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Autor
Schmidt, Joachim

Gartenhaus für Kinder und Gäste


Mai 2008 Ein Gartenhaus kann viel Spaß bringen. Beim Planen und Verändern des Entwurfs, und beim Bau, um die eigene Handwerkskunst unter Beweis zu stellen. Richtig geplant, zeigt sich dann sein Gebrauchswert. Als Spielhütte für Kinder, als Laube in der man sogar übernachten kann, als Lager für Gartenmöbel und -geräte und sogar als Winterquartier für empfindliche Kübelpflanzen.

© Schmidt, Joachim
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Gartengestaltung schon deshalb nicht einfach, weil meist Nachbarn von allen Seiten Einblick haben. Und auch die Freifläche für ein Gartenhaus ist kaum noch vorhanden. Trotzdem muss man nicht auf ein Häuschen fürs Wohnen im Garten und als Abstellraum verzichten. Einfach geht’s mit einem Bausatz aus dem Baumarkt. Wer jedoch Spaß am Bauen hat, eigene Ideen einbringen möchte und etwas Solides will, der wird mit einem Bausatz nie so recht zufriedengestellt. Aber auch das Gartenhäuschen auf diesen Seiten ist nur ein Vorschlag und Anregung zum Selbstplanen. Für kleine Grundstücke bietet es geradezu universelle Möglichkeiten und muss nicht, wie die üblichen Kinder-Spielhäuschen, schon nach wenigen Jahren wieder abgerissen werden, weil die Kinder dem Spielalter entwachsen sind.

Der Wert dieses Häuschens ändert sich mit seiner Nutzung. Es kann deshalb für viele Jahre attraktiver Mittelpunkt im Garten bleiben. Zuerst als Abenteuer-Spielhöhle für Kinder. Dann werden Gästebetten eingebaut und eine Pantry zum Kochen und Grillen. Jetzt können die Kinder von Gästen und Freunden hier zünftig feiern und auch übernachten.

Wird das Häuschen nicht mehr zum Wohnen genutzt, bietet es weitere Möglichkeiten. Gartengeräte finden den richtigen Platz, Kübelpflanzen können hier im Winter vor Frost geschützt werden. Statt der Betten lassen sich auch Boxen für Kaninchen einbauen, oder sogar eine Vogelvoliére oder ein Taubenhaus.

Wie gesagt, die Zeichnung ist eine Ideen-Skizze. Sie zeigt jedoch, wie viele unterschiedliche Funktionen auf engstem Raum möglich sind. Nichts muss aber genau nachgebaut werden. Es geht auch breiter oder länger und auch ohne Glasdach aus Stegdoppel platten. Aber wenn hier später einmal im Winter Pflanzen lagern sollen, dann ist Licht von oben wichtig und ideal.

Die Maße lassen sich beliebig verändern und damit dem Platz auf dem Grundstück und den nachbarlichen Gegebenheiten anpassen. Wichtig ist jedoch solides Bauen. Und hier ist der versierte Heimwerker gefragt. Die Wände müssen nicht nur tragen, sondern auch gegen den Wind aussteifen, sonst gerät das Häuschen schnell in Schieflage. Die Beplankung mit Sperrholz verhindert das. Auch die Klappbetten sind an soliden Dachsparren so zu befestigen und aufzuhängen, dass auch das Gewicht von mehreren Kindern sicher getragen werden kann. Herumtoben und Turnen bringen Belastungen, die man unbedingt einkalkulieren muss.

Den Eingang wie beim Zelt mit Reißverschluss zu gestalten hat den Vorteil, dass kein Platz für das Aufschlagen der Tür benötigt wird. Im Winter könnte jedoch eine feste Platte ab schließbar eingehängt werden.

Große Fundamente braucht das Häuschen hingegen nicht. Hier genügen ein paar Gehwegplatten, die auf einem 30 cm dicken Sandbett platziert werden. Sackt eines der Fundamente mit der Zeit ein wenig in den Boden ein, kann durch einfaches Zwischenstecken von Sperrholzplatten schnell alles wieder ins Lot gebracht werden. Die Rückseite des Häuschens präsentiert zwei große Einbauschränke, die von außen zugänglich sind und eine Reihe wichtiger Gartengeräte, Töpfe und Düngemittel aufnehmen können. Sperrholztüren mit Schloss sind auch hier von Vorteil. Sie sichern alles vor unbefugtem Zugriff.

Grundsätzlich ist zu empfehlen, ein wenig solider als nötig zu bauen - auch wenn der Nachbar sagt, das geht einfacher. Das allzu schnell und provisorisch Gebaute wird schon in wenigen Jahren unansehnlich und erfordert immer wieder Reparaturen. Einen pensionierten Zimmermann zu Hilfe zu haben ist deshalb Gold wert.

© Schmidt, Joachim
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nach oben Auch als Winterlager für Kübelpflanzen geeignet

Das Häuschen braucht nur etwa 8 qm Fläche und bietet trotzdem viele Funktionen. Auch als romantische Laube zum Kaffeetrinken mit seitlichen Sitzbänken und Klapptisch in der Mitte. Dann sollte man aber neben dem Eingang noch seitliche Fenster einbauen.

Nicht zu unterschätzen ist jedoch sein Raum zum Abstellen von Gartengeräten und Terrassenmöbeln im Winter. Eng gestapelt und an Wände gehängt, lassen die gelagerten Gegenstände genügend Platz, um auch größere Kübelpflanzen unterm Glasdach zu überwintern.

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