© Stein, Dagmar
Christrose ‘Winterstar’
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Februar 2010 Auch der Winter hat seinen malerischen Reiz. Seine Höhepunkte können sich durchaus mit denen der anderen Jahreszeiten messen: glitzernder Raureif, gefrorene Blätter und Blüten, Schneehauben auf Zäunen, Gartenhäuschen, Samenständen oder Gräsern, Schlitt schuhlaufen auf dem zugefrorenen Badeteich. Schauen Sie genau hin, dann entdecken Sie sogar zarte Blüten mitten im Schnee und erschnuppern Düfte, die an den kommenden Frühling erinnern.
Christrosen-Blüten
Noch im Dezember beginnt die Blüte der heimischen Christrose (Helleborus niger),die wegen ihrer besonderen Blütezeit schon immer das Interesse auf sich zog. Sie blüht bis in den März hinein, wenn mit Schneeglöckchen, Schneeglanz, Krokussen und Winterlingen bereits viel mehr Farbe in den Garten eingekehrt ist. Während die weißen Christrosen schon ab Dezember blühen, setzt der Flor der farbenprächtigeren Lenzrosen erst ab Januar ein, hält dafür aber bis März/Anfang April an. Beide sind winterhart und immergrün. Die heute üblichen Hybriden sind wüchsig und blühwillig. Die meist prächtig gefleckten Blüten auf 15 bis 20 cm hohen Stängeln blühen wochenlang. Christ- und Lenzrosen sind eine echte Bereicherung im winterlichen Garten, in Steinund Naturgärten. Sie passen gut in die Umgebung von Gehölzen, zu Winterlingen, Schnee glöckchen, Märzenbechern, Narzissen und frühen Tulpen. Echte Hingucker sind sie in Schalen zusammen mit Heide, Zwergkoniferen oder Gräsern als winterliche Attraktion. Die Blüten halten sich lange in der Vase.
Tipp: Jasmin
Knospig geschnittene Triebe kann man für die Vase schneiden. Leitet man die Triebe in die Erde, bilden sich nach kurzer Zeit Wurzeln. Die Pflanzen lassen sich so auf einfache Weise vermehren und können im Frühling oder Herbst im Abstand von etwa zwei Metern ausgepflanzt werden.
Winterjasmin
Eine ähnlich frühe Blütezeit hat der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) aus China, der an geschützten Stellen an der Hauswand schon um Weihnachten mit der Blüte beginnt und sie bis Ende März andauern lässt. Bei Frost gibt es Pausen, doch danach kommen bald neue Knospen hervor. Mit seinen hellgelben, centgroßen Blütchen erhellt das stark verzweigte, kletternde und leicht überhängend wachsende Gehölz den dunklen Wintertag. Die dunkelgrünen lanzettlichen Blättchen erscheinen dagegen erst nach der Blüte im Frühling. Winterjasmin ist ein begehrter Schmuck an Mauern, Spalieren, Obelisken und Säulen.
Das zierliche Gehölz nimmt wenig Platz ein und findet wegen seiner ungewöhnlichen Blütezeit viel Beachtung. Auf einem sonnigen und frostgeschütztem Standort fällt die Blüte reichlicher aus, doch auch Halbschatten oder lichter Schatten sind geeignet.
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Himalaya-Fleischbeere
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Weiße Blüten vom Himalaya
Von Januar bis März erscheinen die zahlreichen weißen Blüten der Himalaya-Fleischbeere (Sarcococca hookeriana var. humilis). Der immergrüne Kleinstrauch wird nur 40 bis 60 cm hoch und hat sich als reizender Winterblüher bewährt. Seine Blüten locken mit angenehmem Duft die wenigen dann fliegenden Insekten heran. Das Gehölz gehört zur Familie der Buchsgewächse und ist im Himalaya, in den Hochgebirgen Indiens, Chinas und Malaysias beheimatet. Es ist recht anspruchslos und gedeiht auf jedem humosen, leicht sauren Gartenboden, am besten in der Gesellschaft von Moorbeetpflanzen. Die Fleischbeere ist die ideale Begleitpflanze zu Rhododendren und Azaleen. Sie eignet sich besonders gut zur Unterpflanzung von Koniferen und Freiland- Kamelien. Auf Schattenbeeten sind Funkien (Hosta), Astilben, Primeln und Farne gute Partner.
