© von Esebeck, Heribert
Frangipanie
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Februar 2008 Jeder Gartenfreund wird bemüht sein, bei der Raumgliederung seines Anwesens mit dem Zeittrend Schritt zu halten. Viele Kriterien sind dabei zu berücksichtigen. Der Beruf des Gärtners mit dem grünen "Werkstoff" ist so weit gefächert, dass es kaum möglich ist, im Laufe eines Lebens auf allen Gebieten bewandert zu sein.
Anzusprechen wäre der Tourismus, der durch die Reiselust Gelegenheit bietet, problemlos in alle Welt zu gelangen. Es gibt kaum ein Land, das nicht durch Flugverbindung zu erreichen wäre. Mit dem Besuch des Gastlandes nimmt der Reisende Einblick in den Lebensraum der Bevölkerung, seiner Geschichte und seiner Kultur. Gerade der Orient ist in den letzten Jahren ein begehrtes Reiseziel. Wer die Angebote der Reiseveranstalter wahrnimmt, wird erleben, wie zuvorkommend die Besucher empfangen werden und sich das Land nach außen präsentiert, etwa durch aparte Blumenarrangements (Kränze mit Orchideen u.a.m.). Meist sind es beliebte exotische Pflanzengebinde, die als Briefmarke des Landes in alle Welt gelangen. Um die ungewisse Wetterlage unserer Breiten möglichst zu umgehen, suchen viele Menschen die Tropenländer auf, wo sie Sonne und Wärme genießen können. Tropenparadiese bieten Lateinamerika, Südostasien, aber auch der Süden Europas, wo sich tropische Landschaften finden lassen. Erste Kontakte mit fremdländischen Pflanzen bieten oft schon die Hotelanlagen. Mitunter frei wachsend oder in Kübeln werden sie bestaunt und abgelichtet. Gleichfalls sind es farbenprächtige Blumenmärkte, die Interessierte anlocken.
Auswahl tropischer Schmuckpflanzen
Die aparte Tropenpflanze mit dem Namen Ruhmesblume, Clianthus formosus. Wegen ihrer schwarzen Blütenmitte erhielt sie noch den Namen "Teufelsauge". Sie stammt aus Neuseeland, Australien. Der Halb -strauch gehört zu den Kalthauspflanzen und kann im Sommer im Freiland gehalten werden. Das auffallende Blütenrot mit sichelförmiger Blüte prägt im Juli das Landschaftsbild.
Proteusgewächse, Protea-Arten
Sie bewohnen die Südhalbkugel des Kontinentes. In ihrem Auftreten stellen sie das Verbindungsglied zwischen Südamerika und Australien her. Die Gattung wird wegen der imposanten Blüten in Form und Größe den typischen Hartlaubgehölzen Afrikas zugeordnet. In ihrer Heimat gehören sie zum Bestand eines jeden blumigen Gartens wie etwa Dahlie oder Fuchsie. Die überdimensionale Blütengröße kreierte sie zur Nationalblume des Landes. So wurde sie als Emblem in der Flagge der Republik South Africa geführt. Briefmarken legen Zeugnis davon ab.
Diese ansprechenden Blüten Afrikas sind mit etwa 100 Arten vertreten, die dort als Heckenpflanzen genutzt werden. Die jeweiligen Pflanzen sind in ihrer Form und Farbe mannigfaltig, die schönste Art wird Königsprotee, P. cynaroides, genannt. Ihre Blüten ähneln einer Artischocke, einem Kindskopf oder sind tassenförmig. Ihr gebräuchlicher Name stammt von einem weissagenden Sagengreis.
© von Esebeck, Heribert
Nadelkissen-Protee
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Nadelkissen-Protee, Protea cordiifolium
ist ein weiteres Proteusgewächs. Von der Blütenform gleicht die Pflanze im Blütenaufbau dem "Nadelkissen" der Großeltern. Die leicht übergeneigten Griffel zum Blütenzentrum veranschaulichen die Eigenart recht deutlich.
Der auffällige Blütenstand wird gerne zum japanischen Blumenstecken, Ikebana, benutzt, wie alle Blüten- und Fruchtstände. Das Gewächs verträgt Trockenheit wie karge, armselige Böden.
China-Rose, Hibiscus rosa-sinensis
Ostasien überrascht uns mit wahren Blütenschönheiten für unsere Räumlichkeiten oder auch für das Freiland in den Sommermonaten. Auffälliges Erkennungsmerkmal ist der weit herausragende Blütengriffel der Schmuckpflanze. Im Handel ist der Roseneibisch als sehr beliebte Topfpflanze in diversen Blütenfarben, in Gelb, Weiß und bräunlichroten Farben. In den Sommermonaten kann sie als Hochstamm veredelt zwischen Sommerblumenpflanzung mit dem Topf eingesenkt zur Schau gestellt werden. Er sorgt für Abwechslung in der Vegetationszeit.
Schraubenbaum "Schraubenpalme", Pandanus houlletii
Die tropische Pflanze ist mit 630 Arten im Malaiischen Archipel und in Madagaskar, Afrika, vertreten. Die deutsche Bezeichnung ist auf die von der Basis her gedrehten Blättern zurückzuführen. Blüten zweihäusig. Weibliche kugelförmig, männliche Blüten kolbenförmig, auffällig rot. Bilden Stelzwurzeln zum besseren Halt. Vielseitige Verwendung der Blattfasern zu Flechtwerk, zu Tauen. Früchte von P. edulis genießbar. Einige Arten mit wohlduftenden Blüten, die von den Eingeborenen als Haarschmuck getragen werden.