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Grasfrosch
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Mai 2009 Lurche spielen eine wichtige Rolle in verschiedenen natürlichen Nahrungsketten, als biologische Schädlingsbekämpfer oder als Zeiger für Veränderungen der Qualität unserer Umwelt. Durch den schwanzlosen, gedrungenen Körper, die unbeschuppte und unbehaarte Haut sowie eine meist sitzende oder liegende Körperhaltung sind die Froschlurche erkennbar.
Exemplare mit trockener, warziger Haut sind umgangssprachlich Kröten, jene mit feuchter, glatter Haut Frösche. Das Zusammenfinden der Geschlechter wird durch typische Paarungsrufe der Männchen gefördert. Bei der Paarung wird das Weibchen vom Männchen in der Brustregion umklammert. Kröten setzen ihre Eier in Laichschnüren, Frösche in Laich ballen ins Wasser ab. Die Embryoentwicklung kann einige Tage bis mehrere Wochen dauern. Die weitere Entwicklung durchläuft zwei grundsätzlich verschiedene Stadien: 1. Die mit einem Ruderschwanz und Hornkiefern ausgestatteten Larven oder Kaulquappen, die sich vegetarisch ernähren. 2. Die Lurche mit der typischen Froschgestalt, die dem Landleben angepasst sind und Insekten, Spinnen, Würmer und Schnecken fressen.
Froschlurche sind mit mehreren Familien und vielen Gattungen in Deutschland vertreten: Die Rotbauchunken leben in tiefen Lagen, die Gelbbauchunken sind typische Bewohner des Hügel- und Berglandes. Das Leben der Echten Kröten ist überwiegend landgebunden und nächtlich. Durch das Verzehren zahlreicher Schadinsekten sind die Vertreter dieser Gattung für die Menschen besonders nützlich. Zur Gattung gehören die häufigen Erdkröten, die Kreuzkröten und die seltenen Wechselkröten.
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Wasserfrösche Moorfrosch-Männchen bei der Paarung
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Frösche
Laubfrösche sind sehr beweglich und halten sich gerne auf höheren Stauden, Sträuchern und Bäumen auf. Sie zeichnen sich durch scheibenförmig verdickte Finger und Zehenspitzen sowie eine waagerechte Pupille aus. Unsere Art ist der Europäische Laubfrosch und wohl einer der beliebtesten Froschlurche.
Die Echten Frösche stellen eine der umfangreichsten Gattungen der Froschlurche. Nach Lebensweise und Färbung unterscheidet man bei uns zwei Gruppen:
1. Die außerhalb der Fortpflanzungszeit meist auf dem Land anzutreffenden Braunfrösche mit gelblichen, rötlichen, bräunlichen oder gräulichen Farben. Dazu zählen die Moorfrösche, deren Männchen zur Paarungszeit mit hellblauer bis violetter Färbung auffallen, die eher in der südlichen Europahälfte vorkommenden Springfrösche und die meist nördlicher beheimateten Grasfrösche.
2. Die Grün- oder Wasserfrösche, die während des ganzen Jahres in oder an Gewässern leben und meist grasoder olivgrün gefärbt sind. Zu ihnen zählen die Teichfrösche, die Kleinen Wasserfrösche und die Seefrösche.
Von der Kiemen- zur Lungenatmung
Im Entwicklungszyklus der Schwanz- und Froschlurche wiederholt sich in einigen Wochen oder Monaten vor unseren Augen die dreihundert Millionen Jahre dauernde Stammesgeschichte der höher entwickelten Lebewesen: Aus kiemenatmenden Wassertieren werden lungenatmende Landbewohner.