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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Dezember



Die Samen der Gemeinen Waldrebe (Clematis vitalba) reifen erst spät im Jahr, um dann von den Frühjahresstürmen weit fortgetragen zu werden.
© Roth
Die Samen der Gemeinen Waldrebe (Clematis vitalba) reifen erst spät im Jahr, um dann von den Frühjahresstürmen weit fortgetragen zu werden.
Dezember 2016 Wenn sich die Termine in der Vorweihnachtszeit zu sehr überstürzen, bietet der Dezember-Garten ausgleichende Ruhe, ganz ohne Arbeit, die dringend zu erledigen ist.

nach obenZierpflanzen

Laubholz-Hecken können im Laufe der Jahre kahl und unansehnlich werden. Durch einen sehr kräftigen Rückschnitt erlangen die Hecken in wenigen Jahren ihr schönes Aussehen zurück. Der optimale Schnitttermin ist zu Beginn des Winters, weil dann den "Schlafenden Augen" genügend Entwicklungszeit bis zum Frühjahr bleibt und sie besonders zahlreich austreiben.

Kübelpflanzen leiden im Winterquartier oft unter schlechten Lichtbedingungen. Die geschwächten Pflanzen sind besonders anfällig für Schädlingsbefall. Trotz des Winters sind Blattläuse, Weiße Fliegen oder Spinnmilben häufige Schädlinge. Kontrollieren Sie die Pflanzen öfter und leiten Sie, wenn erforderlich, frühzeitig Schutzmaßnahmen ein.

Schädlinge in kleinen Mengen lassen sich mit einem feuchten Schwamm abwischen oder mit den Fingern zerdrücken. Wenn sich Schädlings-Kolonien an den Triebspitzen gebildet haben, dann ist das Abschneiden der Spitze zweckmäßig.

Bei geringem Befall genügt es manchmal, klebrige Leimtafeln in Pflanzenhöhe aufzuhängen. Weiße Fliegen fühlen sich von gelben und Thripse von blauen Leimtafeln magisch angezogen. Ein sehr kleiner Schädling ist die Rote Spinne, die verborgen auf der Blattunterseite an den Pflanzen saugt. Dieser Schädling verträgt keine Feuchtigkeit und kann täglich durch Besprühen mit Wasser bekämpft werden. Bei hartnäckigem Schädlingsbefall bleibt als letzte Maßnahme der chemische Pflanzenschutz.

nach obenObst

Wenn Sie noch Obstgehölze pflanzen wollen, dann sobald wie möglich, denn bei sinkender Bodentemperatur nimmt die Wurzelbildung ab. Die Pflanzen wachsen dementsprechend schlechter an. Achten Sie bei der Standortwahl auf ausreichenden Abstand der Gehölze zueinander und zum Nachbargrundstück. Bäume werfen mit fortschreitendem Wachstum immer mehr Schatten. Bedenken Sie, dass der Boden unter der Baumkrone für den Gemüseanbau ungeeignet ist und dort auch Rasen schlecht wächst.

Soll ein junger Obstbaum an den Platz eines alten gepflanzt werden, dann ist grundsätzlich ein Wechsel zwischen Kern- und Steinobst, sinnvoll.

Wenn aber kein Wechsel stattfinden soll, dann muss möglichst viel altes Wurzelwerk ausgegraben und das entstandene Loch mit frischem Boden, z. B aus dem Gemüseland, verfüllt werden. Wird der Wurzelstock nicht entfernt, ist ein Mindestabstand zwischen dem alten Stamm und dem des neuen Baumes von 1,5 m einzuhalten.

Beim Ersatz eines kranken Baumes ist ein Wechsel zwischen den Obstarten zwingend erforderlich.

Zu den kälteempfindlichen Obstarten zählen Aprikose, Pfirsich, Süßkirsche, Kiwi und Tafelwein. Besonders in den ersten Jahren sind diese Gehölze für einen Kälteschutz dankbar, während sie mit zunehmendem Alter kälteunempfindlicher werden.

Die Wurzeln können Sie mit einer Mulchschicht aus Laub schützen. Damit sich Mäuse nicht zum Überwintern eingeladen fühlen und womöglich die Rinde annagen, sollte das Laub erst nach den ersten Frösten ausgebracht werden. Als Kronenschutz eignen sich Nadelholzreisig und Jute.

Um Krankheiten vorzubeugen, sollten Sie eingelagerte Äpfel und Birnen öfter auf Fäulnis kontrollieren. Je niedriger die Temperatur ist und je intensiver gelüftet wird, desto besser ist die Haltbarkeit der Früchte. Ein Lager zusammen mit Kartoffeln oder anderem Gemüse, mindert, wegen der Ausscheidung von Äthylen, die Haltbarkeit.

nach obenGemüse

Klassisches Wintergemüse sind Grün-, Palm- und Rosenkohl. Auch wenn dieser Kohl Kälte verträgt, so schützt ihn doch Gemüsevlies vor Trockenschäden durch Frost. Ebenfalls unter Vlies fühlen sich Porree, Feldsalat, Radicchio (z. B. 'Roter von Verona') und Winterportulak oder Winterpostelein wohl. Absolut winterhart sind Teltower Rübchen, Topinambur, Hafer- und Schwarzwurzeln.

