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Jaehner, Ilse

Lauter schöne Sonnenblumen


Die eindrucksvollen Blüten der Sonnenblumen lassen niemanden gleichgültig.
Die eindrucksvollen Blüten der Sonnenblumen lassen niemanden gleichgültig. © Jaehner, Ilse
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August 2009 Sonnenblumen gehören zur Pflanzenfamilie der Körbchenblütler mit zusammengesetztem, doldigem Blütenstand, der von sich dachziegelartig deckenden Hoch- oder Hüllblättern umgeben ist. Die Körbchen setzen sich aus vielen ringförmig angeordneten Einzelblüten zusammen. Die äußeren Blüten, Rand- oder Strahlenblüten genannt, sind auffallend gefärbt und locken Insekten an. Sie sind derart auf ihre Aufgabe als Schauapparate spezialisiert, dass sie geschlechtslos weder Staubbeutel noch Griffel haben.

Die die "Scheibe" des Blütenstandes einnehmenden kleinen, unscheinbaren Blüten sind zwittrig, fruchtbar und für die Samenbildung zuständig. Man nennt sie entsprechend ihrer Stellung im Blütenstand "Scheibenblüten" oder nach ihrer Form "Röhrenblüten". Aus jeder Blüte geht ein Samen hervor, botanisch "Nüsschen". Wenn in der Folge Blüten erwähnt werden, sind Blütenstände gemeint.

nach oben Aus Amerika eingewandert

Heimatland der Gattung Helianthus ist Amerika, hauptsächlich Nordamerika, wo die Arten staudig oder einjährig wachsen. Die Sonnenblume aller Sonnenblumen ist Helianthus anuus. Sie verkörpert im Sommer Fülle und Schönheit, im Herbst Reife und Erfüllung. Die große Zahl schöner Züchtungen wird übersichtlicher, wenn man sie gruppenweise einteilt. Die erste Gruppe präsentiert hohe, ungefüllte, großblumige Sorten, die zweite Gruppe hohe, großblumige, gefüllte, die dritte Gruppe mittelhohe und niedrige, vielblumige und gefüllt blühende. Gefüllt blühende Sonnenblumen entstehen, falls sich nicht nur die Randblüten zu geschlechtslosen Schauobjekten umwandeln, sondern außerdem mehr oder weniger viele Scheibenblüten.

nach oben Sonnenblumen für Vasen

Mehrtriebige, kleinblumige, bunte Sorten konkurrieren stark mit den einblumigen, großblumigen, ungefüllten. Ein großer Vorteil vieltriebiger Sorten besteht darin, dass mit vielen Knospen der Flor länger dauert, man mehr Blüten für Vasen schneiden kann und die kleineren Blütenstände vielblumiger Sorten sich häufig besser in der Vase halten, als die etwas heiklen Riesenblüten.

Vorteilhaft schneidet man Sonnenblumen in den frühen Vormittags- oder späten Nachmittagsstunden und immer mit scharfem Messer. Die Blüten sollen den richtigen Reifegrad haben, was der Fall ist, wenn sich die Randblüten abspreizen und sich etwa drei Kränze Scheibenblüten geöffnet haben. Geschnittene Blüten sofort in Wasser stellen, überflüssige Blätter ausentfernen, Stielenden betont schräg lang anschneiden, eventuell zusätzlich den unteren Stängelteil ein paar Mal in Längsrichtung einritzen, ein Haltbarkeitsmittel ins Vasenwasser geben.

nach oben Sonnenblumen im Garten

Helianthus annuus liebt Sonne und Wärme. Frost vernichtet die Pflanzen. Reichlich Wasser und Nährstoffe lassen das Wachstum in der kurzen Zeit zwischen Frühjahr und Herbst förmlich explodieren. Kommt es auf wettbewerbsfähige Riesenpflanzen an, muss wöchentlich gedüngt und bei Trockenheit sofort reichlich gewässert werden.

Im Garten stehen hohe Sonnenblumen als Reihe an der Grenze oder verdecken den Zaun. Sie machen sich gut als imposante Gruppe zwischen niedrigen Einjahrsblumen oder wo man sonst Blickpunkte schaffen möchte. Sogar Einzelexemplare wirken in begrenztem Raum durchaus tonangebend. Mittelhohe, vielblumige Sorten setzen ebenfalls Akzente in bunten Sommerblumenpflanzungen, füllen etwaige noch vorhandene Lücken auf neu angelegten Staudenbeeten und gehören aufs Schnittblumenbeet.

Helianthus salicifolius ist mit ihren schmalen Blättern und dem ganzen Erscheinungsbild ein krasser Außenseiter. Man verwendet sie in Solitärstellung. Sie blüht unscheinbar mit kleinen Blütchen.
Helianthus salicifolius ist mit ihren schmalen Blättern und dem ganzen Erscheinungsbild ein krasser Außenseiter. Man verwendet sie in Solitärstellung. Sie blüht unscheinbar mit kleinen Blütchen. © Jaehner, Ilse
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nach oben Weidenblättriger Außenseiter

besitzt die weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius. Ihre bis 250 cm hohen Triebe sind dicht besetzt mit ziemlich langen, schmalen Blättern, die ihr ein recht auffallendes Äußeres verleihen. Kaum jemand erkennt sie auf Anhieb als Sonnenblume, zumal sie hierzulande selten blüht und wenn, dann ziemlich unscheinbar mit nur 5 cm großen und anfangs mehr gelbgrünen als gelben Blütchen. Darum verwendet man diese Helianthusart vornehmlich als Blattpflanze, etwa in Einzelstellung am Rand eines Wasserbeckens, wobei zu beachten ist, dass sie trockene Uferplätze braucht, keinesfalls ausgesprochen feuchte.

nach oben Ausdauernde Sonnenblumen

Star aller ausdauernden Helianthusarten ist Helianthus decapetalus ,Capenoch Star’, unter anderem, weil sie nicht wuchert, was manch andere ausdauernde Helianthusart ärgerlicherweise tut. Das gilt übrigens auch für Tobinambur, die "Diabetikerkartoffel", botanisch Helianthus tuberosus. ,Capenoch Star' wächst straff aufrecht, selbst bei schlechtestem Wetter mit viel Regen und Wind. Die gelben, einfachen Blüten erscheinen in reicher Fülle nach dem Hauptflor im August/September bis weit in den Oktober, falls die abgeblühten Blütenstände regelmäßig und bald herausgeschnitten werden.

,Carpenoch Star’ ist gesund, winterhart, anpassungsfähig an unterschiedliche Bodenverhältnisse und lässt sich gut durch Teilung vermehren. Die Pflanze liebt volle Sonne, eignet sich wegen ihres etwa 150 cm hohen Wuchses zur Einzelstellung und passt ebenso gut auf die Staudenrabatte, dort vorrangig in die Nachbarschaft etwas lockerer oder breitwüchsiger Pflanzen, wie mittelhoher Staudengräser und hoher Herbstastern.

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Sonnenblume, Staude, Stauden

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