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Autor
Eckermeier, Manfred

Mauern und Böschungs befestigung - richtig hergestellt


© Archiv
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Mai 2009 Wer seine Gartengestaltung selbst in die Hand nimmt, wird immer wieder an Punkte kommen, wo selbst ein gesundes Halbwissen nicht mehr weiterführt. Hier sollte man sich nicht scheuen, den Experten zu fragen. Meist ist der gerne bereit, dem Laien hilfreich zur Seite zu stehen. So haben wir Peter Kieffer, zuständig für die Produktentwicklung und Anwendungstechnik bei den Kann-Baustoff werken im rheinischen Bendorf-Mülhofen gefragt, wie denn sach- und fachgerecht Mauern und Böschungsbefestigungen gebaut werden. Wir haben einige überraschende Informationen bekommen.

nach oben Statische Grundlagen

Freistehende Mauern haben als haltende Kräfte ihr Eigengewicht. Kippende Kräfte, also solche, die zum Umkippen der Mauer führen können, sind vor allem der Wind und Sonderlasten wie Zäune oder Tore.

Hinterfüllte Mauern halten ebenfalls durch ihr Eigengewicht. Kippende Kräfte sind hier insbesondere der Erddruck, der Wasserdruck sowie Verkehrslasten durch oberhalb der Mauern vorbeiführende Wege oder Fahrstraßen. Dazu kommen wiederum Sonderlasten durch Zäune oder Tore.

Die Standsicherheit einer Mauer ist also von Ihrem Eigengewicht abhängig. Eine Beispielmauer A mit einem Flächengewicht von 570 kg/m2 kann freistehend 1,40 m und hinterfüllt 0,75 m hoch gebaut werden, eine Beispielmauer B mit einem Flächengewicht von 340 kg/m2 nur 0,75 m bzw. 0,46 m.

Systeme für hohe Belastungen sind Mauerscheiben oder Winkelstützelemente, bei denen die Auflast auf den Fuß ein Kippen des Elementes verhindert. Die statisch genau berechneten Bauteile aus Stahlbeton ermöglichen große Höhen bis 3,05 m. Bei optisch anspruchvolleren Objekten kann solch eine Mauerscheibe auch verkleidet werden.

nach oben Grundsätze

1. Einbauanleitungen und Aufbauhöhen sind dringend zu beachten.
2. Frostfreie und ausreichende Gründung
  • Frostsicheres Material
  • Ausreichende Gründungstiefe
  • Sorgfältige Verdichtung (lagenweise)
3. Schutz vor eindringender Feuchtigkeit
  • Mauerabdeckung
  • Bei Hinterfüllung: wasserdurchlässiges, frostsicheres Hinterfüllmaterial
  • Abdichtung mit Folien
  • Anordnung einer Drainage bei Hangwasser

nach oben Verarbeitungstipps für den Maueraufbau

Verlegung:
Erste Steinreihe in 2 bis 3 cm Mörtelausgleichschicht verlegen

Verklebung möglich mit:
  • frostsicherem, flexiblem Fliesenkleber
  • Dünn- und Mittelbettmörtel für schwach saugende Steine (gut zum Ausgleich bei Maßtoleranzen)
  • Montagekleber (hochpreisig; für kleinere Bauvorhaben; saubere Verarbeitung)

Verfugung der Abdecksteine:
  • Naturstein bzw. Marmorsilikon (Billig-Silikon erzeugt Verfärbungen und löst sich wegen eines hohen Anteils an Essigsäuren ab)
  • Transparente Silikone sind zu bevorzugen (am universellsten; ggf. farblich abgestimmte Silikone)

Stampfbeton zur Verfüllung:
  • Rezept: 1 Teil Zement auf 3 bis 4 Teile Kiessand (trocken vormischen)
  • Erdfeucht: Vorsichtig nur so viel Wasser zugeben, bis sich ein Ball aus der Masse formen lässt
  • Trasszement: neigt nicht so stark zu Ausblühungen

Gebrochene Oberflächen:
  • ggf. Steinoberflächen mit Scharriereisen vorsichtig nachbossieren
  • Steine drehen

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Schlagworte dieser Seite:

Begrenzung, Gartenzaun, Mauer, Zaun

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