Es beginnt die Zeit, in der auch wärmebedürftiges Gemüse direkt ins Beet
ausgesät werden kann. Ab dem zehnten Mai machen Bohnen den Anfang. Bei Buschbohnen legen wir im Abstand von 40 Zentimetern vier oder fünf Samen flach in die Erde. Die Samen der Stangenbohnen, etwa sieben Stück, werden kranzförmig um die Rankhilfe gesät.
Eine Woche später beginnt im Freiland der Aussaattermin für Gurken, Kürbisarten, Zuckermelonen und Zucchini. Eine vorzeitige und ertragreichere Ernte erzielen wir, wenn vorgezogene Setzlinge Ende des Monats gepflanzt werden.
Ferner können Dicke Bohnen, Knollenfenchel, Mairüben, Mark- und Zuckererbsen, Mangold, Möhren, Neuseeländer Spinat, Pastinaken, Radies, Rettich, Rote Bete, Schnitt- und Pflücksalat gesät werden.
Aussaaten von Küchenkräutern wie Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Majoran und Thymian nicht vergessen.
Es ist
Pflanzzeit für Artischocken, Blumenkohl und Brokkoli, Kartoffeln, Knollenfenchel, Kopfsalat, Kohlrabi, Kopfkohlar ten, Rosenkohl, Porree und ab der zweiten Maihälfte für Bleichsellerie, Tomate, Paprika, Rosenkohl und Sommerporree. Knollensellerie ist sehr kälteempfindlich und wird erst Ende des Monats gesetzt. Auch für mehrjährige Küchenkräuter ist die Pflanzzeit optimal.
Nicht nur die wärmebedürftigen Keim- und Setzlinge danken eine schützende Vliesabdeckung mit schnellerem Wachstum.
Verholzende Kräuter wie Lavendel, Thymian, Salbei und Winterbohnenkraut gedeihen gut in geräumigen Töpfen an einem sonnigen, geschützten Ort. Diese Pflanzen müssen jedes Jahr, egal ob sie in Gefäßen oder im Beet wachsen, kräftig zurückgeschnitten werden. So bleiben sie kompakt im Wuchs und verkahlen nicht von innen.
Die Kraut- und Braunfäule an Tomaten wird durch einen Pilz verursacht, der kühles und feuchtes Wetter mag. Im Kleingewächshaus mindern ein weiter Pflanzabstand, gezieltes Gießen in den Wurzelbereich sowie intensives Lüften die Infektionsgefahr. Für Freilandtomaten ist eine Überdachung als Regenschutz sinnvoll.
Weil die
Kraut- und Braunfäule Tomaten und Kartoffeln befällt, sollten beide Arten weder in Nachbarschaft noch in zeitlicher Abfolge gepflanzt werden. Der sichere Abstand in der Fruchtfolge beträgt vier Jahre. Beim jährlichen Anbau im Gewächshaus können Nachbauprobleme durch den Austausch des Bodens verringert werden.
Gebrauchte Tomatenstäbe gründlich reinigen, weil sie Pilzsporen auf die neue Pflanzung über tragen können.
Gartenmonat MaiJetzt, wenn es uns wieder ins Freie drängt, wird deutlich: Der Garten tut gut. Hier können wir pflanzen und säen, ein Stück Umwelt selbst gestalten, das Wachsen der Pflanzen erleben und zur eigenen Ruhe finden. Durch Gartenarbeit trainieren wir in frischer Luft unsere Muskeln, halten unseren Körper fit und empfinden beim Beenden der Arbeit Zufriedenheit. Der Garten ist eine Kraftquelle für Körper, Geist und Seele.