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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im September



Für Äpfel und Birnen beginnt die Haupterntezeit. Aber auch Pflaumen, Zwetschen und die Früchte später Pfirsichsorten warten auf fleißige Pflücker.
© Roth
Für Äpfel und Birnen beginnt die Haupterntezeit. Aber auch Pflaumen, Zwetschen und die Früchte später Pfirsichsorten warten auf fleißige Pflücker.
September 2016 Spätestens am 22. September ist unwiderruflich klar: Der Herbst hat begonnen. Bis zum Winterbeginn bleiben noch drei Monate Zeit, um sich vom Gartenjahr 2016 zu verabschieden.

nach obenZierpflanzen

Blumenzwiebeln sind die "Überraschungseier" des Gartens, weil man nicht sehen kann was in ihnen steckt. Trotzdem, wer das kommende Frühjahr mit einem Blüten­teppich aus Frühlingsblumen begrüßen möchte, sollte in den nächsten Wochen Blumenzwiebeln pflanzen. Sie gedeihen in jedem lockeren und wasserdurchlässigen Gartenboden. Probleme kann es allerdings geben, wenn auf die selbe Stelle die selbe Art nachgepflanzt wird.

Zwiebelblumen, die auswildern und zu einem Blütenmeer zusammenwachsen, wirken besonders schön. Bewährt haben sich Märzbecher (Leucojum vernum), Perl- oder Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum), Schneeglöckchen (Galanthus elwesii und G. nivalis), Schneestolz (Chinodoxa forbesii und C. luciliae), Sibirischer Blaustern (Scilla sibirica) und Winterling (Eranthis hyemalis). Aber auch bei Tulpen, Narzissen und Krokussen gibt es Sorten, die sich ausbreiten und verwildern. Wenn Sie im Frühjahr genügend Blüten für wunderschöne Sträuße haben möchten, dann stecken Sie ein paar Narzissen- und Tulpenzwiebeln mehr.

Es wird höchste Zeit, zweijährige Sommerblumen auszusäen. Sie können direkt am Standort oder zum späteren Verpflanzen in Anzuchtschalen gesät werden. Zu dieser Pflanzengruppe zählen Bartblumen (Dianthus barbatus), Fingerhut (Digitalis spp.), Goldlack (Cheiranthus cheiri), Hornveilchen (Viola cornuta), Marienglockenblume (Campanula medium), Stockrose oder Stockmalve (Alcea ficifolia) und Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica).

nach obenObst

Das Sortiment an gut schmeckenden, teilweise kernlosen und gegen Pilzkrankheiten widerstandsfähigen Tafeltrauben (Vitis vinifera) wird immer größer. Da auch die Frosthärte bei neueren Sorten zugenommen hat, ist es einen Versuch wert, Weinreben auch außerhalb des Weinbauklimas in Gärten zu pflanzen. Allerdings ist ein Platz in voller Sonne, am besten geschützt unter einer Pergola oder einem Vordach, erforderlich. Ausführliche Infos, auch zu Sorten, finden Sie im Internet unter www.lwg.bayern.de.

Für das Pflanzen von Gehölzen ist der Herbst eine gute Zeit. Die Wärme des Bodens in Verbindung mit Niederschlägen fördern das Einwurzeln. Die Kornelkirsche (Cornus mas) ist ein attraktives Wildobst, das Anfang September durch knallrote, olivförmige, etwa 2 cm große Früchte auffällt. In Baumschulen werden auch Kulturformen mit größeren Früchten, bspw. die Sorten 'Jolico' und 'Kasanlaker' angeboten. Eine besondere Zierde ist dieser robuste Großstrauch auch im März, wenn er noch vor dem Laubaustrieb mit gelben Blütendolden übersät ist. Die Kornelkirsche ist dann ein wichtiger Nahrungslieferant für Bienen.

Etwas Übung gehört dazu, um die optimale Erntezeit für Lageräpfel heraus zu finden. Wird zu früh geerntet, entwickeln die Früchte nicht das volle Aroma und bei einem zu später Termin wird die Haltbarkeit geringer. Die "Kippprobe" gibt einen guten Hinweis. Bei diesem Test wird der Apfel um 90° zur Seite gekippt. Wenn sich der Stiel vom Ast löst, ist die Pflückreife erreicht. Bei lang- und dünnstieligen Sorten muss der Zeigefinger mithelfen, damit sich der Stiel nicht von der Frucht, sondern vom Ast löst.

Für jede Obstarten gilt, geerntet werden alle Früchte, auch die kranken, die sofort entsorgt werden. Eine weitere wirkungsvolle Pflanzenschutzmaßnahme ist das laufende Aufsammeln und Vernichten von krankem Fallobst.

Mit dem Rückschnitt der Obstgehölze kann begonnen werden. Bei Steinobst ist ohnehin gleich nach der Ernte, wenn die Leiter noch am Baum steht, der optimale Zeitpunkt. Aber auch in Apfel- und Birnbäume kann zum letzten Erntegang die Säge mitgenommen werden, um die Äste mit den unerreichbaren Früchten zu entfernen.

