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Autor
von Soosten, Rolf

Winterarbeiten an Obstgehölzen


Winterarbeiten an Obstgehölzen
© boutpixel.de/Die Äpfel sind voll Reif © Arnim Schindler
Winterarbeiten an Obstgehölzen
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November 2008 Für den Besitzer eines Haus- oder Kleingartens gibt es keine Winterruhe. Ist nicht jetzt die rechte Zeit, die Obstgehölze auf überwinternde Schädlinge zu inspizieren? Wie dicht ist der Besatz an Eiern der Roten Spinne, von Blattläusen und Blattsaugern?

Schadschwellenwerte gibt es im Erwerbsobstbau. Danach werden Mengen von 1.000 bis 2.000 Eier je zwei Meter Astlänge toleriert. Sind es wesentlich mehr, wird man über eine Bekämpfung nachdenken müssen. Die Kontrolle auf Eier von Blattläusen und anderen Schädlingen dient in erster Linie dazu, im Frühjahr auf einen eventuellen Befall gefasst zu sein. Der Winter und insbesondere die Temperaturen während des Austriebs und damit des Schlupfes können häufig eine erhebliche Reduzierung verursachen. Empfehlenswert im Sinne einer vorbeugenden Bekämpfung ist das Ausschneiden der Krebsstellen. Auf den vom Pilz hervorgerufenen Wülsten bilden sich im zeitigen Winter die Fruchtorgane in Form kleiner dunkelroter Kügelchen. An ihrer Spitze treten aus einer Öffnung die Sporen heraus, die in der zweiten Winterhälfte Rindenrisse und Schnittwunden infizieren. Um dieses Potential zu beseitigen, sollte sofort nach dem Laubfall der Baumbestand von krebsverdächtigen Wucherungen befreit werden und diese der Müll abfuhr zugeführt werden!

Sind durch gröbere Schnittmaß nahmen Sägewunden, Bruchstellen oder Wunden beim Verjüngungsschnitt entstanden, sollten deren Ränder und Flächen mit einem scharfen Messer glatt geschnitten werden. So verhindert man das Eindringen von Krebssporen und Sporen anderer Holz zersetzender Pilze.

nach oben Pflegen und Prüfen

Jetzt ist auch die Zeit für die Pflege der Baumscheiben. Dabei ist das Umgraben nicht sinnvoll, weil damit das Wurzelwerk beschädigt werden kann. Es sollte unkautfrei sein und eventuell mit Kompost oder Schredder-Material abgedeckt werden. Wurzelschosse schneidet man besser an ihrer Basis und nicht über dem Boden ab, sonst hat man im Folgejahr eine weit größere Anzahl.

Die Bindungen, mit denen die Stämme an den Baumpfählen festgebunden sind, können sich langsam lösen. Herbst und Winter bringen Stürme, bei denen besonders nach hohen Niederschlägen die Bäume schief geweht werden. Das Wurzelwerk löst sich und das Wachstum im nächsten Jahr leidet. Daher sollten Pfähle und Bindungen überprüft werden.

nach oben Nährstoffe nicht vergessen

Sehr zu empfehlen ist das Ausheben von Pflanzgruben für Neupflanzungen im nächsten Frühjahr. Der Frost lockert den Boden und beseitigt Schädlinge, die dort Winterschutz suchten.

Um einen Eindruck über die Versorgung seines Gartenbodens zu bekommen, sollte jetzt eine Bodenprobe genommen werden. Zuverlässige Untersuchungsinstitute stellen die pflanzenverfügbaren Mengen der wichtigsten Nährstoffe fest und geben Hilfe bei der Düngerberechnung. Man sei sich darüber im Klaren, dass alle Pflegemaßnahmen nichts nützen, wenn einer der Nährstoffe nicht im ausreichenden Maße vorhanden ist. Diese Untersuchung wird alle drei bis vier Jahre nötig sein, denn, vom Stickstoff abgesehen, verändern sie sich nur langsam. Der Kompost kann aber längst nicht alle Nährstoffe ersetzen! Sollte man sich nicht zur Nährstoffuntersuchung durch ringen können, vergessen Sie die Kalkung nicht! Mit der Kalkung regulieren Sie den pHWert, und der ist maßgeblich für die Verfügbarkeit der Nährstoffe verantwortlich. Pauschal kann gesagt werden, dass die meisten Gartenböden von Zeit zu Zeit gekalkt werden müssen, es sei denn, es handelt sich um Böden auf Kalkgestein. Man rechnet einen Bedarf von etwa 30 kg je 100m2 im dreijährigen Rhythmus. Ungekalkt bleiben natürlich die Heidelbeeren. Wenn Sie eine Bodenuntersuchung durchführen wollen, fragen Sie Ihren zuständigen Gartenfachberater. Darüber hinaus finden Sie auch Hilfe bei den nachfolgend aufgeführten Instituten.

Unangenehme Überraschungen sind die Wühlmäuse im Winter. Befindet sich der Garten in einer Gefahrenzone, sind ständige Kontrollen unumgänglich. Bei ersten Hinweisen auf ihre Anwesenheit kommt man um geeignete Fallen und zugelassene Mittel nicht herum.

nach oben Institute für Bodenuntersuchung

  • LUFA Nord-West Institut für Boden und Umwelt Labor für gärtnerische Erden, Substrate und Gießwasser, Jägerstr. 23-27, 26121 Oldenburg, http://www.lufa-nord-west.de
  • Institut Koldingen GmbH, Breslauer Str. 60, 31157 Sarstedt, Tel.: 05066/901930
  • Agrolab-Gruppe, Dr.-Pauling-Str. 1, 84079 Bruckberg, Tel.: 08765/939960, http://www.agrolab.de
  • Lufa-ITL GmbH, Dr.-Hell-Str. 6, 24107 Kiel, Tel.: 0431/12280

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28. August 2010

Roman

Guten Tag,

Ist es möglich diese hervorragende Beispielbild für die eigene Homepage

kostenlos zu erwerben?

MfG


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