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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Autor
Stein, Dagmar

Farbenfrohe Frühlingsgehölze


Zierquitte, Chaenomeles japonica
© Stein, Dagmar
Zierquitte, Chaenomeles japonica
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April 2009 Die schönste Jahreszeit beginnt mit den ersten warmen Frühlingstagen und verlockt mit einem Meer von Blüten. Viele Gehölze haben jetzt ihre Hauptblütezeit. Mit leuchtenden Farben und süßen Düften erfreuen sie uns Menschen und bereiten dabei auch Schmetterlingen, Bienen und Hummeln einen reich gedeckten Tisch.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der in den Alpen heimischen Schneeheide (Erica carnea) zu. Als einzige Heide verträgt sie sowohl kalkhaltigen als auch sauren Boden. Massen von rosa oder weißen Blütchen bieten bis in den April Zitronenfaltern und anderen hungrigen Insekten einen reich gedeckten Nektartisch.

Auch der heimische Seidelbast (Daphne mezereum) ist sehr attraktiv, nicht nur durch herrlich süßen Duft sondern auch durch dichte Trauben von purpurvioletten Blüten. Mit nur etwa 1 Meter Höhe passt der Zierstrauch hervorragend in kleine Gärten, Vorgärten und sogar in Gefäße, zu Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen. Allerdings sind alle Pflanzenteile stark giftig. In Haushalten mit Kindern sollte man daher zur rosa blühenden Zwergmandel (Prunus tenella) greifen. Der im Burgenland heimische Kleinstrauch wurde wegen seiner Blütenfülle und prächtigen Erscheinung schon von Goethe geschätzt. Der Strauch blüht etwas später als der Seidelbast, was kein Nachteil sein muss.

nach oben Kätzchenblüten

Besonders empfehlenswert ist auch der schwach wachsende Federbuschstrauch (Fothergilla gardenii) , der von April bis Mai über lange Wochen mit kätzchenähnlichen grünlich-weissen Blütenständen erfreut, maximal einen Meter hoch wird und im Herbst noch eine stimmungsvolle Färbung bietet. Damit nicht genug: der Platz sparende Strauch duftet süß und angenehm.

Mit gelben Farbtönen warten die wohlbekannten Goldglöckchen (Forsythien) oder die asiatischen Kerrien (Kerria japonica 'Plenifloa’) auf. Die meist dicht gefüllten kugelförmigen Blüten erscheinen in Mengen auf dem etwa 150 cm hohen robusten Gehölz, das auch Halbschatten verträgt.

Zur Osterzeit schmückt sich der Duftschneeball (Viburnum x burkwoodii) mit lockeren weißen Blütenbällen, die herrlich süß nach Frühling duften. Dieses zauberhafte Gehölz trägt auch im Winter grüne Blätter.

Scheinhasel (Corylopsis pauciflora)
© Stein, Dagmar
Scheinhasel (Corylopsis pauciflora)
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nach oben Kleine Edelsteine

Ein weiterer Edelstein unter den Frühlingsblühern ist mit zierlichem Wuchs und Massen von zartgelben zierlichen Blüten die Scheinhasel (Corylopsis pauciflora) . Der kleine Strauch erreicht selten mehr als 1,50 Meter Höhe und passt deshalb gut in halbschattige Vorgärten, zu immergrünen Koniferen, in Steingärten, zu Tulpen, Narzissen und weiteren bunten Frühlingsblumenzwiebeln.

Etwas Besonderes sind auch die in leuchtenden Rot- oder Rosatönen blühenden Zierquitten (Chaenomeles japonica) . An dünnen, oft malerisch gebogenen Zweigen sitzen schalenförmige Blüten mit goldgelben Staubgefäßen. Man kann die Zweige in der Vase schon ab Januar leicht vortreiben. Im Freien ist das mit Dornen bewehrte Gehölz ideal für niedrige Hecken, hält aber im Herbst noch eine Überraschung bereit: die knapp apfelgroßen gelben Quittenfrüchte sind essbar und ergeben ein vitaminreiches, leckeres Gelee.

nach oben Gehölze aus Fernost

Zahlreiche interessante Gehölze sind in Fernost beheimatet. Zum Beispiel die immergrüne Skimmie (Skimmia japonica) .

Bei diesen schönen, langsam wachsenden Zwergsträuchern gibt es getrennte Geschlechter. Die männliche Sorte 'Rubella’ blüht in milden Wintern schon von November bis April mit rosaweissen Blütendolden, die herrlich süß duften, aber keine Früchte bringen. Leuchtend rote, haltbare Beeren gibt es nur auf weiblichen Pflanzen, deshalb ist eine Mischpflanzung angebracht. Oder Sie verwenden die etwas schwachwüchsigere Skimmia reevesiana, die beide Geschlechter beinhaltet und deshalb attraktiv aussieht.

Sternmagnolien (Magnolia stellata)
© Stein, Dagmar
Sternmagnolien (Magnolia stellata)
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Sternmagnolien (Magnolia stellata) sind wahre Blütenwunder, wenn man sie jedes Jahr einkürzt und damit zu kugelförmigem Wachstum herausfordert. Sogar lockere Hecken sind auf saurem Boden möglich. Die reinweißen Blüten erscheinen schon zeitig im April. Geben Sie ihnen einen geschützten Standort, denn wie alle Magnolien sind auch diese klein bleibenden Sträucher durch Fröste gefährdet. Dies gilt auch für ihren baumartig wachsenden Verwandten, die prächtige Magnolia soulangiana mit vielen zapfenförmigen zartrosa Blüten, die sich im Mai öffnen. Das Gewächs kann fünf bis sechs Meter Höhe und den gleichen Durchmesser erreichen. Die "Blumen des chinesischen Kaisers" sind immer noch etwas ganz Besonders zum Schmücken von Vorgärten in sonniger Lage.

Nelkenkirschen Skimmie (Skimmia jap.)
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Nelkenkirschen Skimmie (Skimmia jap.)
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nach oben Japanische Blütenträume

Wollen Sie den Zauber der japanischen Kirschblüte erleben, steht eine große Auswahl an Zierkirschen-Sorten bereit. Ob als Bonsai oder mit Platz sparendem, zum Himmel strebendem Säulenwuchs, die meistens rosa oder weißen Formen lassen kaum einen Wunsch offen. Die beliebten dicht gefüllten Nelkenkirschen (Prunus serrulata) gibt es als Bäume für größere Gärten und Alleen oder als malerische Hängeformen (Prunus serrulata 'Kiku-Shidare’) , unter denen man inmitten aller Blütenpracht sitzen und die schönen Tage genießen kann. Zierkirschen passen gut in die Umgebung von Wasser, in die Gesellschaft von Rhododendren und Azaleen oder zu Farnen. In Naturgärten und in Vorgärten sind zierliche Sorten angebracht wie z.B. die halb gefüllte zartrosa Prunus subhirtella oder die bezaubernde Hängeform (Prunus subhirtella 'Pendula Plena’) .

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