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Autor
Stein, Dagmar

Kraterbeete für üppiges und schnelles Gedeihen


Ernte im Kraterbeet
Ernte im Kraterbeet © Stein, Dagmar
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Januar 2010 In vielen Orten ist das Gärtnern nicht einfach - spät einsetzendes Frühjahr und ein früher Winter schließen wärmeliebende Kulturen aus. Zusätzliche Hindernisse sind lehmige Böden, die sich nur langsam erwärmen, zu viel Wind und Gärten, die aufgrund benachbarter Häuser oder Bäume nur stundenweise von der Sonnenwärme profitieren. Eine gute Lösung für solche Probleme sind Kraterbeete, die auf wenig Platz enorme und sichere Erträge von Tomaten, Peperoni und sogar Melonen erlauben.

Kraterbeete werden von immer mehr Hobbygärtnern geschätzt, die sie in Eigeninitiative ausschaufeln oder von Profis anlegen lassen. Vorbild für die kreisoder ellipsenförmigen Erdschüsseln sind die oft bestaunten Kraterbeete auf Lanzarote, wo - bedeckt mit Lava als wärme speichernder Mulchschicht - Wein- und Gemüsekulturen ein enormes Wachstum entfalten. In unseren Breiten eignet sich die muldenförmige Sonnenfalle vor allem für wärmeliebende Kulturen. Gut bewährt haben sie sich in windigen Gegenden, in Höhenlagen und in umbauten kleinen Gärten, die nur stundenweise Sonnenlicht genießen. Die Hauptrichtung für den Licht einfall lässt sich nämlich wie eine Fernsehantenne gut auf den optimalen Sonnenstand einstellen. Ideal bewähren sich Kraterbeete in Höhenlagen, wo sich der Frühling erst spät einstellt und der Winter schon allzu früh alle Gärtnerträume beendet. Auf wenig Platz (2 bis 3 Meter Durchmesser sind ideal) kann man ein erstaunlich üppiges Wachstum beobachten. Steine in der Mitte erleichtern das Betreten und Bearbeiten. Auch sie sind Energiefänger und geben die gespeicherte Wärme in den Nachtstunden wieder ab.

Tomaten im Kraterbeet
Tomaten im Kraterbeet © Stein, Dagmar
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nach oben Für wärmeliebende Gemüse

Dunkle Komposterde, lockere Bodenstruktur und eine gute Durchlüftung des Bodens verstärken diese Wirkung noch und kommen dem Pflanzenwachstum zugute. Je schwerer der Boden, desto günstiger entwässert sich die Erde, wird wärmer und fruchtbarer dank der drainierenden Wirkung des Gefälles. Insbesondere Gurken, Peperoni und Paprika, Zucchini, Kürbisse, Tomaten und Auberginen, Melonen, aber auch Salate und Kräuter wissen das zu schätzen. Kraterbeete kann man jahrelang nutzen. Aufwändigere Bauwerke können sogar Schmuckstücke mitten im Ziergarten sein.

nach oben Früher zur Ernte

Wenn man es als Frühbeet nutzt, bringt das einfache Bauwerk zusätzlichen Nutzen. Dazu wird in der Mitte ein Pfahl gesetzt und daran zeltartig Folie befestigt. Man kann es auch mit einem Rahmen aus Latten überbrücken und daran wärmespeicherndes Vlies tackern. Das luftige Gespinst lässt den Regen durch und hält die Feuchte zurück, sodass sie nur langsam verdunstet und ein feuchtes Kleinklima schafft. Anders als Folie, braucht das Vlies-Beet keine zusätzliche Betreuung zum Lüften und Gießen. Trotzdem entsteht darunter ein mollig warmes, geschütztes Anzuchtbeet, das den Pflanzen nicht nur in windigen und regenreichen Gegenden günstige Start-Bedingungen gewährt. Tomaten, Gurken und Melonen kann man so drei Wochen früher als üblich pflanzen.

nach oben Das Beet bestücken

Gesät wird ringförmig in terrassenförmig angelegten Rillen: Salate, Radieschen, Rettiche, Feldsalat und Spinat als Voroder Nachkultur.

Gut geeignet sind Pflanzkulturen wie Zucchini (gern genutzt wird die ertragreiche "kletternde" Sorte ʼBlack Forest', die über den Rand hinaus wächst), Auberginen, Zucker- und Wassermelonen, Paprika oder Knollenfenchel.

