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Gut gesichert! Dem Einbrecher zuvorkommen
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Januar 2007 Eine erschreckende Zahl: Etwa alle drei bis fünf Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Und die Diebe schlagen nicht, wie man vermuten könnte, in der Dunkelheit zu: Acht von zehn Einbrüchen finden tagsüber statt. Etwa 30 Prozent aller Einbrüche werden am Wochenende verübt und 90 Prozent der Einbrüche finden bei Abwesenheit der Bewohner statt. Schaden pro Jahr: über eine Milliarde Mark - ganz zu schweigen von den immateriellen Werten, die die Betroffenen zu beklagen haben. Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, Hab und Gut vor Einbrechern zu schützen. Zwar gibt es eine gute Nachricht: Der Wohnungs-Einbruchdiebstahl ist in der Bundesrepublik im Jahr 2005 um 11,6 Prozent zurückgegangen und hat sich in den letzten zehn Jahren sogar nahezu halbiert. Die schlechte aber gleich hinterher: Trotzdem hat es immer noch 109.736 Fälle dieser Art gegeben. Wichtig sind vorbeugende Maßnahmen, um dem Einbrecher von vorneherein die Tour zu vermasseln. Nur muss man wissen, wie das geht. Wir haben dazu Experten gefragt, die Ihnen wichtige Informationen mit vielen praktischen Tipps und Hinweisen rund um den Einbruchschutz geben.
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Macht die Türen sicher: Autor Manfred Eckermeier
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Die eigenen vier Wände absichern - ein kleiner Leitfaden
Bei über einem Drittel der Einbrüche bleibt es bei Einbruchsversuchen. Der wichtigste Grund dafür: mechanische Sicherheitseinrichtungen. Neben der Sicherungsfunktion der Zusatzelemente sorgt der Abschreckungseffekt vieler Produkte dafür, dass der Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit zum nächsten Objekt schreitet. Wer nach kurzer Zeit nicht erfolgreich ist, gibt in der Regel auf.
Bei nicht gesicherten Fenstern und Türen reicht oft ein herkömmlicher Schraubendreher um diese zu öffnen. Hauptangriffsziele der Einbrecher sind nach Untersuchungen der Polizei Fenster und Balkontüren bei Einfamilienhäusern, bei Mehrfamilienhäusern kommen die Täter durch die Eingangstür. Eingeschlagene Fensterscheiben stammen aus der Zeit, als Einfachverglasung noch der Standard war. Im folgenden eine Auflistung der Schwachstellen im Haus bzw. in der Wohnung und Lösungsansätze zur Beseitigung dieser.
Die Eingangstür
Von außen verschraubte Beschläge lassen sich einfach entfernen. Zylinder werden ausgebohrt, abgedreht oder einfach aus dem Schloss gezogen. Überstehende Schließzylinder lassen sich quasi abbrechen.
Lösung: Bauen Sie einen hochwertigen Schließzylinder in Kombination mit einem - von innen verschraubten - Schutzbeschlag ein. Achten Sie darauf, dass Sie DIN- oder VdS-geprüfte Produkte erwerben. Dazu gehört ein Schließblech mit Mauerverankerung an jede Eingangstür. Dies zusammen bildet die Basis eines erhöhten Einbruchschutzes. Zusätzlich empfehlen wir den Einbau von Zusatzschlössern. Diese werden separat auf der Schließ- und Scharnierseite angebracht. Noch besser: Sie bauen direkt ein Panzerriegelschloss ein. Dieses sichert die Tür über die gesamte Breite.
Keller- und Nebeneingangstüren
Nicht die Einstiegsmethode Nummer eins. Jedoch sind diese Eingänge auch deshalb besonders gefährdet, weil Einbrecher hier in aller Ruhe arbeiten können - sie werden nicht so schnell entdeckt.
Lösung: Hier gilt das gleiche wie für die Eingangstür. Jedoch gibt es gerade für Nebeneingangstüren Panzerriegel, die speziell für diese Art von Türen konzipiert wurden. So z.B. ein Modell, dass von innen verriegelt wird. Achten Sie auch darauf, dass Kellerschächte ausreichend gesichert sind.
Hier gibt es schon für wenig Geld sogenannte Gitterrostsicherungen. Diese verhindern, dass sich Kellerschachtabdeckungen einfach abheben lassen. Und im Notfall lassen sich diese von innen schnell öffnen - mit speziellen Anti-Panik-Vorhangschlössern, die sich ohne Schlüssel oder Code öffnen lassen.
Fenster und Fenstertüren
Über diese Wege kommen die meisten Einbrecher ins Haus. Denn: Handelsübliche Fenster und Fenstertüren stellen selbst für ungeübte Einbrecher kein Hindernis dar - sowohl in gekipptem, als auch in geschlossenem Zustand sind diese innerhalb weniger Sekunden geöffnet. Ganz fatal: Je nachdem, wie versiert der Einbrecher zu Werke geht, treten nicht einmal Einbruchsspuren auf. Je nach Temperatur im Sommer kann zusätzlich die Erwärmung des Fensters dafür sorgen, dass nach erfolgtem Einbruch kaum oder keine Einbruchsspuren zu finden sind. Dadurch sind Probleme mit der Versicherung vorprogrammiert.
Lösung: Sichern Sie Ihre Fenster nachträglich mit mechanischen Sicherungen ab - sowohl auf der Schließ- als auch auf der Scharnierseite. Es gibt eine Vielzahl an effektiven Produkten, ob Zahlenschloss, Fenstergriffschloss, Teleskopstange oder Fensterstangenschlösser mit Mehrfachverriegelung. Auch hier gilt: Achten Sie beim Kauf auf DIN- oder VdS-zertifizierte Produkte! Gegen die Schlüsselsuche: Es gibt die Möglichkeit, die Produkte gleichschließend zu erwerben. So benötigt man nur einen Schlüssel.
Quelle: Abus