November 2006 Die Fenster unserer Großeltern waren nicht nur reizvoll, sondern auch praktisch. Mit Doppelflügeln und separaten Lüftungsklappen. Doch die Zeiten sind lange vorbei.
Mit der Ära der Kunststoffrahmen und -flügel haben viele Häuser ihr Gesicht verloren. Die vormals schönen Fenster wurden herausgerissen. Zurück blieben nicht selten langweilige Löcher, deren große Glasflächen angeblich besser zu putzen sind. Doch die allzu offenen Einblicke wirkten oft unwohnlich und wurden deshalb wieder mit großen Gardinen zugehängt.
© Schmidt, Joachim In der Praxis bewährt | © Schmidt, Joachim Reizvolle Aufteilung | © Schmidt, Joachim Attraktive Gestaltung |
© Schmidt, Joachim Versetzter Mittelpfosten | © Schmidt, Joachim Reiz durch Quadrate | © Schmidt, Joachim Betonung der Vertikale | © Schmidt, Joachim Platz für Zierornamente |
Doch plötzlich waren Sprossen wieder in und das vorgeblich aufwendige Putzen kein Thema mehr. Aber schön sind viele der Sprossenfenster nicht. Ohne jegliches Formgefühl in die Isolierglasscheiben eingelegt, wirken die dünnen Stege reizlos und eher wie Gitter in den Scheiben.
Diese kleine Übersicht soll deshalb aufzeigen, dass es auch noch andere Fensterformen gibt als quadratische Löcher. Und dass man seine Fenster auch dem Baustil seines Hauses anpassen kann, um der Fassade wieder ein unverwechselbares Gesicht zu geben.
Naturgemäß ist ein schön gestaltetes Fenster deutlich teurer als ein simpler Kunststoff-Rahmen. Ein schönes Fenster kann jedoch Gardinen überflüssig machen. Das sollte man einmal gegenrechnen.
Gut zu wissen!
Heutige Kunststoffprofile für Fenster sind haltbar und auch relativ pflegeleicht. Doch sie wirken oft massiv und klobig. Es gibt jedoch eine neue Generation von Holzfenstern, die aus verleimten Profilen bestehen und ähnlich stabil sind wie Sperrholz. Mit diesem Leimholz lassen sich auch wieder filigrane Fenster bauen. Und ihre Kunststoffbeschichtung macht Anstriche überflüssig. Infos im Internet: Stichwort "moderne Holzfenster".