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Gewächshäuser bieten Lebensqualität
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November 2009 Vor 20 Jahren habe ich mich entschlossen, ein Wohngewächshaus zu bauen. Doch als das Foto (unten) entstand, hatte ich bereits lernen müssen, dass es nicht genügt, exotische Pflanzen zu kaufen. Man muss ihnen auch ein Heim bieten und viel Zuwendung. Nur dann wird der Traum vom Wohnen unter Palmen auch Realität.
Wer in Pflanzen nur Dekoration sieht, der sollte den Traum von einem üppig begrünten Wintergarten oder gar einem eigenen Gewächshaus schnell wieder vergessen. Pflanzen sind lebendige Wesen und Teil der Natur. Auch die täuschend echten Kunststoff-Imitate können sie nicht ersetzen.
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Yuccas und Hanfpalmen gehören zur Grundausstattung. Sie sind robust und können im unbeheizten Glashaus auch an der Frostgrenze über wintern.
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Der Mangel an Natur wird indessen immer deutlicher. Vielen Menschen bietet die Umwelt keine Entspannung mehr, und moderne Baugrundstücke sind so klein, dass man darauf gar keinen Garten mehr anlegen kann. Viele versuchen deshalb, die Natur ins Haus zu holen. Doch das funktioniert nur bedingt. Pflanzen wollen anders "wohnen" als Menschen. Während wir in den Wintermonaten mittels teurer Wärme aus der Heizung unsere Lebensgewohnheiten aufrecht erhalten, wollen die meis ten Pflanzen in dieser Zeit eine kühle Wachstums pause. Für Gewächse aus den Tropen gilt das zwar nicht. Sie treiben das ganze Jahr hindurch. Aber dafür brauchen sie Wärme und feuchte Luft. Ein Klima, das in dieser Kombination den Menschen gemäßigter Regionen gar nicht bekommt. Und auch nicht den Häusern, denn feuchte Raumluft führt in unseren Breiten unweigerlich zu Bauschäden. Und über die Energiekosten, die ein beheiztes Gewächshaus (Warmhaus) verursacht, soll hier gar nicht gesprochen werden.
Die schönen Bilder mit den attraktiven Wohn-Gewächshäusern vermitteln deshalb nur selten die Realität. Sie verführen zum Kauf und überlassen es dann den Besitzern, den Anforderungen der Botanik gerecht zu werden.
Wer jedoch ein Gewächshaus zu seinem Hobby macht, die richtigen Pflanzen wählt und ihnen möglichst gute Lebensbedingungen schafft, wird auch entsprechend belohnt. Durch kräftiges Wachstum mit vielen Trieben. Mit schönen Blüten - ganz besonders, wenn sich daraus kleine Zitronen bilden, deren Saft sogar in der eigenen Küche Verwendung finden kann.
Wenn auch das Wohnen hinter den Bedürfnissen der Pflanzen zurückstehen muss, ist für den Pflanzenliebhaber das eigene Gewächshaus eine große Bereicherung. Obwohl ich mich in meinem Gewächshaus voll und ganz nach den Wünschen der Pflanzen richte, bietet es trotzdem zusätzliche Wohnqualität. Schon im März kann ich darin frühstücken und erst Ende Oktober wird der Esstisch wieder zur Plattform für kleine Kübelpflanzen, die hier dann frostfrei überwintern.
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Gewächshauskauf nicht ohne den Rat eines Fachmanns
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Gewächshauskauf nicht ohne den Rat eines Fachmanns
Die Konstruktion eines Gewächshauses muss vor allem der Feuchtigkeit trotzen. Große Mengen von Gießwasser werden von den Pflanzen abgegeben. Das führt zu hoher Luftfeuchtigkeit und dem bekannten "Schwitzwasser" an kalten Bauteilen. Deshalb sollte auch im Winter regelmäßig gelüftet werden.
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Isolierglas ist bei unbeheizten Glashäusern nicht erforderlich. Vielmehr ist eine UV-durchlässige Acrylverglasung (zumindest in der Dachfläche) wichtig, sonst bekommen die im Frühling wieder ins Freie gestellten Pflanzen einen Sonnenbrand. Gewächshäuser brauchen zwar Fläche, wichtiger ist jedoch eine entsprechende Höhe, damit sich die liebgewonnenen Pflanzen über viele Jahre auswachsen können. Auch große Türen sind erforderlich, um mit der Schubkarre hindurch zu fahren oder große Pflanzkübel zu transportieren. Für die Auswahl des richtigen Gewächshauses und das Gärtnern darin gibt keine Checkliste. Wer den Wunsch zu einem Gewächshaus verspürt, der sollte sich ausgiebig in einer Fach-Gärtnerei beraten lassen. Garten-Erfahrung und guter Wille allein reichen meist nicht aus.