Dezember 2011 Dunkelgrün glänzen glänzen die weichen Nadeln der Abies nordmaniana, der beliebtesten Baumart für den Christ- oder Weihnachtsbaum. Wer ihn im Garten heranziehen möchte muss sich gedulden. Acht bis zehn Jahre braucht der Baum, um zwei Meter Höhe zu erreichen. Die Jahre bis zur Ernte müssen wohl mit gekauften Weihnachtsbäumen überbrückt werden. Von den 23 Millionen Bäumen, die deutsche Stuben schmücken und mit frischem Harzduft erfüllen, stammen etwa 90 Prozent aus speziellen Weihnachtsbaumplantagen.
Wenn der Weihnachtsbaum nach dem "Plündern" seine Funktion erfüllt hat, können die Zweige als Schutz vor Winterschäden bei Stauden, Kräutern und Rosen verwendet werden. Die Zweige schirmen vor frostigen Winden ab und mit ihrem Schatten schützen sie vor zu starker Sonneneinstrahlung.
Die oberste Schicht unserer Gartenbeete wird von einer Lebensgemeinschaft besiedelt, die entscheidend für die Fruchtbarkeit des Bodens ist. In einer Handvoll Erde steckt milliardenfaches Leben. Es setzt sich aus Bakterien, Fadenpilzen, Grünalgen, Protozoen und kleinsten Tieren zusammen. Durch das Zusammenwirken der Bodenorganismen werden Falllaub, Stallmist und anderes organisches Material zerkleinert und abgebaut. Am Ende des Prozesses bleiben einzelne Mineralien übrig. Diese stehen dann als Nährstoffe neuem Pflanzenwachstum zur Verfügung. Durch das Bodenleben wird auch Humus gebildet, die Bodenstruktur stabilisiert und die Wasserspeicherung verbessert.
Die nachhaltige Bodenfruchtbarkeit hängt von der Aktivität der Bodenorganismen ab. Diese fördern wir durch organische Materialien wie Kompost, Stallmist und Gründünger, durch das Liegenlassen herabgefallener Blätter oder durch eine Mulchschicht, die im Winter eine kuschelige Decke ist. Die Mikroorganismen mögen keine sauren und verdichteten Böden. Gegebenenfalls ist die Regulierung des pH-Wertes durch Kalkgaben und eine mechanische Bodenlockerung erforderlich.
Die Nährstoffgehalte und der Kalkzustand im Gartenboden verändern sich. Eine chemische Bodenuntersuchung gibt Aufschluss über den aktuellen Stand. Die Analyse mit der entsprechenden Düngeempfehlung wird im Bodenuntersuchungslabor erstellt. Die Anschrift finden Sie beispielsweise im Internet unter
http://www.agrolab.de .
Zur Untersuchung muss eine Erdprobe eingeschickt werden. Es ist sinnvoll, unterschiedliche Gartenbereiche wie Rasen oder Gemüsebeete getrennt untersuchen zulassen. Die Proben müssen dann entsprechend beschriftet werden.
Damit die Erdprobe den Gartenbereich repräsentiert, entnimmt man zehn Einzelproben. Dazu stechen Sie mit dem Spaten zehn dünne Erdscheiben aus dem Boden und sammeln diese in einem sauberen Eimer. Anschließend wird alles gut durchmischt. Für die Untersuchung im Labor genügt ein halber Liter Erde. Füllen Sie von der Mischung die entsprechende Menge in einen Plastikbeutel und schicken Sie ihn als Warensendung an das Labor.
Gartenmonat DezemberDie Gartenarbeit kann ruhen. Wir können unsere freie Zeit ganz dem vorweihnachtlichen Treiben widmen. Falls aber doch der Adventstrubel zu stressig empfunden wird, bietet der Garten Ausgleichsmöglichkeiten. Bei trockenem, frostfreiem Wetter ist der Rückschnitt von Ziersträuchern und Obstgehölzen möglich. Ferner können endlich Arbeiten erledigt werden, für die sonst nie Zeit ist - das Aufräumen oder Reparieren der Gartenlaube oder des Gewächshauses.