© NABU/A. Klein
Turmfalke
Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Februar 2007 Der Turmfalke, ,Falco tinnunculus’, ist der Vogel des Jahres. Turmfalken sind Rütteljäger, die durchweg Insekten und Kleinsäuger jagen, mit der Gewohnheit, "rüttelnd" in der Luft zu stehen.
Ihr ausgedehntes Jagdgebiet umfasst Wiesen, Felder, Steppen, Heiden und Moore. Sie ergreifen Mäuse, Eidechsen, Heuschrecken, Käfer, selten jedoch Vögel. Nach Falkenart bauen sie kein Nest, benutzen vorhandene Horste, Mauerhöhlen, Fenstersimse oder spezielle Nistkästen. Turmfalken sind die bekannten, schnittigen Falken unserer Kirchtürme und Burgruinen. Mit 33 bis 34 cm Länge und 220 Gramm Gewicht gehören sie zu den kleineren Falkenarten. Hat ein Paar einen geeigneten Horstplatz gefunden, werden im Mai vier bis sechs Eier gelegt und meist nur vom Weibchen einen Monat lang bebrütet. Auch die Fütterung der Jungen übernimmt in den ersten drei Wochen die Mutter alleine, sie fliegt jedoch dem Partner weit entgegen, um seine Beute in Empfang zu nehmen. Die Nestlinge haben anfangs ein weißes Dunenkleid, dem bald ein hellgraues folgt, aus welchem die Federkiele sprießen und in ein weibchenähnliches Jugendgefieder übergeht. Die Nesthockerzeit dauert über einen Monat. Mit fünf Wochen ist die volle Flugfähigkeit erreicht. Bis in den Herbst hinein lassen sich die Jungfalken füttern. Mit ihren hell klingenden Rufen "kih kih kih" oder "kli kli kli" und den gewandten Luftspielen beleben die Stadtfalken den Luftraum über unseren Ortschaften aufs angenehmste.