Wie wird die Obsternte in diesem Jahr ausfallen? Gute Voraussetzungen für eine ertragreiche Befruchtung der Blüten sind trockenes Wetter, wenig Wind und Temperaturen über zwölf Grad.
Zumindest in Norddeutschland gab es im vergangenen Jahr kaum einen Kirschbaum, der nicht von den Maden der
Kirschfruchtfliege heimgesucht wurde. Die Maden entwickeln sich aus den Eiern, die die Kirschfruchtfliegen in die sich gelb färbenden Früchte legen. Kirschfruchtfliegen lieben Gelb. Sie lassen sich mit klebrigen, gelben Tafeln, die vor dem Kirschbaum oder an den äußeren Zweigen aufgehängt werden, fangen. Sinnvoll ist auch das kontinuierliche Aufsammeln der herabgefallenen Kirschen, noch bevor die Maden die Früchte verlassen und sich im Erdreich verpuppen.
Zur Abwehr von Maden in Äpfeln, Birnen oder Pflaumen können ab Mitte Mai Pheromonfallen aufgehängt werden. Zum Fangen der
Obstmade, auch Apfel- oder Birnenwickler genannt, und der
Pflaumenmade (Pflaumenwickler) gibt es spezielle Pheromonfallen mit unterschiedlichen Lockstoffen. Die Aussicht auf Erfolg ist eingeschränkt.
Ebenfalls verbreitet sich zunehmend die
Narren- oder Taschenkrankheit an Pflaumen. Diese Pilzerkrankung breitet sich besonders bei kühler, regnerischer Witterung während der Blüte aus. Die infizierten Früchte bleiben geschmacklos, nehmen eine längliche, flache Form an und bilden keine Fruchtsteine, Zur Bekämpfung bleiben nur vorbeugende Maßnahmen: Ein starkes Auslichten der Krone, das Entfernen der befallenen Früchte und bei Neupflanzung die Wahl einer wenig anfälligen Sorte.
Eventuell hilft eine Austriebsspritzung mit Rainfarn-, Schachtelhalm- oder Knoblauchbrühe. Gespritzt wird im zeitigen Frühjahr, wenn sich die Knospenschuppen heben.
Eine chemische Bekämpfung der Kirschfruchtfliege, Obstmaden und Narren- oder Taschenkrankheit ist nicht möglich, da es keine für den Hausgarten zugelassenen Pflanzenschutzmittel gibt.
Stroh zwischen den
Erdbeerpflanzen hält die Früchte sauber und verringert den Befall mit Grauschimmel. Das Stroh nach der Blüte auslegen.
Die
neu gepflanzten Obstbäume bei Trockenheit mit 10 bis 20 Litern je Baum wässern, damit der Wurzelbereich feucht bleibt.
Gartenmonat MaiJetzt, wenn es uns wieder ins Freie drängt, wird deutlich: Der Garten tut gut. Hier können wir pflanzen und säen, ein Stück Umwelt selbst gestalten, das Wachsen der Pflanzen erleben und zur eigenen Ruhe finden. Durch Gartenarbeit trainieren wir in frischer Luft unsere Muskeln, halten unseren Körper fit und empfinden beim Beenden der Arbeit Zufriedenheit. Der Garten ist eine Kraftquelle für Körper, Geist und Seele.