Kürbisse halten in einem kühlen und trockenen Raum etliche Wochen lang frisch. Damit die Früchte keine Druckstellen bekommen, werden sie auf Wellpappe gelagert und ab und zu gewendet.

Im Gemüsegarten ist so gut wie nichts zu tun. Eventuell ist noch vorhandenes Unkraut zu entfernen, denn es gibt Wildkräuter, die sogar im Winter wachsen und Samen reifen lassen.

Leere Beete sollten Sie mit einer schützenden Mulchschicht aus Ernterückständen, Laub oder krautigen Schnittabfällen bedecken.

Wer noch vor dem Frost Petersilie und Schnittlauch eintopft, kann die Kräuter während des Winters hereinholen und zum Treiben auf die Fensterbank stellen. Angebrochene oder noch unversehrte Saatguttüten sollten nicht in der feuchten Gartenlaube lagern. Bewahren Sie das Saatgut trocken in einem verschlossenen Gefäß kühl und dunkel auf. Auch selbst geerntetes Saatgut wird nach dem Trocknen und Reinigen in gleicher Weise verwahrt.

Voraussetzung für das Sammeln eigener Saat ist, dass die Sorte samenfest ist, also ihre Eigenschaften komplett an die Nachkommen vererbt. Bei den F 1-Hybriden ist das nicht der Fall. Diese Sorten prägen nur in der 1. Tochtergeneration (F 1 = 1. Filial- oder Tochtergeneration) einheitliche Eigenschaften aus. Alle nachfolgenden Generationen spalten in verschiedene Merkmale auf.

Ob die Saat während des Lagerns Schaden genommen hat, lässt sich einfach überprüfen. Dazu legen Sie feuchtes Küchenvlies mit zehn Saatkörnern auf einen Teller und decken einen umgestülpten Teller darüber. Bei großen Samen wie bei Erbsen und Bohnen verwenden Sie anstelle des Küchenvlieses eine Sandschicht, die mehr Wasser aufnehmen kann. Je nach Pflanzenart entwickeln sich nach ein bis drei Wochen Keime. Ist weniger als die Hälfte des Saatguts gekeimt, ist es für die Aussaat ungeeignet. Beträgt die Keimfähigkeit unter 80 Prozent, muss entsprechend dichter ausgesät werden.

nach obenNordmanntannen sind Spitze

Die beliebteste Baumart für den Christ- oder Weihnachtsbaum ist die Nordmanntanne. Ihre weichen Nadeln, die in sattem Grün glänzen und lange an den Zweigen haften, machen sie so begehrt. Wer eine Nordmanntanne im Garten heranziehen möchte muss sich gedulden. Acht bis zehn Jahre braucht der Baum, um zwei Meter Höhe zu erreichen.

In den letzten Jahren wurden jeweils 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Damit ist kein Frevel an Wäldern verbunden, denn über 90 Prozent der Bäume stammen aus speziellen Weihnachtsbaumplantagen. Wer umweltbewusst kaufen möchte, wählt einen Baum aus der Region, der einen kurzen Transportweg hinter sich hat.

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Gartenjahr
Sonnenblumen (Helianthus annuus) brauchen einen kräftigen, nahrhaften und ausreichend feuchten Boden, um ihre enorme Wuchsleistung zu entfalten. Auch als Topf- oder Balkonpflanze bereitet sie viel Freude.
© Roth, Wolfgang
Im Gartenmonat Juli werden viele Obst- und Gemüsearten geerntet, einiges gesät oder gepflanzt. Auch Gehölze warten bereits auf den Rückschnitt. Es ist aber auch die Zeit, den Garten zu genießen.
Pflanzen
Artenreiche Pflanzungen bringen Leben in den Garten.
© Görlitz, Sven
Gärtnern, spielen, feiern, Natur erleben, Ideen verwirklichen, Obst und Gemüse ernten, entspannen und genießen − all das und vieles mehr bietet der eigene Garten. Doch nicht nur das, für viele Tier- und Pflanzenarten stellen Hausgärten einen unersetzlichen Lebensraum dar. Vorausgesetzt der Garten wird entsprechend vielfältig gestaltet.
Gartenjahr
Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.
© Roth
Oft wird der Oktober als goldener Monat beschrieben. Den Grund liefern der Farbwechsel unserer heimischen Laubgehölze und das goldene Licht der tief stehenden Sonne.

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