Autor
Roth, Wolfgang
Gartenmonat November
Geheimnisvoll wirken die dicht beieinander stehenden Blüten der Alpenveilchen. Sie wachsen gerne versteckt im lichten Schatten unter Sträuchern. Von den 19 Arten, die aus Südeuropa und dem Orient stammen, sind viele winterhart und fühlen sich in humusreicher und wasserdurchlässiger Gartenerde wohl. Cyclamen hederifolium blüht bis November. © Roth, Wolfgang
November 2009 Raschelnde, vomWind zusammengetragene Laubhaufen sind typisch für den November. Falllaub ist wertvoll und erfüllt viele Aufgaben im Garten. Es bietet Igeln und anderen nützlichen Tieren Unterschlupf für den Winterschlaf. Ferner sind herabgefallene Blätter ein wesentliches Glied im Nährstoffkreislauf. Regenwürmer undMikroorganismen verarbeiten sie zu Humus und Nährstoffen und schaffen so die Grundlage für ertragreiches Pflanzenwachstum. Laub schützt auch unmittelbar den Boden vor Frost, Austrocknung oder Erosion und beschützt Pflanzenwurzeln vor dem Erfrieren.
Die
nachhaltige Fruchtbarkeit des Gartenbodens und seine stabile Krümelstruktur entstehen durch die Tätigkeit unzähliger Mikroorganismen, die abgestorbene Pflanzenteile in Humus umwandeln. Auf abgeernteten, kahlen Beeten sind die Mikroorganismen unzureichend vor den Witterungseinflüssen des Winters geschützt. Eine Mulchschicht aus Laub oder Stroh oder der Bewuchs mit Gründünger wirken da wie eine Kuscheldecke. Das Umgraben im Herbst ist keine adäquate Alternative. Denn die Bodenlebewesen sind schlecht geschützt und die durch Frosteinwirkung entstehende Krümelstruktur des Bodens, auch Frostgare ge nannt, ist nur kurzlebig und wird durch Schneeschmelze oder starke Regenfälle im Frühjahr zerstört.
Zur Zeit fällt reichlich Rohstoff für die Kompostbereitung an. Für eine gesunde und nahezu geruchlose Rotte ist die ausreichende Durchlüftung notwendig. Damit das Falllaub nicht miteinander verklebt, sollte es zuvor mit sperrigem Material gemischt und dann schichtweise zu einem Haufen aufgesetzt oder in ein Kompostsilo gefüllt werden. Kalk neutralisiert die Säure, die mit dem Laub in den Kompost gelangt und fördert das Bakterienleben. Auf eine etwa 25 Zentimeter hohe Füllschicht können 150 Gramm Kalk je Quadratmeter gestreut werden. Es gibt sehr unterschiedliche Kalkdünger: Kohlensaurer Kalk wirkt langsam und ist für die Mikroorganismen verträglich. Wegen ihrer ätzenden Eigenschaft werden Lösch- und Branntkalk zur Verbesserung der Komposthygiene eingesetzt. Spezial-Kalkstickstoff ist noch wirkungsvoller und tötet einen Teil der Krankheitserreger und Unkrautsamen ab.
Gartenmonat NovemberRaschelnde, vomWind zusammengetragene Laubhaufen sind typisch für den November. Falllaub ist wertvoll und erfüllt viele Aufgaben im Garten. Es bietet Igeln und anderen nützlichen Tieren Unterschlupf für den Winterschlaf. Ferner sind herabgefallene Blätter ein wesentliches Glied im Nährstoffkreislauf. Regenwürmer undMikroorganismen verarbeiten sie zu Humus und Nährstoffen und schaffen so die Grundlage für ertragreiches Pflanzenwachstum. Laub schützt auch unmittelbar den Boden vor Frost, Austrocknung oder Erosion und beschützt Pflanzenwurzeln vor dem Erfrieren.
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