Februar 2007 Ein Garten hat zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Reiz. Winter im Garten, das ist die ruhigere Zeit - die Arbeit drängt sich uns nicht auf. Hier regiert nicht die Hektik - Beschaulichkeit ist angesagt. Und wir können in Ruhe die zeitweise auch weiße Gartenwelt betrachten sowie auch das eine oder andere Foto "schießen".
Wer im Spätherbst die Samenstände der Stauden stehen gelassen hat, bereitet nicht nur den Vögeln eine Freude. Mit Schnee oder Rauhreif überzogen, bieten sie uns neue, dekorative Bilder. So fallen uns zum Beispiel abgeblühte Fetthenne (Sedum) oder Sonnenhut (Rudbeckia) und auch Herbstastern mit ihren weißen, hohen Schneehauben ins Auge.
Auch unsere Bäume und Sträucher erleben wir jetzt in ihren unterschiedlichen Formen aus einer neuen Perspektive, in der nicht Blätter und Blüten ihr Bild prägen. Die mit Schnee bedeckten, bizarr gedrehten Triebe der Korkenzieher-Hasel (Corylus avellana "Contorta") und die auffallend korallenrote Rinde des sibirischen Hartriegels (Cornus alba 'Sibirica’) kommen in dieser Jahreszeit besonders gut zur Wirkung. Auffällig und im Winterkleid gut zu sehen auch die eigenwillig, meist mehrstämmig, gewachsene Scheinbuche (Nothofagus antarctica) mit ihren fischgrätenartigen Verzweigungen.
© Opitz, Wolfgang Die Stechpalme (Ilex) im grün-gelb-weißen Farbenspiel. | © Opitz, Wolfgang Ausreichend stabil für reichlich Schnee, die Zweige der Stechfichte. | © Opitz, Wolfgang Zieräpfel der Sorte „Evereste“ hängen bis in den Winter fest am Baum. |
Jedes Jahr auch ein besonderes Ereignis, wenn die länglichen, gelben oder rotbraunen Blütenblätter auf den Zweigen der Zaubernuss (Hamamelis) Kälte und Schnee trotzen.
Immer ein Hingucker sind auch die bis in den Februar hängen bleibenden roten Zieräpfel an schneebedeckten Zweigen.
Unter den immergrünen Laubgehölzen ergänzen zum Beispiel einige Stechpalmen (Ilex) und der Spindelstrauch (Euonymus fortunei "Emeraldn Gold") mit goldgelben Blatträndern das winterliche Farbenspiel.
Aber auch die Nadelgehölze, wie die lockeren, flachen Astpartien der Zeder, der Taxus und die malerische Mädchenkiefer (Pinus parviflora ,Glauca’) tragen mit ihren verschiedenartigen Strukturen und Nadelfarben zur kontrastreichen Winterlandschaft bei.