Ein spezieller Winterschutz ist nicht erforderlich, denn die Asiaten sind ausreichend winterhart. Allerdings können sie wie alle Immergrüne unter langen Frostperioden leiden, weil dann die Wurzeln aus dem gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen, aber trotzdem Feuchtigkeit verdunsten. Gründlich bei Tauwetter gießen.
Heideblüten im Schnee
Die immergrüne Schneeheide (Erica carnea) aus den Alpen ist keine Staude, sondern zählt zu den Gehölzen. Ihre feinnadeligen Blättchen sind immergrün und überstehen wie die zahlreichen Blütchen problemlos auch stärkere Fröste. Die Blüte setzt schon im Januar ein und zieht sich bis April hin, also in den beginnenden Frühling. Ihr Wuchs ist buschig verzweigt und erreicht selten mehr als 25 cm Höhe. Schneeheide sorgt mitten im Winter für farbenprächtige Blütenteppiche in -je nach Sorte - Lila, Weinrot, Rosa und Weiß. Besonders attraktiv ist sie in Vorgärten, Steingärten, als Wegbegleiter, in Heidegärten, auf Gräbern, in Schalen und Balkon käs ten als attraktiver und lange blühender Winterschmuck.
Als einzige Heide verträgt die Schneeheide sowohl saure wie auch kalkhaltige Böden und ist daher auf humusreichem Boden sehr pflegeleicht. Wichtig ist jedoch ein mäßiges Zurückschneiden der Triebe (um etwa 10 cm) gleich nach dem Abblühen, also im April. So verzweigen sich die Pflanzen, breiten sich aus und blühen im kommenden Jahr umso reichlicher.
Bezaubernde Zaubernuss
Kaum sind die Festtage vergangen, öffnen sich die je nach Sorte goldgelben, zitronengelben oder rostroten Blütchen der Zaubernuss (Hamamelis). Besonders prächtig sehen die bei Tauwetter herrlich süß duftenden Blüten mit Schneehäubchen aus, denn von Eis und Schneeflocken lassen sich die langsam wachsenden, genügsamen, sommergrünen Sträucher nicht beirren. Weil sie einen wunderschönen Kontrast zum Schnee bilden, sollte man den Strauch in Sichtweite des Hauses pflanzen. Die lange Blütezeit reicht von Januar bis Anfang April und passt damit besonders gut zu Lenzrosen und Schneeheide. Im Alter erreicht das Gehölz drei bis vier Meter Höhe und geht dabei malerisch in die Breite. Mit ihrem knorrigen Wuchs braucht die Zaubernuss eigentlich keinen Schnitt, nur wenn die Sträucher zu groß werden, kann man sie etwas kürzen. Geben Sie diesen schönen Sträuchern einen mässig sonnigen, auch halbschattigen Platz und einen gut durchläßigen, humosen aber nicht zu trockenen Boden.
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Mittelmeerschneeball
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Lorbeerschneeball
Als typischer Vertreter der Mittelmeervegetation wurde es schon um 1650 in Kübeln für Wintergärten, Orangerien und Dekorationen gezogen. Besonders attraktiv sind die rosaweißen Schirmblüten, die den jekleinen immergrünen Strauch ab November bis April schmücken, also zu einer ungewöhnlichen Zeit. Dazu kommt ein leichter herbwürziger Duft, der an sonnendurchglühte Macchien erinnert. Attraktiv sind auch die eiförmigen, glänzenden, stahlblau-schwarzen Früchte im Frühherbst.
Vor einigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, ihn nördlich der Alpen im Freien auszupflanzen. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass dies angesichts milderer Winter in Hausnähe und in windgeschütztem, günstigem Stadtklima doch funktioniert (ähnlich wie bei Kamelien).
Den Mittelmeer-Schneeball (Viburnum tinus) kann man gut in Form schneiden, doch meistens belässt man ihn so wie er ist: etwa 1,5 bis 2 Meter hoch und ebenso breit, mit lockerem, gefälligem Wuchs und vielen Blüten. Schützen Sie die Wurzeln durch eine 20 cm hohe Laubpackung und wählen Sie einen halbschattigen Platz ohne winterliche Morgensonne.