Bei Gurken reichen zwei Pflanzen von Gewächshaus-Schlangengurken (z.B. die bitterfreien resistenten Sorten 'Sudica', 'Saladin' oder 'Flamingo') oder die Minigurken 'Lothar' oder'Printo’ und die Salatgurke 'Silor', um an mehreren Trieben über 20 Früchte zu ernten. Richtig wohl fühlen sich auch Tomaten. Hier eignen sich Buschsorten wie z.B. 'Totem', 'Caprese' (Mini-Eier-Tomate) oder 'Balkonstar' (rund).

nach oben Mischkultur auf kleinem Raum

Auf dem Rand findet ein Mini- Garten für Kräuter Platz. Als Partner in der Mischkultur können die Heil- und Würzkräuter gleichzeitig viele Schädlinge abwehren. Basilikum und Bohnenkraut, Dill, Kerbel und Kapuzinerkresse sind wichtige einjährige Kräuter. Ausdauernde wie Thymian, Oregano, Ysop, Salbei oder Lavendel sind wegen ihrer mediterranen Würze in der Küche gefragt und helfen gleichzeitig gegen den Befall von Läusen, Milben und Raupen. Alle miteinander verschönern die Intensiv- Kultur im Krater und bilden zugleich einen schützenden, intensiv duftenden Zaun.

Kletternde Zucchini 'Black Forest'
Kletternde Zucchini 'Black Forest' © Stein, Dagmar
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Will man dazu ein Übriges tun, kann man das Beet mit gepflanzten oder ringsum ausgesäten pflegeleichten Sommer- Außer ein wenig Muskeltraining beim Ausheben der Erde verlangt das Kraterbeet wenig Aufwand. Es lässt sich leicht an einem Vormittag erstellen. Das Rundbeet sollte möglichst frei und sonnig liegen, nach dem optimalen Lichteinfall ausgerichtet. Mit einem Pflock in der Mitte und einer Kordel kann man auf geharktem Boden leicht einen Kreis markieren. Die Größe des Kraterbeetes ist beliebig - praktisch sind 2 bis 3 Meter im Durchmesser. Tipp: Setzt man aus Steinen eine erhöhte Trockenmauer für die Kräuter, wird die Schüsselwirkung noch verstärkt. Notwendig ist dies nicht, denn Erdwälle genügen. So wird ein Kraterbeet gebaut Dann wird der Boden von innen nach außen geschaufelt und wallartig aufgehäuft. Die Tiefe richtet sich nach dem Durchmesser und liegt zwischen 40 und 80 cm. Zu steil sollten die Ränder nicht sein, sonst ergeben sich beim Pflanzen, Gießen, Mulchen und Betreten Schwierigkeiten. Weil die Bodenkrume im Inneren kaum belebt und fruchtbar ist, verbessert man die Erde mit fertiger Erde aus dem Handel, mit reichlich dunklem Kompost, Hornspänen und organischen Mischdüngern. Dabei wird der Boden gelockert und durchlüftet. Besonders bei Lehmböden beflügelt dies das Pflanzenwachstum erheblich. blumen verschönern und so daraus einen hübschen kleinen Garten gestalten. Bunte Wildblumen-Mischungen wie ʼDolce Vita' und ʼ1001 Nacht' (Höhe 30 cm) entfalten ein Meer bunter Blüten von Juni bis zum Frost und locken wie die 70 cm hohe ʼNützlingsmischung' oder ʼParadies für Nützlinge' viele Schwebfliegen und andere blattlausfressende Helfer an. Sogar zum Schneiden von Sträußen sind genügend Blumen da.

Küchengärten
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Buchempfehlung

Arbeits- und platzsparende Ideen für kleine Gärten, Terrassen und Balkone zum Nachmachen für Gemüse und Kräuter in der Art von Anlagevorschlägen finden sich in dem Buch:

Siegfried Stein, Garten-Rezepte, Küchengärten. ISBN: 978-3-8354-0269-0, BLV-Verlag, München-Zürich.

nach oben So wird ein Kraterbeet gebaut

Außer ein wenig Muskeltraining beim Ausheben der Erde verlangt das Kraterbeet wenig Aufwand. Es lässt sich leicht an einem Vormittag erstellen.

Das Rundbeet sollte möglichst frei und sonnig liegen, nach dem optimalen Lichteinfall ausgerichtet. Mit einem Pflock in der Mitte und einer Kordel kann man auf geharktem Boden leicht einen Kreis markieren. Die Größe des Kraterbeetes ist beliebig - praktisch sind 2 bis 3 Meter im Durchmesser. Tipp: Setzt man aus Steinen eine erhöhte Trockenmauer für die Kräuter, wird die Schüsselwirkung noch verstärkt. Notwendig ist dies nicht, denn Erdwälle genügen.

Dann wird der Boden von innen nach außen geschaufelt und wallartig aufgehäuft. Die Tiefe richtet sich nach dem Durchmesser und liegt zwischen 40 und 80 cm. Zu steil sollten die Ränder nicht sein, sonst ergeben sich beim Pflanzen, Gießen, Mulchen und Betreten Schwierigkeiten. Weil die Bodenkrume im Inneren kaum belebt und fruchtbar ist, verbessert man die Erde mit fertiger Erde aus dem Handel, mit reichlich dunklem Kompost, Hornspänen und organischen Mischdüngern. Dabei wird der Boden gelockert und durchlüftet. Besonders bei Lehmböden beflügelt dies das Pflanzenwachstum erheblich.

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