Endivien oder Friséesalat (Cichorium endivia) und der Zichoriensalat 'Zuckerhut' (C. intybus) werden ausschließlich in diesem und im nächsten Monat
ausgesät. Ferner sind Aussaaten von Kohlrabi, Mairüben, Mangold, Möhren, Radies und Rettichen, Rote Bete, Stielmus oder Blattstielgemüse, Spinat, Batavia-, Eis-, Kopf-, Pflück- und Romanasalaten, Lauchzwiebeln und Porree zum Überwintern möglich.
Blattläuse auf Salatblättern müssen nicht sein, denn es gibt blattlausresistente Sorten bei Eis- und Kopfsalat und dem Lollo-Sortiment.
In klimatisch weniger günstigen Gebieten sollten wir erst Anfang des Monats Tomaten, Gurken, Knollensellerie, Kürbis, Paprika und Zucchini
pflanzen. Noch wärmebedürftiger sind Melonen, die wir erst bei Sommerwetter auspflanzen sollten. Ferner können Blumen-, Grün-, Kopf- und Rosenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Porree während des Monats gesetzt werden.
Damit
Spargel genügend Reservestoffe für das nächste Jahr bilden kann, endet die Entezeit am 24. Juni, im ersten Erntejahr sogar vierzehn Tage früher.
Rhabarber ist etwas robuster und kann bis Anfang Juli beerntet werden.
Tomaten brauchen trockenes Laub und viel Wasser im Wurzelbereich. Ein Regendach aus UV-stabilisierter Folie ist der beste Schutz gegen die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans), eine Pilzkrankheit, die sich auf feuchten Pflanzen ausbreitet. Tomatenpflanzen rechtzeitig aufbinden und immer wieder die Geiztriebe in den Blattachseln und kranke Blätter ausbrechen.
Bei dichtem Stand im
Gewächshaus sorgt das Entfernen der unteren Blätter für gute Durchlüftung und mehr Trockenheit. Zur besseren Befruchtung werden Tomaten im Gewächshaus zwei- bis dreimal in der Woche geschüttelt. Am besten am späten Vormittag, wenn die Luft noch feucht aber nicht vollständig trocken ist. Im Freien übernehmen Insekten und der Wind die Bestäubung
Im
Gewächshaus fühlen sich nicht nur Wärme liebende Pflanzen wohl, sondern auch Schädlinge. Um den Befall frühzeitig zu bemerken hat sich das Aufhängen von Leimtafeln zwischen oder direkt über den Pflanzen bewährt. Weiße Fliegen oder Mottenschildläuse, Trauermücken und geflügelte Blattläuse werden durch gelbe und Thripse durch blaue Leimtafeln angelockt. Häufig reicht die Bekämpfung mit dieser Methode nicht aus. Bewährt hat sich die Kombination mit Leimtafeln zur Früherkennung und der rechtzeitige Einsatz von Nützlingen, wenn der Schädlingsbefall noch gering ist.
Einige Gemüsearten wie der
Feldsalat (Valerianella locusta) sind zweijährig, das heißt, dass sie im ersten Jahr vegetativ wachsen und im folgenden Jahr Blüten und Samen bilden. Falls Feldsalat vom letzten Jahr stehen geblieben ist, kann jetzt der Samen geerntet werden. Die Fruchtstände vorsichtig abschneiden, denn die Samen fallen leicht aus.
Gartenmonat JuniBesonders in diesem Monat locken Blüten verschwenderisch mit Düften. Für den betörenden Wohlgeruch der Polsterstauden wie Pfingst- (Dianthus-Gratianopolitanus-Hybriden) und Federnelken (D.-Plumarus-Hybriden) müssen wir uns bücken. Die höher wachsenden Bartnelken (D. barbatus) machen es uns wie die Bauern- (Paeonia officinalis) und die noch intensiver duftenden Edelpfingstrosen (Paeonia-Lactiflora-Hybriden) leichter. In die weiche Frühsommerluft mischen sich auch die Blütendüfte des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra), der Robinie (Robinia pseudoacacia) und des Ligusters (Ligustrumvulgare). In der Beliebtheitsskala ganz oben steht nach wie vor die klassische Duftrose.