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Liebesperlenstrauch (Callicarpa podnieri)
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Sepember 2009 Fruchttragende Gehölze sind etwas Besonderes, denn sie halten für uns gleich mehrere Höhepunkte bereit: Neben herrlichen Frühlingsblüten schmü cken sie sich mit prächtigen Früchten im Herbst. Bis lange in den Winter sind sie die Muntermacher an trüben Tagen, bieten willkommene Nahrung für Menschen und viele Vögel. Hier sind einige der interessantesten Fruchtsträucher. Die Pflanzzeit beginnt jetzt.
Besonders empfehlenswert sind Zierquitten (Choenomeles japonica). Die stacheligen Heckengehölze sind im April mit vielen rosa oder feuerroten Blüten eine tolle Zierde. Schon im Winter kann man davon Zweige schneiden. Sie blühen in der Vase sicher auf. Jetzt im Spätsommer können Sie die zahlreichen runden Früchte ernten: Sie sind essbar und ergeben ein herrliches Gelee, das dem von großen Quittenbäumen nicht nachsteht. Besonders schmackhaft ist die Sorte ,Cido'.
Winterhart und pflegeleicht ist die weiß blühende Apfelbeere (Aronia melanocarpa) aus Kanada und Sibirien. Die süßlichherben, kirschgroßen, blauschwarzen Früchte sind nicht nur als Vogelnährgehölz beliebt, sondern können auch zu Marmelade, Gelee oder Most verarbeitet werden. Großfrüchtige Kultursorten wie ,Nero', ,Viking' oder ,Rubina' werden auf Eberesche (Sorbus aucuparia) veredelt. Die Apfelbeere eignet sich auch gut für die Kultur in Containern oder in großen Gefäßen auf dem Balkon.
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Berberitze (Berberis thunbergii) mit Beerenschmuck
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Dekorative Früchte
Weil Vögel die zauberhaften violett glänzenden Früchte des chinesischen Liebesperlenstrauches (Callicarpa bodinieri var. giraldii) erst sehr spät wegräubern, können wir Menschen uns bis weit in den Winter hinein an der exotischen Pracht erfreuen. Ein wenig erinnert der winterharte Exot an die Märchen aus Tausendundeiner Nacht und passt bes tens in die kommende Jahreszeit.
Nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit sind die festlich anmutenden, dekorativen Zweige der Stechpalmen (Ilex) begehrt. Längst nicht alle haben Stacheln, aber alle zeichnen sich durch glänzendes Laub aus. Die immergrünen Pflan zen behalten ihren Blatt- und Fruchtschmuck auch im Winter und sehen bei Raureif und Frost besonders dekorativ aus.
Ihre prächtigen leuchtend roten Beeren findet man im Herbst in Massen an den Zweigen. Die Beeren sind jedoch giftig und nur für Vögel ein großer Genuss. Floristen verwenden die nach dem Laubfall blattlosen Triebe mit dem überreichen Beerenschmuck gerne für Gestecke. Wer die Zweige in die Vase steckt, hat für Wochen einen Hingucker, der alle Blicke auf sich zieht. Auch im mit Schnee bedeckten Garten ist der unempfindliche, winterharte Strauch aus Nordamerika besonders attraktiv.
Die Rote Winterbeere erreicht im Alter etwa 3 Meter Höhe. Sie passt gut in frei wachsende Naturhecken, ist robust und gedeiht auf jedem nicht zu kalkreichen Boden. Pflanzen Sie jeweils ein männliches und mehrere weibliche Exemplare, damit ein reicher Fruchtansatz zustande kommt.
Nützlicher Beerenschmuck
Auch die leuchtend orangeroten Früchte des Pfaffenhütchens (Euonymus) sind nur für die Singvögel da, aber dafür umso attraktiver. Dies gilt besonders für das seltene Großfrüchtige Pfaffenhütchen (Euonymus planipes), das sich mit Massen von zierlichen rot-orange-violetten Früchten schmückt.
Prächtige Hingucker und über den Winter wertvolles Vogelfutter sind auch die knallroten Früchte der Berberitzen, die von Herbst an die Gärten zieren. Ebenso attraktiv erscheinen die vielen kleinen Blätter, die sich im Herbst leuchtend feuerrot färben. Berberitzen sind außerordentlich robuste und pflegeleichte Gehölze und weil sie klein bleiben, bestens für unsere Gärten geeignet. Sie lieben normal feuchte, leicht saure Böden und gedeihen sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Die auffallende Sorte Berberis thunbergii ,Green Carpet' färbt ihr Laub zudem im Herbst feuerrot. Sie eignet sich für niedrige Hecken, als Einzelstrauch, als dekoratives Strukturelement in Staudenbeeten und für größere Gefäße. Ausgewachsen erreichen die Züchtungen nur 50 bis 70 cm Höhe.
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Skimmia japonica mit Blüten und Früchten
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Immergrüne Sträucher mit besonderer Zier
Es gibt kaum einen immergrünen Strauch, der mehr Vorzüge bietet als die Skimmie (Skimmia japonica). Seine leuchtend grünen, glänzenden Blätter sehen immer ansprechend aus. Dazu kommen rosaweiße Blüten, die herrlich süße Duftwolken verbreiten und sich schon im zeitigen Frühjahr öffen. Ist eine männliche Ski mmie in der Nähe, werden die Blüten bestäubt und bilden für Herbst und Winter viele auffällige rote Beeren -ein toller Schmuck für den winterlichen Garten. Mit ihrem langsamen Wuchs passt die Skimmie überall hin, besonders in Gefäße.
Mahonien sind als robuste, immergrüne Zwerggehölze für niedrige Hecken, Vorgärten und den Gehölzrand bekannt. Dass sie auch herrlich blaue, saftreiche und aromatisch schmeckende Früchte hervorbringen, ist wenig bekannt. Dies gilt sowohl für die im Mai leuchtend gelb blühende Mahonia aquifoliaaus Nordamerika als auch für die japanische Mahonia bealii, die eine Höhe von bis zu 2 Metern erreicht und mit zartgelben, süß duftenden Rispen trotz Schnee und Frost mitten im Winter blüht. Aus den Beeren von beiden Arten kann man vitaminreichen Saft und Marmelade bereiten.