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Autor
Eckermeier, Manfred

Jedes Jahr auf’s neue: Allergien


Juni 2008 Diese Erkrankung gibt es in unzähliger Ausprägung. Das Auftreten der Allergien ist von Patient zu Patient unterschiedlich und lässt sich in keiner Weise vorher -sagen. Das häufigste Bild ist die Pollenallergie, aber es gibt auf alle möglichen Stoffe, mit denen man in Berührung kommen kann, allergische Reaktionen; z.B. auf Medikamente, Arbeitsstoffe oder Nahrungsmittel.

nach oben Der Landarzt rät zur medikamentösen Hilfe durch den Arzt

Die Pollenallergie tritt in der Regel zunächst als Schnupfen auf. Diese Reaktion ist jahreszeitlich gebunden. Häufig gesellt sich hierzu eine Hausstaubmilbenallergie, die das Auftreten des allergischen Schnupfens erheblich verlängert und natürlich auch in die Jahreszeit verlegt, in der kaum Pflanzen blühen. Die Hausstaubmilbenallergie ist ganz besonders in der Heizperiode aktiv, da durch die Heizkörper in den Wohnräumen erheb licher Staub aufgewirbelt wird. Einen allergischen Schnupfen von einer bakteriell bedingten Entzündung der Nebenhöhlen zu unterscheiden lässt sich letztendlich durch das Sekret vollziehen. Bei bakteriellen Entzündungen kommt es zu gelbgrüner Verfärbung des Nasen sekretes, häufig auch zu Fieber und Schmerzen, was bei allergischem Ursprung meistens nicht auftritt. Hier findet sich überwiegend ein klares wäss riges Nasensekret. Nichts desto trotz sollte beides behandelt werden. Hierfür stehen Antiallergika zu Verfügung.

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Im Bereich des bakteriellen Ursprungs der Erkrankung ist gelegentlich auch auf den Einsatz eines Antibiotikums nicht zu verzichten. Ganz anders ist die Ursachenforschung bei den anderen ausgeführten allergischen Erkrankungen. Hier geht es um aufwendige Tests. Diese werden in der Regel von Allergologen, Hautärzten und Hals-Nasen-Ohrenärzten durchgeführt. Die allergische Austestung in der Hausarzt praxis hat sich aufgrund neuer Vorschriften aus dem Jahre 2007 erheblich reduziert. Die Tests können durch Auftragen von Seren durchgeführt werden oder durch Pflastertests. Da gibt es die unterschiedlichsten Vorgehensweisen. Letztendlich hat sich auch in der Therapie der Allergien einiges bewegt. Inzwischen gibt es zusätzlich zu der Hyposensibilisierungs-Behandlung mit der Spritze auch Tabletten, mit denen diese Therapie durchgeführt werden kann. Ob die Resultate gleich gut sind, bleibt noch abzuwarten.

Auf jedenfall sind Patienten mit Pollenallergien gerade in der Frühjahrszeit erheblich in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt und brauchen ganz häufig zusätzlich zu den selbstgekauften Antiallergika eine medikamentöse Hilfe durch den betreuenden Arzt. Ganz besonders trifft dies auf Patienten zu, die schon asthmatische Beschwerden im Rahmen ihrer Allergie aufweisen. Kommen Sie gut durch die

Weidenkätzchen
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nach oben Hyposensibilisierung

Entwicklung

Die Hyposensibilisierung (früher: Desensibilisierung) wird auch als "spezifische Immuntherapie" oder "Impfung mit Allergenen" bezeichnet. Das Verfahren wird bereits seit Jahrzehnten praktiziert. Durch die Identifikation der Allergieauslöser (Allergene), die Herstellung besser standardisierter Extrakte und durch gut dokumentierte Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit konnte die Bedeutung der Hyposensibilisierung in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden. Das Verfahren greift direkt an der Ursache allergischer Krankheiten an und verbessert deshalb langfristig die Lebensqualität und den Gesundheitszustand der betroffenen Menschen.

Wie wirkt sie?

Mit Hilfe der Immuntherapie wird die Toleranz des Organismus gegenüber den allergieauslösenden Stoffen erhöht. Dies wird durch die Verabreichung ansteigender Mengen des Allergens erreicht. Die allergische Reaktion des Immunsystems wird blockiert. Damit ist auch ein Rückgang der allergischen Entzündungsreaktionen in den betroffenen Organen und eine Besserung der klinischen Beschwerden verbunden.

Durchführung

Die Hyposensibilisierung wird bei saisonal auftretenden Allergenen, beispielsweise Pollen, in der Regel nach Ende der vorangegangenen und vor Beginn der neuen Pollenflugsaison durchgeführt. Dabei werden kleinere Konzentrationen des allergieauslösenden Stoffes zum Beispiel als wässeriges Extrakt unter die Haut gespritzt. Während der Pollenflugsaison wird die Injektionsdosis stark reduziert oder es wird bis zum Ende der Saison pausiert. In der anschließenden Winterperiode wird die Dosis wieder gesteigert. Bei ganzjährig vorkommenden Allergenen, beispielsweise Tierhaaren, kann zu jeder Jahreszeit mit der Behandlung begonnen werden. Die Beschwerden bessern sich bereits nach einem Jahr der Behand lung. In der Regel sollte die Hyposensibilisierung aber mindestens drei Jahre durchgeführt werden. Bei schweren allergischen Reaktionen auf Bienen- oder Wespen gift sollte für mindestens fünf Jahre behandelt werden. Die Hyposensibilisierung kann bereits ab dem sechsten Lebensjahr durchgeführt werden.

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