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Autor:
Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V.

Wildvögeln artgerecht durch den Winter helfen



Winterfütterung
© Fehn
Winterfütterung
Dezember 2006 Für einige Vögel kommt der eiskalte Winter als tödliche Überraschung. Denn bei gefrorenen Böden, Eis und Schnee haben viele Wildvögel Schwierigkeiten, in unserer bebauten Umwelt geeignetes Futter zu finden.

Mit Meisenknödeln und Sonnenblumenkernen wollen Tierfreunde den Vögeln durch den Winter helfen. Doch eine wirkliche Hilfe ist nur die artgerechte Fütterung: "Für das Wohlergehen der Vögel sind die Qualität und die auf die Arten abgestimmte Vielseitigkeit des Futters sowie der richtige Zeitpunkt der Fütterung entscheidend", erklärt Klaus Oechsner, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF).

Essensreste sind als Nahrung ungeeignet. Außerdem sollten alle Vogelarten unterstützt werden, sonst überleben nur bestimmte Arten und machen im kommenden Frühjahr anderen Vögeln die Nistplätze streitig. Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig als sogenannte Weichfresser fressen ein spezielles Weichfutter, das Fettbestandteile, Trockenobst und Insekten enthält. Körnerfresser wie Sperling, Buchfink und Gimpel können mit ihren breiten, kräftigen Schnäbeln auch dicke Schalen öffnen. Meisen benötigen zusätzlich fetthaltige Sämereien. Bei besonders harten Meisenknödeln mit fein gemahlenen Zutaten und Weizenkörnern fällt den Vögeln das Herauspicken der Nahrung schwer. Zu empfehlen ist eine lockere Mischung mit vielen Sonnenblumenkernen, Sämereien und ganzen Getreideflocken. Gutes Winterfettfutter ist in Fett getränkt und somit frostsicher.

Die Blaumeisen bevorzugen frei schwingende Futterquellen, im Gegensatz zur Amsel. Sie fühlt sich am fest montieren Futterhäuschen wohl.
© ZZF
Die Blaumeisen bevorzugen frei schwingende Futterquellen, im Gegensatz zur Amsel. Sie fühlt sich am fest montieren Futterhäuschen wohl.
Das frühzeitige Anfüttern hilft den Vögeln, sich an die Futterplätze zu gewöhnen. Morgens und spätnachmittags sollten kleine Mengen gereicht werden. So können die Tiere ihren nächtlichen Energieverlust morgens ausgleichen und sich vor Sonnenuntergang für die Winternacht stärken. Die Futterplätze müssen vor Wind und Feuchtigkeit geschützt sein. Außerdem sollten sie täglich gesäubert werden, damit sich durch verdorbenes Futter und Kot keine Krankheitserreger ausbreiten können. Bewährt haben sich sogenannte Spender, die vor Nässe und Verunreinigungen geschützt sind.

Das Anbringen der jeweiligen Futterplätze spielt eine wichtige Rolle. Amseln, Sperlinge und Rotkehlchen beispielsweise bevorzugen eher ein fest montiertes Futterhäuschen oder Silos, während Meisen lieber an hängende oder frei schwingende Futterquellen fliegen. Eine gute Ergänzung zum Futterhäuschen sind daher Meisenknödel oder Meisenringe sowie Netze mit Nüssen. Die Futterquellen müssen ausreichend hoch in Büschen oder Bäumen angebracht werden, damit Katzen die fressenden Vögel nicht erreichen können. Einige Vogelarten, wie zum Beispiel Amseln oder Buchfinken, nehmen Futter auch gerne am Boden auf. Bei der Einrichtung von Futterplätzen am Boden ist zu beachten, dass Katzen sich nicht unbemerkt anschleichen können.

Wer mit der Fütterung der freilebenden Wildvögel begonnen hat, sollte sie regelmäßig fortsetzen. Auch zum Winterende hin darf sie nicht abrupt beendet werden, sondern erst, wenn die Vögel wieder selbst ausreichend Nahrung finden. Denn im Verlauf des Winters wird das Nahrungsangebot der Natur eher knapper statt reichlicher. Kritisch wird es vor allem, wenn im März noch einmal Schnee fällt, weil dann bereits Drosseln, Stare und andere Zugvögel zurückgekehrt sind.

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Fütterung, Wildtiere, Winterfütterung von Vögeln

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