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Autor
von Esebeck, Heribert

Schwetlilien mit Partnerpflanzen


Metzartige Iris
© von Esebeck, Heribert
Metzartige Iris
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Mai 2007 Nach unserem Wissen ist das Leben auf der Erde im Wasser entstanden, wo das Gedeihen aller Organismen (Lebewesen) seinen Anfang hat. Jeder naturverbundene Pflanzenfreund wird davon aus eigener Praxis Kenntnis genommen haben.

Zu den Pflanzen feuchter Gewässer gehört die Wasser-Schwertlilie. Iris Pseudacorus, die nährstoffreiche Feuchtstellen bewohnt und durch ihr leuchtendes Blütengelb die Wasserflächen belebt. Zusammen mit Binsen, Rohr- und Igelkolben kennzeichnen sie die Biozönose (Lebensgemeinschaft von Pflanze und Tier).
Die Garten-Schwertlilie, Iris, zählt durch Züchterfleiß zu den beliebtesten Gartenstauden. Die Gliederung der Gattung ist umfangreich und recht kompliziert, wenn man sich näher mit ihr befasst. In ihrer Arten- und Sortenvielfalt wetteifert sie mit der Schönheit tropischer Orchideen. Durch ihre Vielfalt entwickelte sich innerhalb der Staudengesellschaft eine Fachgruppe für "Schwertlilien", die sich spezifisch mit der Pflanzengruppe beschäftigt. Außer den etwa 2.000 Arten wurden inzwischen Tausende Sorten in kaum überschaubarer Zahl gezüchtet. Weltweit gibt es heute Züchter, Gärtner und Iris-Freunde, die sich ihrer Kultur angenommen haben.

Bart-Iris 'Shephert’s Delight’
© von Esebeck, Heribert
Bart-Iris 'Shephert’s Delight’
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nach oben Namensgebung - Verwandtschaft - Gliederung

Die Gattung Iris hat auch zur Regengöttin Iris Bezug, wie das Wort irisieren = in Regenbogenfarben schillernd. Auch der Ophthalmologe, der Augenarzt, hat den Namen Iris in seinen Wortschatz aufgenommen. Die Einteilung der Iris richtet sich nach den Merkmalen der Fortpflanzungsart. Zu unterscheiden ist die Vermehrung durch Rhizome (Wurzelstock, Knollenzwiebel). Verwandtschaftlich gehören sie zu den Einkeimblättrigen Pflanzen, während die Stauden in der Mehrzahl den Zweikeimblättrigen zugeordnet werden.

nach oben Gattungsmerkmal

Blätter schwertartig, parallelnervig, mit 3-zähligen Blütenblättern. Sie bilden drei typisch gebärtete "Hängeblätter" und drei aufrecht gestellte "Domblätter". Die Iris pseudacors besitzt auf den Hängeblättern einen dunklen Fleck, das "Saftmal" genannt. Für das Insekt ein Hinweis auf den süßen Nektar (Honig).

Bart-Iris 'Sun Miracle’
© von Esebeck, Heribert
Bart-Iris 'Sun Miracle’
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nach oben Pflegehinweis:

Pflanzzeit April. Rhizome flach auslegen, leicht mit Erde bedecken. Ein guter Start ist mit Düngung durch Manna oder Oskorna gesichert. Je Quadratmeter 150 g Düngung wirkt günstig auf die Blühfreudigkeit und die Resistenz gegen Schädlinge. Keine hohen Stickstoffgaben (N) sowie zuviel Feuchtigkeit, da diese die Wurzelfäule fördert.

nach oben Richtlinien zur Pflanzung

Beim Kauf von Schwertlilien ist von Billigangeboten Abstand zu nehmen. Zu weiter Transport und Schleuderpreise sind oft trügerisch. Nach vier bis fünf Jahren ist die Pflanzung überaltert, da die Blütenpracht je nach Stand nachlässt. Die Blüten nehmen an Größe ab, da es zu Bodenmüdigkeit kommt. Oft wird die Meinung vertreten, Schwertlilien benötigten einen stets feuchten Untergrund. Ihre dickfleischigen Rhizome sind aber in der Lage, reichlich Wasser zu speichern. Beobachtet man ihren Wildwuchs, so ist festzustellen, dass sie auf trockenen Böden ebenfalls ihre Schönheit preisgeben. Geeignet sind sie für Teich-/Beckenränder, wo sie im Verbund mit Partnerpflanzen eine reizvolle Wechselwirkung herbeiführen und lebendige Kontraste schaffen. Beispiele: Taglilien, Hemerocallis, Sonnenhut, Rudbeckia, Gräser.

Schwertlilien mit Partnerpflanzen, Schwertlilien-Auswahl

NameHöhe in cmBlütezeitFarbeVerwendung
Zwerg-Iris Iris danfordiae10 bis 153gelbMiniaturgärten
durchlässiger Boden
Iris reticulata i.S.
’Cantab’, ’Herkules’
  hellblau 
Iris foetidissima106 Fruchtschmuck
Trockenblume
Höhere Gartenschwertlilie Iris Barbata-Elatior i. S.
'Leo Haven’
70 bis 904, 6zart rosa, goldgelbBeet, Einfassung
Japanische Sumpfschwertlilie805, 7 Nähe Wasserbecken

nach oben Prächtige Schnittblume

Im Erwerbsgartenbau ist sie eine gängige, allgemein bekannte Schnittblume: Geschnitten wird im Knospenstand in den Morgenstunden, sobald die Blütenfarbe sichtbar wird. Nach dem Schnitt wird der Trieb nochmals schräg unter Wasser angeschnitten. Zur Dekoration in der Vase ist dem lauwarmen Wasser ein Teelöffel Traubenzucker zuzuführen. Weiße Sortenfarben haben eine längere Haltbarkeit. Im Durchschnitt drei bis vier Tage, verblühte Blumen entfernen, da die Wuchskraft sonst geschwächt wird. Nach starken Regenfällen ist eine leichte Bodenlockerung ratsam.

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