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Autor
Schmidt, Joachim

Komfort für den Hauseingang


Januar 2010 Winterzeit ist Planungszeit. Wind und Regenschauer, die sich unüberhörbar an Fenstern und Haustür bemerkbar machen, erinnern jetzt an Wetterschutz, den man schon längst hätte bauen wollen. Für den überdachten Hauseingang hat Joachim Schmidt auch diesmal einen individuellen Entwurf herausgesucht, dessen Nachbau versierten Hausbesitzern oder Baufirmen keine Probleme macht. Dazu auf der nächsten Seite ein simpler aber reizvoller Selbstbau-Vorschlag für eine solide Tür im Freien oder einen Außenraum.

Komfort für den Hauseingang
© Schmidt, Joachim
Komfort für den Hauseingang © Schmidt, Joachim
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Wer ein vor Regen schützendes Vordach über dem Hauseingang hat, möchte es nicht mehr missen. Umso mehr, wenn es breit und ausladend ist. Der hier vorgestellte Entwurf wurde speziell für den nachträglichen Anbau entwickelt und bietet sich aufgrund seiner einfachen Konstruktion für viele Häuser an. Drei Bauteile sind harmonisch kombiniert. Zuerst das Eingangspodest mit der Treppe, deren Anzahl der Stufen von der Sockelhöhe des Hauses bestimmt wird. Hier gilt die Regel, dass vier flache Stufen sicherer und bequemer sind, als drei hohe!

Das nächste Bauteil ist die tragende Wand. Damit sie nicht kippt, sollte sie 30 cm dick sein. Hierfür bieten sich Porenbeton- Blöcke an, aufgesetzt mit Klebemörtel mit einem getreppten Zier-Ausschnitt. Mit der Stichsäge (oder elektrischem Fuchsschwanz) können in Porenbeton sogar Rundungen ausgeschnitten werden. Glatt gespachtelt und gestrichen ergibt sich dann eine gute Optik.

Das schützende Holzdach besteht aus einer Sparrenlage. Sie ruht auf einer unteren Pfette auf der Stützmauer und auf einer oberen Pfette, die auf kleinen Eisenhalterungen frei über den Pfannen des Hauptdaches schwebt. Diese Halterungen werden vom Bau- Schlosser geschweißt und an die Sparren des Hauptdaches gebolzt. Für die Dachdurchführungen gibt es Sonderpfannen (wie für den TV-Mast). Alle Arbeiten sind für versierte Selbstbauer kein Problem, aber die Ausführung der kleinen Tragestützen, die das Dach optisch "schweben" lassen, sollte man unbedingt mit einem Fachmann oder einer Baufirma besprechen. Das gilt auch für die Dachfläche. Sie muss diagonal ausgesteift sein, beispielsweise durch aufgeschraubte Sperrholzplatten.

Ziegel, Zinkblech oder Glas?

Je leichter das Dach, desto filigraner können seine Stützen sein. Das ist besonders für dieses Vordach wichtig, denn seine Pfetten werden nur von relativ dünnen Stahlrohren getragen. Dachziegel oder gar Betonpfannen sind schwer, und der Versuch, das Vordach dem Hauptdach optisch anzupassen, gelingt meist auch nicht befriedigend. Deshalb ist ein leichtes Holzdach (Sperrholzplatte auf Sparren) mit einer Eindeckung aus Zinkblech, die statisch und architektonisch beste Lösung. Da das Vordach optisch frei über dem Hauptdach des Hauses "schwebt", entfallen komplizierte Dachanschlüsse und auch die vorhandene Regenrinne muss nicht unterbrochen werden. Viele wünschen sich ein Glasdach. Wenn jedoch allseits genügend Licht in den Vorbau einfallen kann, braucht man kein Glasdach. Es ist nicht nur die teuerste Lösung, sondern muss auch des Öfteren geputzt werden, damit es optisch immer attraktiv bleibt.

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Schlagworte dieser Seite:

Glasdach, Holzdach, Stichsäge, Stützmauer, Vordach, Wetterschutz

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