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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Autor
Opitz, Wolfgang

Mit niedrigen Sträuchern gestalten


Auffallend die karminroten Blüten von Spira bumalda „Anthony Waterer“.
© Opitz, Wolfgang
Auffallend die karminroten Blüten von Spira bumalda „Anthony Waterer“.
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August 2007 Eine Faustregel bei der Gartengestaltung lautet: Wir pflanzen die höher werdenden Bäume und Sträucher in den Hintergrund und davor die Niedrigeren. Vor Fenstern, an der Terrasse, an der Haustür, im Vor- und Heidegarten werden ebenfalls vorzugsweise niedrig bleibende Gehölze platziert.

Auch für kleinere Gartenräume sind niedrige Sträucher am besten geeignet, da groß werdende Gehölze den Garten stark einengen. Zu groß gewordene Bäume und Sträucher kann und sollte man daher herausnehmen. Dies ist jedoch nur die zweitbeste Lösung, zumal man damit größere Löcher in die Pflanzung reißt. Besser ist es bei der Auswahl der Pflanzen auf die spätere Wuchsgröße zu achten.

Nachfolgend werden einige niedrig bleibende oder langsam wachsende Gehölze vorgestellt:

Unter den etwa 150 Ahorn-Arten haben wir mit den verschiedenen Sorten des Fächer-Ahorn (Acer palmatum) sehr schöne, malerisch und langsam wachsende sowie für die Gartengestaltung hervorragend geeignete Gehölze. Die baumartigen Sträucher eignen sich für Einzelstellung, auch für Pflanzkübel und für Gartenhöfe. Wirkungsvoll mit seinen roten Blättern ist die 3 bis 5 m hoch werdende Sorte "Atropurpureum". Noch etwas schwächer wächst die rote, geschlitztblättrige Sorte "Dissectum Atropurpurreum". Diese Sorte sollte in windgeschützter Lage und nicht in voller Sonne stehen, da sonst die schmalen Blattspitzen leicht trocken werden. Nur bis 3 m hoch wird "Deshojo" mit den beim Austrieb herrlich karminroten, später hellgrünen Blättern.

nach oben Niedrige Blütensträucher

Mit der Deutzie gracilis haben wir einen sehr schönen Zwergstrauch (60 bis 80 cm), dessen Zweige im Mai-Juni überaus reich mit weißen, glockenförmigen Blüten besetzt sind. Zu empfehlen, sowohl für den Einzelstand als auch als locker wachsende niedrige Blütenhecke.

Unter den Spiersträuchern (Spirea) gibt es gleichfalls sehr ansprechende, niedrige Blütengehölze. Hierzu gehören S. japonica "Little Princess". Dieser feintriebige, gedrungene Strauch wird 60 cm hoch und besticht im Juni-Juli mit seinen reichen zartrosa Blütendolden.


Deutzia gracilis, ein niedriger Zierstrauch, der gut mit bunten Stauden gepflanzt werden kann.
© Opitz, Wolfgang
Deutzia gracilis, ein niedriger Zierstrauch, der gut mit bunten Stauden gepflanzt werden kann.
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Bis etwa 80 cm hoch wird S. bumalda "Anthony Waterer". Ihre reichen karminroten Blütendolden erscheinen im Juli bis September, einer Zeit, in der nur noch weinige Sträucher blühen. Zur gleichen Zeit, jedoch blaurot, blüht auch die etwas höher wachsende - bis 120 cm - Sorte "Froebelii". Die beiden S. bumalda-Sorten können jeweils im Frühjahr bis auf 15 cm (handbreit) zurückgeschnitten werden, da sie an den im neuen Jahr gewachsenen Trieben ihre Blüten bilden. Auch diese Spireen können gut einzeln, in Gruppen oder als niedrige Hecke gepflanzt werden.

Dies gilt auch für den Fünffingerstrauch (Potentilla). Die meist gelb blühenden Sträucher erreichen unterschiedliche Höhen. "Golddigger" bis 50 cm; "Goldstar", die Sorte mit den größten Blüten, 100 cm und die reich sowie anhaltend blühende Spitzensorte "Goldfinger" bis 130 cm. Genannt werden soll auch die Sorte "Red Ace". Diese nur 65 cm hohe Sorte blüht anfangs rotorange und im Sommer mehr orangegelb. Sie wird gelegentlich von Mehltau befallen und gedeiht besser in Gebieten mit hoher Luftfeuchte. Eine interessante Ergänzung ist "Abbotswood", die Beste in Weiß, mehltaufest und 100 cm hoch.

Bisher sind uns in der Regel Flieder-Büsche (Syringa) bekannt, die 3 bis 5 m hoch werden. Inzwischen hat uns die Züchtung auch kleiner bleibende Sorten beschert. So wird die purpurviolett blühende Sorte S. patula "Miss Kim" bis 2 m hoch. Bis zu 150 cm erreicht S. microphilla "Superba", lilarosa blühend. S. meyeri "Palibin" ist ein zierlicher Zwergflieder, der nur 120 cm groß wird und zahlreiche hellila Blüten hervorbringt. Mit den drei Flieder-Sorten lassen sich auch sehr gut kleine Gartenräume und Kübel bepflanzen.

Zierquitte der Sorte „Brillant“, Ihr dichter Wuchs bietet Vögeln einen guten Nistplatz.
© Opitz, Wolfgang
Zierquitte der Sorte „Brillant“, Ihr dichter Wuchs bietet Vögeln einen guten Nistplatz.
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Zierquitten (Chaenomelis) sind relativ wenig bekannt. Wir haben mit ihnen jedoch anspruchslose, widerstandsfähige und gesunde Ziersträucher. Hervorzuheben sind auch ihre großen Blüten, die im April-Mai in leuchtenden Farben von Rot über Rosa bis Weiß erscheinen. Ihre etwa 5 cm großen, reifen, gelben Früchte verbreiten einen angenehmen Duft und werden deshalb auch gern mit in die Wohnung genommen. Die Sträucher wachsen sparrig und haben dornige Triebe. Sie sind daher auch gut als wehrhafte Abgrenzung entlang des Bürgersteiges geeignet. Empfehlenswerte Sorten sind: "Brillant", Blüte: orangerot, Triebe nur leicht bedornt; "Carl Ramcke", leuchtend rot; "Fire Danca", signalrot, Triebe nur leicht bedornt; "Pink Lady", rosa. Die genannten Sorten erreichen Größen zwischen 100 und 150 cm. Demgegenüber wächst die weiß blühende"Novalis" 200 cm hoch. Da die Zierquitten an den älteren Trieben blühen, sollten die Sträucher alle 2 bis 3 Jahre nur ausgelichtet und Hecken nur mäßig zurückgeschnitten werden. Deshalb und auch weil die Sträucher breitbuschig wachsen, wählen wir zur Grenze einen Pflanzabstand von mindestens 80 cm.

Auch die zahlreichen Beetrosen-Sorten bieten uns eine große Farbauswahl für niedrige Vor- und Beet-Pflanzungen. In schattigen Lagen können wir ebenfalls auf eine große Auswahl niedriger Sorten von Rhododendron und Azaleen zurückgreifen.

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