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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Stein, Dagmar

Beerenschmuck mit Nährwert


Beeren an Cotoneaster salicifolius
© Stein, Dagmar
Beeren an Cotoneaster salicifolius
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Dezember 2009 Bunte Beeren sind im sonst so schlichten Winter ein Farbschmuck, der das Auge erfreut. Doch machen sie nicht nur unseren Garten attraktiver, sie dienen auch den Vögeln und Nützlingen als Winterfutter. Einige der schönsten Beerengehölze stellen wir Ihnen hier vor.

Das Angebot in Baumschulen und Gartencentern für Wildgehölze wird immer reichhaltiger. Vögel und Kleintiere plündern gern im Spätherbst und Winter die saftigen Früchte und nahrhaften Samen der Hundsrose (Rosa canina), von Liguster (Ligustrum), Pfaffenhütchen (Euonymus europaea), Stechpalme (Ilex), Traubenkirsche (Prunus padus), Faulbaum (Rhamnus fragula), Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) und Berberitzen, Felsenmispeln (Cotoneaster), Feuerdorn (Pyracantha coccinea), Vogelbeeren (Sorbus aucuparia) und des heimischen Schneeballs (Viburnum opulus). Sie dienen den Vögeln noch lange als Nahrungsquelle und helfen ihnen beim Überwintern in frostigen und schneereichen Zeiten.

Auch für uns Menschen können manche Beeren und Früchte von Gehölzen ein echter Gaumenschmaus sein, wenn sie als Marmelade oder Saft eingekocht sind. Doch dabei ist Vorsicht geboten, denn nicht alles, was die Vögel vertragen, tut auch uns gut. Zu den bevorzugten Arten mit Früchten, die für den Menschen essbar und wertvoll sind, gehören im Herbst die Kornelkirsche (Cornus mas) und der Sanddorn (Hippophae rhamnoides), im Sommer die Vogelkirsche (Prunus avium) und die Schlehe (Prunus spinosa). Auch der Schwarze Holunder (Sambucus nigra), der Rote Holunder (nur die Samen sind giftig, das Fleisch und der Saft nicht) und Kulturformen der Eberesche (Sorbus aucuparia) tragen leckere Früchte, die sich zu Säften, Marmeladen und Schnäpsen verarbeiten lassen. Dazu passen die in unserem Klima frostharten Apfelbeeren aus Sibirien (Aronia melanocarpa), die Kartoffelrose (Rosa rugosa) und die Zierquitte (Choenomeles japonica) mit ihren vitaminreichen Früchten.

Die Stechpalme Ilex aquifolium ist Winter ein attraktiver Farbtupferim Garten.
© Stein, Dagmar
Die Stechpalme Ilex aquifolium ist Winter ein attraktiver Farbtupferim Garten.
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nach oben Rote Stechpalmenbeeren

Die prächtigsten leuchtend roten Beeren findet man jetzt an Sträuchern, die während der sommerlichen Wachstumszeit wenig Auffälliges zeigen: Zweige der Stechpalme (Ilex verticillata) mit ihrem überreichen Beerenschmuck verschönern adventliche Gestecke und weihnachtliche Sträuße. Die meisten Sorten des immergrünen Strauchs haben kräftige, dunkelgrüne Blätter mit Dornen an den Rändern, es gibt aber auch einige mit goldgelben oder silberweißen Blatträndern. Im Winter tragen sie auffallende, leuchtend rote Beeren, die bis zum Frühjahr an den Zweigen bleiben und einen schönen Kontrast zum intensiven Grün der Blätter bilden. Für viele Vögel bieten sie im frostigen Winter wichtige Nahrung, im Juli-August besuchen Bienen die nektarreichen weißen Blüten in großer Zahl. Für Menschen sind die zwar appetitlich anmutenden Beeren leider un geniess bar und sollten vor Kindern daher fern gehalten werden. Mit Schnee oder Raureif bedeckt sind die unempfindlichen, winterharten Sträucher aus Nordamerika besonders attraktiv. Damit ein reicher Fruchtansatz erreicht wird, sollte man jeweils ein männliches und mehrere weibliche Exemplare pflanzen.

Hagebutten als Vogelfutter.
© Stein, Dagmar
Hagebutten als Vogelfutter.
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nach oben Rosenfrüchte

Schon fast vergessen sind die schmackhaften Marmeladen der Hagebutten-Rosen. Zwar bedeutet es einige Arbeit, die Früchte zu ernten und von den Kernen zu befreien, aber der Aufwand lohnt sich beim Genuss des feincremigen Brotaufstrichs. Auffallend schöne, leuchtend rote Früchte tragen im Herbst mehrere Arten, vor allem die heimische Hundsrose, die eingebürgerte Apfel- oder Kartoffelrose (Rosa rugosa) und die Schottische Zaunrose (Rosa rubiginosa). Die Vögel machen sich mit Vorliebe darüber her, die Samenstände sind bis spät in den Winter hinein noch eine begehrte Nahrungsquelle.

Gern werden die etwa zwei Meter hohen Sträucher als dekorative und natürlich wirkende Hecken gepflanzt. Im Sommer schmücken sie sich mit weit geöffneten, weißen oder rosa Rosenblüten. Im norddeutschen Raum und in Küstengebieten sieht man diese heimischen Hecken in vielen Gärten.

nach oben Schmuck bei Eis & Schnee

Reizvoll mit Schneehäubchen sind auch die reich tragenden Felsenmispeln (Cotoneaster). Besonders Cotoneaster salicifolius var. floccosus, die etwa 1,50 m hoch werdende Immergrüne Strauchmispel und Cotoneaster dammeri, die flach auf dem Boden aufliegende Kriechmispel, halten bis ins Frühjahr hinein für die Tierwelt viele nahrhafte Beeren bereit. Die 6 mm langen orangeroten Früchte sitzen in dichten Trauben an den Zweigen und eignen sich auch gut für dekorativen Winterschmuck in Sträußen oder zum Verzieren von Balkonkästen.

Im Sommer blühen die Sträucher an zahlreich mit weißen, zarten Blüten besetzten Schirmtrauben und entsenden dabei einen herrlichen Duft. Sie bevorzugen geschützte Lagen auf schwach sauren bis alkalischen Gartenböden.

Naturhecke aus Hundsrose.
© Stein, Dagmar
Naturhecke aus Hundsrose.
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nach oben Hecken mit Beerenschmuck

Heckengehölze sind nicht nur als Sichtschutz und grüne Mauern beliebt, viele blühen auch sehr dekorativ und schmücken sich in Herbst und Winter mit farbigen Beeren. Ligusterhecken (Ligustrum ovalifolium) sind in unseren Gärten weit verbreitet, da sie sich gut in Form schneiden lassen. Sie gedeihen auf durchlässigem Gartenboden, sind gut schattenverträglich und bilden bis zu einer Höhe von zwei Metern einen dichten, immergrünen Blätterwald. Im Sommer blüht der Strauch weiß und bietet reichlich Nahrung für Bienen, Hummeln und andere nützliche Insekten. Im Herbst bis in den Winter hinein erscheinen kleine, schwarze Früchte, die von Vögeln gern gefressen werden. Für den Menschen sind die Beeren dagegen unverträglich.

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