Mai 2009 Mülleimer verstecken, Fahrräder und Gerätschaften einstellen, ein kleiner Sitzplatz in der Sonne oder nur einfach eine dekorative Grundstücksgrenze mit Blumenkästen - der Gartenzaun kann zum Anbausystem für viele praktische Nutzungen werden. Lassen Sie sich inspirieren zu eigenen Planungen. Am besten zusammen mit dem Nachbarn, dann halbieren sich die Kosten und der Nutzen ist doppelt groß.
Ideen rund um den Gartenzaun sind selten. Bei guter Nachbarschaft braucht es keinen Zaun - und bei schlechter hilft er meist auch nicht. Doch die Enge moderner Grundstücke macht neue Lösungen erforderlich. Warum also nicht den Gartenzaun zur Basis machen für Bauideen, die das Leben und Wohnen praktischer machen?
Zugegeben, Flechtzäune aus dem Baumarkt sind preiswert und praktisch. Schnell montiert, können sie ein kahles Grundstück gut abschirmen. Doch mit den Jahren werden sie Hausbesitzern, die Wert auf eine schöne Grundstücksgestaltung legen, nicht selten langweilig.
Zudem stellt ein Haus praktische Anforderungen ans umgebende Grundstück. Wohin mit den Müllboxen oder den Fahrrädern? Auch Gummistiefel und Schneeschieber wollen vor der Haustür Platz finden. Und ist eine grüne Grenze gefragt, können Blumenkästen nicht nur Fenster zieren, sondern auch den Gartenzaun.
Entsprechend geplant, kann vieles gleich zusammen mit dem Gartenzaun gebaut werden und die üblichen Standard- Boxen sowie Gerätehäuschen ersetzen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine solide Konstruktion nach Art unserer Großeltern. Als Zaunpfosten ins Erdreich einbetonierte, verzinkte Stahlrohre halten nicht nur ein Leben lang, sie sind auch so standsicher, dass an ihnen vieles befestigt werden kann.
Klicken Sie in das Bild um zum nächsten zu gelangen!
Das hier gezeigte Zaunsystem basiert deshalb auf einbetonierten Stahlpfosten. Wobei es wichtig ist, hohe Pfosten oder Elemente mit besonders großer Belastung auch entsprechend tief im Boden zu verankern.
Danach ist die Montage der unterschiedlichen Bauteile geradezu simpel, denn zur Befestigung dienen einfache Rohrschellen. Sie werden einfach auf die Pfosten gesetzt und mittels Schrauben festgeklemmt. Das macht es möglich, Dächer, Regale und sogar Sitzbänke einzuhängen.
Auch lassen sich Holzlatten (6x6 cm) mit Hilfe von Gewindestangen auf die Pfosten klemmen, als Träger für Regale aus wetterfestem Sperrholz. Das Bausystem ist sehr variabel und kann immer wieder verändert werden. Und es bietet die Möglichkeit der beidseitigen Nutzung. So kann auch der Nachbar hier Arbeits- oder Stellflächen anbauen und die Grenze mitgestalten.
Wer diese Idee für zu teuer hält, sollte bedenken, dass langlebige Bauteile ihren Preis haben. Verzinkte Zaunpfosten müssen weder imprägniert noch gestrichen werden und überdauern auch druckimprägnierte Holzpfähle um Jahrzehnte. Das macht die Mehrkosten wieder wett.