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Autor
Stein, Dagmar

Für jeden Garten einen Hausbaum


Ein Kugelahorn (Acer platanoides) fügt sich dekorativ ins Beet nahe am Haus ein.
Ein Kugelahorn (Acer platanoides) fügt sich dekorativ ins Beet nahe am Haus ein. © Stein, Dagmar
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März 2009 Früher gab es in vielen Orten einen schönen Brauch: die Geburt eines Kindes wurde mit dem Pflanzen eines neuen Hausbaumes gefeiert. Jeder freute sich über den Nutzen, den der Baum später bringen würde und manche Erinnerung war fortan mit dem "Lebensbaum" verbunden. Eichen und Kastanien, Linden oder Eschen, Ulmen und Nussbäume sind heute außer Mode - es fehlt häufig ganz einfach der Platz. Dafür bieten sich Bäume mit kleinen Kronen als Schattenspender an.

Als Zierdeund Schattenspender kommen vor allem die Obstarten gut an. Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Mirabellen und - sehr dekorativ wegen der gelben Früchte - Apfel- oder Birnenquitten sind Gehölze, die viel Abwechselung bringen. Herrliche Blüten im Frühjahr, Schatten im Sommer und Früchte im Herbst.Werden sie zu groß, kann man sie durch einen kräftigen Rückschnitt problemlos verjüngen.

Eberesche: Sorbus aucuparia.
Eberesche: Sorbus aucuparia. © Stein, Dagmar
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nach oben Zierbäume im Vorgarten

Eine Vielzahl von schwach wachsenden, kleinkronigen oder von Natur aus klein bleibenden Bäumen kommt mit den beengten Verhältnissen in Vorgärten oder sogar in größeren Kübeln zurecht. Dabei ist nahezu jede Kronenform denkbar (kugelförmig, aufrecht und schlank bis schmal und säulenförmig).

In Städten ist vor allem die klein bleibende Kugelform 'Nana’ des edel wirkenden Trompetenbaums (Catalpa bignoides) beliebt. Allerdings hat das auf Stämmchen veredelte Gehölz (wie alle Kugelbäume) seine Blühfähigkeit verloren. Doch die an den Süden erinnernden Blätter und die Baumform sind sehr repräsentativ.

Die Goldulme der Sorte ‘Wredei’wird bis zu achtMetern hoch.
Die Goldulme der Sorte ‘Wredei’wird bis zu achtMetern hoch. © Stein, Dagmar
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Weitere Favoriten für kleine Anwesen sind der Kugelahorn (Acer platanoides 'Globosum’) und die Kugelakazie (Robinia umbraculifera). Purpurrosa blüht die Borsten-Akazie (Robinia hispida 'Macrophylla’), ein nur drei Meter hohes Blütengehölz für den Hausgarten mit traubigen Blütendolden von Mai bis Juni. Die Schein- oder Pfennigbuche (Notofagus antarctica) mit zierlichen Blättern verträgt ebenfalls jeden Rückschnitt.

Zirka 15 Meter hoch wird der Zuckerahorn (Acer saccharum 'Wieri’), dessen lockere Zweige leicht überhängen und sich im Herbst herrlich färben. Der Kugelahorn (Acer platanoides 'Globosum’ mit grünen Blättern ist besonders pflegeleicht und passt sich gut auch belastetem Stadtklima an.

Die Goldulme (Ulmus minor 'Wredei’) streckt sich auf kleinem Raum fünf bis acht Meter in die Höhe und verträgt sogar abgasbelastete Stadtluft. An heißen, prall sonnigen Stellen ist dieses lichtempfindliche Gehölz trotz seiner Schönheit weniger angebracht, denn die Blätter können bei Extremwetter braune Ränder bekommen.

Die essbare Kirschpflaume Prunus cerasifera ist gelb bis braunrot, je nach Besonnung.
Die essbare Kirschpflaume Prunus cerasifera ist gelb bis braunrot, je nach Besonnung. © Stein, Dagmar
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nach oben Beerenspaß für Tiere

Auch unter den Ebereschen, die man besser als "Vogelbeeren" kennt, gibt es mehrere Spielarten mit begrenztem Wuchs: Die Säuleneberesche (Sorbus thuringiaca 'Fastigiata’) geht raumsparend in die Höhe, 'Majestica’ mehr kugelförmig in die Breite, 'Gibbsii’ wächst niedrig mit breit ausladender Krone. Die Vogelbeeren sind durch mehrere gute Eigenschaften wertvoll: Sie sind in Europa heimisch, also der Tierwelt angepasst, und die dunkelgrünen Blätter sehen gut aus. Im Mai oder Juni machen die Bäumchen mit weißen Blüten und würzigem Duft auf sich aufmerksam und im Spätsommer schmücken sie sich mit herrlich leuchtendroten Beeren. Wie der Name schon sagt, sind sie eine begehrte Nahrung für die Vogelwelt.

Von herbem Reiz ist auch die Schwedische Mehlbeere (Sorbus intermedia), ein kleinkroniger Baum mit weißen Blüten und dekorativen bemehlten Blättern. Im Herbst gibt es zahlreiche große leuchtendrote Früchte.

nach oben Pflege-Tipps

Hausbäume sind anspruchslos

  • Erst nach mehreren Jahren ist bei Kugelbäumen ein Rückschnitt der Triebe auf 20 cm oder ein Auslichten erforderlich.
  • Bei Trockenheit wässern.
  • Auf nährstoffarmen Böden im Frühjahr düngen.

Das Pflanzen ist aus Containern während der ganzen frostfreien Zeit möglich. Bäumchen mit nackten Wurzeln werden von November bis April gepflanzt.

nach oben Schöne Blüten

Lieben Sie auffällig blühende Gehölze, dann sind auch der Rotdorn (Crataegus monogyna 'Kermesina Plena’) und die rot blühende Kastanie (Aesculus carnea 'Briotii’) erste Wahl. Beide waren früher häufiger auf Straßen und in den Gärten zu finden. Sie blühen zur besten Jahreszeit: Ende Mai bis Juni. Nicht zu vergessen sind auch die wunderschönen rosafarbenen oder weißen Zierkirschen mit ihrem unterschiedlichen Wuchs: Die Kugelkirsche (Prunus fruticosa 'Nana’) hat Kugelform, die zierliche frühblühende Zierkirsche (Prunus subhirtella 'Accolade’) wächst locker ausgebreitet und 'Amanogawa’ säulenförmig.

Die häufigst verwendete Blutpflaume ist die Sorte 'Nigra'.
Die häufigst verwendete Blutpflaume ist die Sorte 'Nigra'. © Stein, Dagmar
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nach oben Sträucher mit Baumcharakter

Steigender Beliebtheit erfreuen Sträucher, die später einen kleinen Stamm entwickeln wie Fliederbäumchen oder Goldregen. Empfehlenswert sind auch die Zieräpfel (Malus floribunda) mit großen Mengen zartrosa bis dunkelrosa Blüten und schönen gelben oder roten Früchten im Herbst. Auch die heimischen Kornelkirschen (Cornus mas) und das Europäische Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) haben im Herbst mit auffällig bunt gefärbten Früchten einen zweiten Auftritt.

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