Eine Voraussetzung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist die regelmäßige
Bodenbearbeitung. Vor dem Bepflanzen wird der Boden tief mit dem Sauzahn oder einem ähnlichen Gerät gelockert. Auf schweren Böden und wenn Gründünger oder andere gröbere Pflanzenreste mit dem Boden durchmischt werden sollen, muss gegraben werden. Anders als beim Umgraben im Herbst, ist der Zeitpunkt im Frühjahr umweltverträglich, weil die Gefahr der Nährstoffauswaschung gering ist.
Der beste Standort für das Gemüse ist der sonnigste Teil des Gartens.
Wenn die Erde abgetrocknet und das Saatbett feinkrümelig vorbereitet ist, können wir folgendes Gemüse
säen: Blatt- und Kopfsalat, Löwenzahn, Mangold, Spinat, Kopf- und Rosenkohl, Möhren, Pastinaken, Radies, Schwarzwurzeln, Rote Bete, Schal-, Mark- und Zuckererbsen, Dicke Bohnen und Sommerzwiebeln; ferner Kräuter wie Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Gartenkresse, Kerbel, Koriander, Petersilie und Schnittlauch.
Beachten Sie bei der Sortenwahl die Aussaattermine.
Rucola ist ein wiederentdeckter Salat mit mediterranem Flair. Der hohe Gehalt an Senfölen, die dem Salat den aromatisch scharfen Geschmack verleihen, macht ihn ernährungsphysiologisch so wertvoll.
Die Bezeichnung
Rucola steht für zwei botanisch verschiedene Pflanzenarten. Die Salat- oder Ölrauke (Eruca sativa) ist milder im Geschmack als die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia), auch Feinblättriger Rucola genannt.
Beide Arten sind unempfindlich und stellen keine hohen Ansprüche an Boden und Klima.
Im Freiland kann von Anfang April bis Anfang September (im Gewächshaus auch früher oder später) in Reihen ausgesät werden. Die Kulturzeit ist bemerkenswert kurz. Im Frühjahr und Herbst kann bereits nach sieben, im Sommer nach drei Wochen geerntet werden. Dabei schneiden wir die rosettenförmig wachsenden Blätter bei einer Länge von zehn Zentimetern nur so tief über dem Boden ab, dass neue Blätter nachwachsen können. Nach zwei bis drei Ernten sollte eine neue Salatgeneration herangezogen werden.
Madige Möhren, Rettiche oder Radieschen sind ziemlich unappetitlich. Schuld sind Gemüsefliegen, die ihre Eier an der Wurzel ablegen. Die daraus schlüpfenden Maden fressen sich in die Pflanze hinein. Auch Kohl, Petersilie, Sellerie und Zwiebeln werden von Gemüsefliegen parasitiert. Ein dicht mit dem Boden abschließendes Schädlingsschutznetz oder Gemüsevlies verhindert den Befall. Vlies schützt zusätzlich vor Frost.
Gepflanzt werden vorgetriebene Dicke Bohnen sowie Grünspargel, Kopfsalat, Knoblauch, Steckzwiebeln, Topinambur und mehrjährige Küchenkräuter. Geschützt unter Gemüsevlies wachsen Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Kopfkohl.
Besonders lecker schmecken
Frühkartoffeln aus dem eigenen Garten: Kartoffeln wachsen auf fast allen humusreichen, wasserdurchlässigen Gar tenböden. Gaben von frischem Kompost oder Stallmist wenige Wochen vor dem Pflanzen werden nicht vertragen. Auf derselben Fläche ist erneuter Kartoffelanbau erst nach vier Jahren möglich.
Vorgekeimte Kartoffeln haben einen Entwicklungsvorsprung von zwei Wochen und können ab acht Grad Bodentemperatur gelegt werden.
Der Abstand der Reihen misst 65 bis 75 und in der Reihe 30 bis 50 cm. Die Knollen nicht vergraben, sondern höchstens doppelt so tief legen wie die Kartoffel hoch ist. Etwas anhäufeln und mit Folie oder Vlies bis zum Ende der Nachtfrostgefahr bedecken.
Wir sollten frühzeitig mit dem
Unkrautjäten beginnen, weil die Pflanzen dann noch klein und leicht zu beseitigen sind. Mühsam wird es, wenn sie Samen gebildet haben, denn das Vermehrungspotential ist riesig: Eine Pflanze
Löwenzahn (Taraxacum of ficinale) bildet bis zu 3.000,
Franzosen- oder Kleinblütiges Knopfkraut (Galinsoga par viflora) bis zu 10.000 und Vogelmiere (Stellaria media) bis zu 5.000 Samen.
Gartenmonat April"Der April macht was er will!". Dieser Monat ist für seine Wetterkapriolen bekannt. Auch wenn uns die kraftvolle Sonne zur Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor greifen lässt, können doch wenige Stunden später Windböen Schneeflocken aus dunklen Wolken vor sich hertreiben.