Bei stark wachsenden Bäumen sollten spätestens jetzt die noch belaubten Wasserreiser abgeschnitten werden.

Bei Walnussbäumen ist das Auslichten etwa alle drei Jahre erforderlich. Wenn Sie das direkt nach der Ernte erledigen, kann allzu starkes "Bluten" im Frühjahr vermieden werden.

Die Raupen des Kleinen Frostspanners schädigen Apfelbäume im Frühjahr durch Fraß. Bei Massenvermehrung ist Kahlfraß möglich. Die flugunfähigen Frostspanner-Weibchen kriechen im Herbst zur Eiablage in die Baumkronen. Mit Leimringen, die zum Monatsende um Baumstämme und -pfähle gelegt werden, kann dies verhindert werden.

nach obenGemüse

Schwer zu erkennen ist der optimale Erntezeitpunkt für Zuckermais. Da hilft nur mehrmaliges Nachschauen und viel Erfahrung. Reißen Sie ein kleines Guckloch in den oberen Teil der grünen Lieschblätter. Die Körner an der Spitze sollen nicht mehr spitz sondern rund sein und sich gelb verfärbt haben. Der Kolben kann dann mit einer seitlichen Drehbewegung vom Stängel gelöst werden. Der richtige Zeitpunkt ist getroffen, wenn die unteren Körner prall gefüllt und saftig sind. Dieser Zustand wird als "milchreif" bezeichnet.

Küchenzwiebeln sind erntereif, wenn die Schlotten von selbst eintrocknen. Falls nach einem regenreichen Sommer das Laub nicht abreifen will, führt ein vorsichtiges Anheben der Zwiebeln mit der Grabegabel zum Abreißen einiger Wurzeln und als Folge zum beschleunigten Abreifen.

Die geernteten Zwiebeln müssen vor dem Lagern an einem sonnigen, regengeschützten Ort, eventuell auf dem Beet, sechs bis zehn Tage nachreifen und anschließend luftig trocknen.

Eine besondere Zwiebelart ist die Winterheckezwiebel (Allium fistulosum), auch Schnittzwiebel oder Röhrenlauch genannt, die jetzt oder im April ausgesät wird. Die bauchig aufgeblasenen Schlotten werden ganzjährig, auch im Winter geerntet. Diese Zwiebel stammt aus Sibirien und ist kälteunempfindlich. Sie wächst mehrjährig und kann als Beeteinfassung gepflanzt werden. Die Vermehrung ist ebenfalls durch Brutzwiebeln und Teilung älterer Wurzelstöcke möglich.

Auch andere Küchenkräuter wie Estragon (Artemesia dracunculus), Liebstöckel (Levisticum officinalis), Melisse (Melissa officinalis), Minze (Mentha spp.), Salbei (Salvia officinalis), Schnittlauch (Allium schoenoprasum) oder Thymian (Thymus spp.) lassen sich durch Teilung verjüngen und vermehren.

Wenn die Röschen des Rosenkohls gleichmäßig groß werden sollen, muss ab September 6 Wochen vor der Ernte die Terminalknospe ausgebrochen werden. Wer den Rosenkohl mehrmals beernten möchte verzichtet auf das "Köpfen" und lässt ihn ungestört wachsen. Ab Dezember ist das "Köpfen" wirkungslos und schwächt die Pflanzen unnötig.

Ein Insektenschutznetz ist hilfreich und kann bis zur Ernte verbleiben.

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Pflanzen
Bepflanzte Trockenmauer
© Stein, Dagmar
Sie sehen gefällig aus, stützen Hänge ab, schützen Gemüse und Blumen vor Wind, bieten zudem jede Menge Platz für aromatische und zierende Kräuter. Seit langem in Weinbergterrassen bewährt, sind Trocken mauern eine reizvolle Heimstatt für Pflanzen und Tiere.
Pflanzen
Wer auf seinen Reisen ans Mittelmeer oder in andere sonnenwarme Landschaften Hotel und Strand verlässt, wird sehr bald die Wahrnehmung von den Augen auch auf die Nase verlegen. Die grünen Gürtel um die Orte, die Weinberge, insbesondere aber die immergrünen mannshohen Gebüsche mit den einheimischen Sträuchern (Macchia oder Garigue) und die Pflanzen zwischen den Felsen strömen einen unverwechselbaren Duft aus.
Pflanzen
Bild 1: Karotten ernten
© Stefan Körber/Fotolia
Sommerfrische und Bauerngärten, Blumenpflücken und selbst angebautes Gemüse, altes Kräuterwissen und schöne Erbstücke: Die neue Lust aufs Landleben wirkt als Gegenpol zum modernen Alltag. Wohl dem, der einen Garten hat! Er ist wieder näher an der Natur, am Wechsel der Jahreszeiten, am Echten, selbst von Hand Geschaffenen. Das Gute daran ist: Sie können das tun, was Ihnen Spaß macht. Denn im Gegensatz zu unseren Altvorderen sind wir nicht auf die Selbstversorgung angewiesen. Wie entspannend!

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