Februar 2008 Zu hohe Nährstoffgaben und der von unten nach oben ziehende Wasserstrom in Gewächshausböden führen häufig zu einer raschen Anreicherung der Krume mit nicht verbrauchten Düngesalzen und zurückgebliebenen Ballaststoffen.
Bei länger anhaltender Bodentrockenheit, vor allem in der Zeit vom Spätherbst bis zum Beginn des Anbaues im Frühjahr, beginnen die Salze richtiggehend "auszublühen". Eine gelblich-weiße Schicht überzieht die Krume oft so stark, als ob man Kalk gestreut hätte. Wird diese nur wenige Millimeter starke Schicht bei der nächsten Bestellung mit dem Boden vermischt, kommt es sehr schnell zu einer Übersalzung des Bodens und in der Folge zur Schädigung der Gemüsepflanzen, zum Beispiel bei Kopfsalat zum Einbrennen der Blätter, bei Gurken verbrennen die Gipfeltriebe, bei Tomaten zeigen sich schopfartige Ausformungen der Gipfelregionen, bei Radies- und Rettichsämlingen das Umfallen kurz nach der Keimung. Auch das Bitterwerden der Gurkenfrüchte wird auf hohe Salzgehalte des Bodens zurückgeführt.
Durch das Abheben der obersten Bodenschicht in einer Stärke von etwa zwei Zentimetern kann ein erheblicher Teil der Salze entfernt werden. Anschließend empfiehlt sich, den Wasservorrat des Gewächshauseswieder aufzufüllen.Dabei werden je nach Bodenart 60 bis 100 Liter Wasser in Teilgaben ausgebracht. Eine Schlauchbrause hilft Verschlämmungen zu vermeiden. Das Wasser dringt rasch in den Boden ein und gestattet bereits nach zwei Wochen eine Neubestellung.
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