© Görlitz, Sven
Für Rollstuhlfahrer eignen sich Hochbeete mit einem unterfahrbaren Rankgitter. Hier kann vom Rollstuhl aus auch mit Rankpflanzen gearbeitet werden.
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Sepember 2008 Das Hochbeet im eigenen Garten ist ganz klar die komfortable Variante und es gibt zahlreiche andere Gründe, warum sich der Bau eines Hochbeetes lohnen kann.
Besonders schätzen Hochbeetbesitzer:
- Schnellere Erwärmung des Bodens und damit ein besserer Ertrag.
- Tiefgründiger, humoser Boden, auch auf schwierigen Standorten.
- Unterbringung von Schnittgut aus dem Garten.
- Gärtnern auch vom Rollstuhl aus und bis ins hohe Alter.
- Bequemes Arbeiten an Hanglagen und in kleinen Gärten.
Aufbau eines Hochbeetes
Baumaterial: Im Gegensatz zum Hügelbeet, das schräg abfallende Seiten hat, muss ein Hochbeet eine senkrechte Seitenbefestigung bekommen. Hierfür eigenen sich
Holzbohlen bzw. starke Bretter, am besten aus beständigem
Lärchenholz. Bei imprägniertem Holz ist da rauf zu achten, dass dieses mit umweltfreundlichen Mitteln behandelt wurde. Eine weitere Möglichkeit sind
Steinstelen oder
L-Steine aus Beton. Dies ist wesentlich aufwendiger in der Erstellung, aber im Gegensatz zu Holz auch dauerhafter.
Inzwischen gibt es im Handel Hochbeete aus festem
Drahtgitter, das mit einer
Kokosmatte ausgekleidet wird.
Gelände und Größe: Ein Hochbeet kann auch in einem kleinen Garten und auf befestigtem Untergrund platziert werden. Soll das Beet von Rollstuhlfahrern genutzt werden, muss ein ebener Plattenbelag das Hochbeet umgeben.
Das Beet sollte nicht breiter als 1,20 m sein, um ein Bearbeiten von beiden Seiten zu ermöglichen. Eine Höhe von etwa 80 cm ist vorteilhaft. Die Länge ist variabel, wichtig ist ein
sonniger Standort.
Aufbau aus Holz: Wird mit Holzbohlen gearbeitet, werden diese an senkrechten Pfosten oder Winkeleisen befestigt. Die Holzbohlen sollten mindestens 3 bis 4 cm stark sein. Um ein Ausbauchen zu verhindern,werden in etwa 1 m breiten Abständen senkrechte Pfosten angebracht, die zusätzlich mit Gewindestangen durch das Hochbeet miteinander verbunden werden können.
Innen am Holz wird nun eine
Folie als Feuchtigkeitsschutz befestigt. Dazu eignet sich am besten Noppenfolie wie sie beim Hausbau am Fundament verwendet wird. Sie sorgt für eine gute Hinterlüftung des Holzes. Das Holzgestell möglichst so stellen, dass es nicht mit Erdreich in Verbindung kommt, also auf Steinplatten oder einer durchlässigen Kiesschicht. Im Innern sollte jedoch eine Verbindung zum bestehenden Untergrund vorhanden sein.
Ganz unten wird im Hochbeet ein
feinmaschiger Draht ausgelegt und am Holz befestigt. Dieser verhindert, dass sich Mäuse in Ihrem Beet später ebenso wohl fühlen wie das Gemüse.
Als erste Lage wird nun
etwa 30 cm hoch Schnittgut eingeschichtet, das für eine gute Durchlüftung sorgt und damit Fäulnisvorgänge verhindert. Darüber kommt eine
etwa 10 cm starke Schicht mit feinerem Material, z.B.
Laub oder Häckselgut. Die restlichen 40 cm werden mit gutem
Oberboden gefüllt,der noch mit reifem
Kompost verbessert werden kann. Beachten Sie, dass sich die Erde noch setzt!
Ob sich nun der Aufwand für ein Hochbeet lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Es zahlt sich jedoch sicherlich schon dann aus, wenn Gärtnern dadurch bequemer wird und bis ins hohe Alter Freude bereitet.
Viel Erfolg beim Bauen und Gärtnern!
Ihr Landesgartenfachberater