichst dünn sollten daher die Samen verteilt werden, gleichgültig, ob in der Saat rille, auf einem Saatbeet im Freien oder im Frühbeet.
- Auf dem Reihenzieher lassen sich alle Maße bequem einstellen. Diese praktischen Ge räte passen zu den üblichen Beetbreiten: 120 cm haben sich für große Personen bewährt, 100 cm sind für kleinere handlicher. Manche Jungpflanzen wachsen bei etwas Tuchfühlung schneller heran (zum Beispiel Gurken) und stützen sich gegenseitig, wenn sie (wie zum Beispiel Bohnen) bei vollem Behang umzufallen drohen.
- Mit der Horstsaat kommt man solchen Tendenzen entgegen. 3 bis 6 Samen legt man in eine flache Mulde und häufelt nach dem Aufgang rundherum an.
- Reihensaat ist die übliche Methode. Zu dicht stehende Pflanzen kann man -falls ausgedünnt werden muss - oft noch an andere Stellen versetzen.
- Markiersaat heißt eine Art Mischkultur. Einige Körner schnell wachsender Radieschen zwischen langsam keimenden Möhren zeigen schon bald die Reihen auf, erlauben das Lockern und Hacken. Zarter Schnittsalat ist eine weitere Alternative.
- Breitsaat: Locker mit Schwung fallend verteilt man nur wenige Samen, z. B. Gründünger oder Wildblumen, die nicht gut in Reih und Glied aufwachsen.
- Es zahlt sich aus, bessere Sorten zu wählen, doch säen Sie nicht zu früh aus! Geduld braucht man besonders bei Erbsen und Bohnen, die Nässe und einen zu kalten Boden schlecht vertragen.