© Opitz, Wolfgang
Maxi Vita mit reicher erster Blüte.
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Juli 2008 Es war vor 2.600 Jahre als die Rose von der griechischen Dichterin Sappho als Königin der Blumen gepriesen wurde. Diese Auszeichnung hat die stachelige Schöne bei vielen Pflanzenfreunden zu recht bis in die jetzige Zeit beibehalten. Sie wird heute mehr denn je in vielfacher Hinsicht von keiner anderen Pflanze übertroffen. Dies ist auf die seit etwa 150 Jahren mit zunehmender Intensität betriebene Sortenzüchtung zurückzuführen.
Multi-Kulti
Durch Kreuzungen zwischen europäischen Rosen und chinesischen Tee-Rosen sowie der japanischen Rose multiflora (vielblütige) entstanden zahlreiche neue Sorten.
Die vielen Sorten - es sind weltweit über 25.000 - werden in folgende Gruppen unterteilt: Edelrosen, Beetrosen, bodendeckende Rosen, Kleinstrauchrosen, Strauchrosen und Kletterrosen.
Von den genannten ist die Gruppe der Beetrosen für den Garten von besonderem Interesse. In der landläufigen Vorstellung verbinden wir zunächst mit der Rose eine wohlgeformte Blüte auf einem kräftigen Stiel, wie wir sie aus dem Blumengeschäft kennen. Diese Edelrosen-Büsche haben einen mehr staksigen Wuchs mit aufrecht stehenden Trieben. Demgegenüber wachsen die Beet rosen buschiger und kompakter mit verzweigten Trieben, die mit dichten Blütenbüscheln besetzt sind. Mit den Beetrosen haben wir die variantenreichste Rosengruppe. So gibt es unter den Sorten solche mit einfachen, halbgefüllten und gefüllten Blüten. Auch finden wir in dem großen Sortiment ein sehr breites Farbspektrum, das von Weiß über Zartcreme, Gelb, Lachs Orange, Rosa, Feuerrot bis Dunkelrot reicht. Die Sorten werden 40 bis 80 cm hoch, zum Teil höher.
Zu den besonderen Vorzügen zählt auch, dass die Beetrosen vom Frühsommer bis zum Spätherbst in mehreren Schüben neu blühen und wir somit über längere Zeiten ein reiches, buntes Blütenmeer erreichen.
Stark in Gruppen
Wie der Name schon sagt, eignet sich die Beetrose ideal zur Pflanzung in Gruppen auf Beeten und Rabatten sowie entlang von Wegen. Wir pflanzen mindestens drei, besser mehr Rosen von einer Sorte an einen Platz. Die Frage des Pflanzabstandes ist nicht einfach zu beantworten. So werden die einzelnen Sorten unterschiedlich hoch und breit. Auch die Fruchtbarkeit des Bodens ist von großer Bedeutung. Der stärkste Wuchs wird auf lehmigem Boden erreicht. Hier muss man den Abstand gegenüber leichtem, sandigem Boden erheblich weiter wählen. Zu bedenken ist auch, dass ein dichter Pflanzenabstand das Abtrocknen des Laubes verzögert und damit die Gefahr des Befalls mit Pilzkrankheiten erhöht.
Als Faustzahl gilt für schwächer wachsende Sorten ein Abstand von 30 bis 40 cm = 6 bis 8 Pflanzen/ m
2 und für stark wachsende Sorten 40 bis 60 cm = 3 bis 5 Pflanzen/m
2.
© Opitz, Wolfgang
Eine sehr reich blühende und regenfeste Beetrose mit großem Charme - Leonardo da Vinci.
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In guter Gesellschaft mit Stauden
Sehr gut wirken Beetrosen, wenn sie in Gartenanlagen eingebunden und mit Stauden kombiniert werden. Dadurch lassen sich vor allem auch mit der bei den Rosen fehlenden Farbe Blau eindrucksvolle und harmonische Kontraste herstellen. Wir pflanzen die mehrjährigen Stauden jedoch nicht zwischen die Rosen, sondern in einem gewissen Abstand zu diesen. So vermeiden wir eine Konkurrenz zwischen den Pflanzen und können die Rosen bedarfsgerecht düngen und pflegen. Gelb, apricot und weiß blühende Beetrosen, wie "Gelber Engel", "Westzeit" (apricot) oder "Innocencia" (weiß), kommen in Kombination mit blau blühenden Stauden besonders gut zur Geltung. Wir können hier wählen zwischen Rittersporn (mindestens 1 m Abstand zu den Rosen), Lavendel, Salbei-nemorosa-Sorten, Eisenhut, Katzenminze und blauen Feinstrahlastern. Neben den andersfarbigen Stauden lassen sich Beetrosen auch gut mit Ziergräsern ins Bild setzen, die eine auflockernde Leichtigkeit in die Pflanzung bringen. Gut geeignet hierfür ist das Lampenputzergras (Pennisetum compressum).
Rosen sind Kinder des Lichtes. Sonnige Standorte führen zu einem gesunden, kräftigen Wachs -tum und reicher Blüte. Wir achten also darauf, dass wir in gemischten Pflanzungen die Beetrosen nicht zu sehr in die schattigen Lagen von Sträuchern und höheren Stauden platzieren. Als Tiefwurzler brauchen Rosen zum guten Wachstum einen tiefgründigen, durchlässigen Boden. Schwere, lehmige Böden können mit Sand aufgelockert und leichte, sandige Böden mit Komposterde verbessert werden. Vor allem bei sandigem Boden sollten wir bei Trockenheit das Gießen nicht vergessen.
Gegossen wird nicht mit der Brause, sondern möglichst unterhalb der Blätter. So wird dem Pilzbefall vorgebeugt. Robustheit ist Trumpf Die neueren Beetrosen-Sorten zeichnen sich in der Regel durch Robustheit und eine gute Widerstandsfähigkeit gegen die gefürchteten Pilzkrankheiten Sternrußtau, Rosenrost und Echten Mehltau aus. Absolut resistente Sorten gegen die genannten Krankheiten gibt es jedoch nicht. Für eine Bekämpfung stehen geeignete Pflanzenschutzmittel zur Verfügung.
Hilfe bei der Auswahl robuster Sorten gibt, neben den Katalogen der Rosenbaumschulen, das sogenannte ADR* Zeichen, der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung, die in 11 unabhängigen Prüfungsgärten verteilt über ganz Deutschland unter Führung des Bundessortenamtes erfolgt.
* Eine Auflistung der ADR-Rosensorten im Internet unter
http://www.adr-rose.de