© Opitz, Wolfgang
Felsenbirne
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Mai 2007 Ein wesentliches Ziel der Gartenplanung besteht darin mit der Bepflanzung über einen möglichst langen Zeitraum ein attraktives Bild zu erreichen. Bäume und Sträucher, die im Frühjahr prächtig blühen und im Herbst mit ihren farbigen Früchten glänzen, ermöglichen es uns zwei Höhepunkte im Garten zu setzen.
Zu den empfehlenswerten Garten-Gehölzen, die diese Eigenschaften aufweisen gehören:
Felsenbirne
Sie besticht mit ihrem malerischen Wuchs und ihrer reichen, weißen Blüte. Hervorzuheben ist ihre Anspruchslosigkeit. Sie wächst in jedem kultivierten Gartenboden und ist sehr frosthart. Empfehlenswert sind die beiden Arten Amelanchier laevis und A. lamarckii. A. laevis zeichnet sich durch locker überhängende Zweigspitzen und die bis 12 cm langen, hängenden weißen Blütentrauben aus. Demgegenüber hat die gleichfalls attraktive A. lamarckii aufrecht stehende Blütentrauben. Mit der Felsenbirne haben wir einen robusten und gleichzeitig sehr schönen Strauch, den wir sowohl als Solitär als auch in der Gruppe mit anderen Gehölzen pflanzen können. Mit diesem Strauch erzielen wir sogar eine dreifache Wirkung. Neben der Blüte im Frühjahr trägt er im Sommer blauschwarze Beerenfrüchte und glänzt im Herbst mit einer prachtvollen gelben, orange bis roten Blattfärbung.
Feuerdorn
Für verschiedene Garten-Situationen ist auch der Feuerdorn (Pyracantha) geeignet. Wir können ihn gleichfalls als Solitär-Strauch oder in der Gruppen-Pflanzung verwenden. Da er den Schnitt gut verträgt, ist er des weiteren als frei wachsende wie auch geschnittene Hecke oder Spalier an der Wand verwendbar. Der Feuerdorn zeigt sich im Frühjahr mit einer reichen weißen Blüte. Im Herbst setzt er mit einem sehr reichen Beerenschmuck, je nach Sorte, auffallende Farb-Akzente von Gelb über Orange bis Rot. Die bis in den frühen Winter hängenden Früchte sind von den Vögeln sehr begehrt. Wegen seiner starken Bedornung ist der anspruchslose, immergrüne und 1,50 bis 2 m hoch werdende Strauch nicht jedermanns Sache. Andererseits ist er wegen dieser Eigenschaft ein ideales Nist- und Schutzgehölz für Vögel.
© Opitz, Wolfgang
Intensiver gefärbt sind die Früchte der Eberesche Sorbus aucuparia.
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Ebereschen
Einige Ebereschen-Arten und -Sorten - bekannter als Vogelbeeren - haben im Frühjahr auffallend große, weiße, schirmartige Blüten. Besonders aber bestechen im Herbst die mit ihren leuchtend-roten Früchten reich behangenen Bäume. Die kleiner bleibenden Sorten lassen sich gut in den Garten integrieren. Sie können zu mehreren, aber auch in Einzelstellung, zum Beispiel im Vorgarten, gepflanzt werden. Mit Sorbus aucuparia haben wir einen locker wachsenden Baum, der eine Höhe von 6 bis 8 m erreicht und neben Blüten und Früchten eine schöne Herbstfärbung aufweist. Die säulenförmig und 5 bis 8 m hoch wachsende Sorte Fastigiata ist besonders für kleine Gartenräume - auch Innenhöfe - geeignet. Eine empfehlenswerte Sorte mit auffallend großen, roten Früchten ist auch Sorbus Hybrida "Gibbsii". Mit einer sehr schönen Herbstfärbung wartet Sorbus serotina auf. Beachten sollten wir, dass die Vogelbeeren, vor allem im jungen Stadium, gegen Trockenheit empfindlich sind.
Mahonien
Mit der gewöhnlichen Mahonie aquifolium verfügen wir über einen interessanten immergrünen, anspruchslosen und kompakten Kleinstrauch, der 0,60 bis 1 m hoch wird. Auffallendes Merkmal bei den Mahonien-Arten sind die derben lederartigen, an den Rändern dornig-gezähnten Blätter. Ihre gelben Blüten werden im Frühjahr von zahlreichen Insekten besucht und die blauen Beeren im Herbst sind für die Vögel eine beliebte Nahrung. Mahonien pflanzt man am besten in Gruppen. Sie vertragen sonnige und auch schattige Lagen und eignen sich daher gut zur Vorpflanzung von schattigen Baumbereichen. Empfehlenswert ist die robuste und sehr frostharte Sorte "Apollo". Im Spätherbst sollten die Pflanzen gut mit Wasser versorgt werden, da die immergrünen Blätter auch im Winter Wasser abgeben.
Johanniskraut
Das Johanniskraut mit seinem botanischen Namen Hypericum gehört zu den beliebten und bewährten Zwergsträuchern, die von Juni/Juli bis September beständig mit ihren leuchtend-gelben Schalenblüten ein eindrucksvolles Bild abgeben. Wer einen guten blühenden Bodendecker pflanzen möchte, trifft mit Hypericum calcynum eine gute Wahl. Die Art wird nur etwa 30 cm hoch und überwächst infolge ihrer starken Ausläuferbildung schnell auch größere Flächen. Deshalb ist sie auch zur Bepflanzung von hängigen Lagen gut geeignet. Die wintergrünen Pflanzen können bei starken Frösten zurückfrieren - treiben jedoch wieder aus. Sie sollten ohnehin im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Auffallend mit seinem zunächst roten, später schwarzen Beerenschmuck ist Hypericum androsaemum. Dieser aufrecht wachsende schöne Kleinstrauch wird etwa 1 m hoch. Mit seinen goldgelben Schalenblüten - Juni bis Ende August - wirkt er sowohl in Einzel-, als auch in Gruppenpflanzung.