Steinkraut und Gänsekresse
© Opitz, WolfgangZum Vergrößern auf das Bild klicken.
März 2008 In den Frühjahrsmonaten schlägt die Stunde der bunten Polsterstauden. Wie der Name schon sagt haben wir es hier mit niedrigen, polsterbildenden Stauden zu tun. Die Pflanzen können über mehrere Jahre an einer Stelle verbleiben und bilden immer größer werdende Teppiche. Die gezüchteten Kulturformen sind in der Regel kräftiger als ihre wild wachsenden Vorfahren und zeichnen sich durch leuchtende, kräftige Blütenfarben aus.
Standort
Polsterstauden sind Kinder des Lichtes. Wir pflanzen sie somit bevorzugt in sonnigere Lagen. Hier entwickeln sie sich am besten zu reichen Blütenteppichen. Sie eignen sich gut zur Pflanzung an der Terrasse, an Treppenaufgängen, zwischen Trittplatten, im Steingarten, Wällen und Trockenmauern sowie auch als bunte Begleiter entlang von Gartenwegen.
Boden
Da Polsterstauden mehrere Jahre am gleichen Standort stehen, ist eine gute Bodenvorbereitung Voraussetzung für ein kräftiges Wachstum. Die Pflanzengruppe verträgt keine Staunässe. Zunächst wird spatentief umgegraben und Komposterde sowie 80 g Hornspäne eingearbeitet. Schwerem Boden mischen wir Sand bei. Stärkere Verdichtungen werden bis zu 60 cm Tiefe aufgelockert. Aus dicht gewachsenen Pflanzenpolstern sind Dauerunkräuter, wie Quecke, Schachtelhalm, Giersch nicht mehr wegzubekommen. Deshalb ist es wichtig, diese bei der Bodenvorbereitung sorgfältig zu entfernen. Dies erspart später bei der Pflege viel Mühe und Ärger.
Pflanzung
Vor der Pflanzung werden die Wurzelballen gut gewässert. Die Stauden sollen nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief in die Erde kommen. Die Anzahl der Pflanzen je Quadratmeter, ist von der Wuchsstärke der einzelnen Art, aber auch davon abhängig, wie schnell die Fläche mit einer geschlossenen Pflanzendecke gefüllt sein soll (Anhaltspunkt: 6 bis 10 Pflanzen m2 ). Die heute in Töpfen angebotenen Stauden können wir vom Frühjahr bis zum Herbst pflanzen. Die frühe Pflanzung hat den Vorteil, dass die Stauden gut eingewachsen und kräftig in den nächsten Winter gehen.
Blaukissen, Aubrietia-Hybriden Reichblühender etwa 10 cm hoher Frühjahrsbote. Polster bildend und Ausläufer treibend. Blüte im April bis Juni. In verschiedenen Blütenfarben erhältlich; Blaumeise, leuchtend mittelblau; Hamburger Stadtpark mit dichtem Polster in kräftigem Dunkelblau; Red Carpet, tief dunkelrot; Rosenteppich, in rosa; Schloß Eckberg, leuchtend blau-violett.
Polsterphlox, Phlox subulata Bildet im Mai/Juni 10 bis 15 cm hohe, reichblühende Polster. Es gibt mehrere Sorten wie zum Beispiel: Emerald Cushion Blue, intensiv blau; Scarlet Flame, karminrot; Violet Seedling, rötlich violett; Atropurpurea, rosarot; White Delight, schneeweiß.
Felsensteinkraut, Alyssum saxatile Die Sorte Compactum hat eine mittlere Höhe von 25 cm. Sie blüht reingelb im April/Mai und relativ lange. Häufig erscheint eine zweite Blüte im Nachsommer. Die gelben Blüten bilden einen wirkungsvollen Kontrast zu Blaukissen und Polsterphlox.
Schleifenblume, Iberis sempervirens Zwergschneeflocke, kompakter Wuchs, nur 15 cm hoch und reich blühend; Findel wird 20 cm hoch, mit großen weißen Blüten.
Gänsekresse, Arabis caucasica Mittlere Höhe 20 cm. Blüte: weiß, reich blühend im April/Mai. Gezüchtete Gartenhybriden gibt es auch mit roter Blüte sowie die rosa blühende Sorte Rosabella.
Silberwurz, Dryas suendermannii Stabile, nur 10 cm hohe Pflanzenteppiche. Anemonenartige, elfenbeinweiße Blüte im Mai/Juni. Schöne federartige Samenstände.
Pflege
Nach der Blüte schneiden wir Blaukissen, Polsterphlox, Felsensteinkraut und Schleifenblume zurück, damit die Pflanzen von unten her nicht verkahlen. Mit den Düngergaben sollten wir vorsichtig sein; denn Überdüngung schadet schnell den Polsterstauden. Zu empfehlen ist die Gabe eines Mehrnährstoff- Flüssigdüngers, wie zum Beispiel Blaukorn ENTEC flüssig in schwacher Konzentration nach der Blüte. Die Pflanzen werden nach der Düngung mit klarem Wasser abgespült.