Oktober 2006 Die Preise für Öl und Gas sind in den letzten Jahren rasant in die Höhe geschnellt, und auch zukünftig erwarten die Experten einen weiteren Anstieg der Preise. Grund genug für immer mehr Hausbesitzer, sich nach Alternativen beim Heizen umzuschauen. So boomt insbesondere der Markt der erneuerbaren Energien. Der Absatz an Solarkollektoren lag 2005 beispielsweise bereits um mehr als 25 % höher als im Vorjahr. Und die positive Tendenz hält auch im Jahr 2006 an.
Eine Alternative zu Öl- und Gaskesseln ist das Heizen mit Pellets. Vor Jahren noch ein Exot unter den Heizanlagen, ist die Zahl der Pelletsheizungen bundesweit bis Ende 2005 bereits auf 40.000 Einheiten angewachsen. Und in diesem Jahr wird die Anzahl der Pelletskessel nach Meinung der Experten auf ca. 68.000 Stück ansteigen.
Heiztechnik-Experte Bernd Kasüschke, Vertriebsleiter der MHG Heiztechnik GmbH, erläutert die Vorteile moderner Pelletsheizkessel:
Preisvorteil
Der natürliche Brennstoff Holz in Form von Pellets ist im Vergleich zu Öl oder Gas nur etwa halb so teuer und wird derzeit nur mit 7 Prozent Mehrwertsteuer beaufschlagt. Da Holz als nachwachsender Rohstoff dauerhaft verfügbar ist, werden Pellets voraussichtlich auch zukünftig preisgünstig bleiben.
Förderung
Um den Einstieg in das Feld der erneuerbaren Energien für Hausbesitzer zu erleichtern, wird der Einsatz von Pelletsheizkesseln durch öffentliche Mittel gefördert. So bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von 8 bis 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 Prozent. Allerdings ist das Förderprogramm in diesem Jahr so gut angenommen worden, dass die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für die Bewilligung von Zuschussanträgen bereits erschöpft sind. Die BAFA gibt daher in diesem Jahr keine weiteren Förderzusagen mehr. Das Förderprogramm soll jedoch auch im nächsten Jahr fortgeführt werden. Die neuen Richtlinien werden voraussichtlich Ende 2006 verabschiedet und veröffentlicht.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet Heizungsmodernisierern bei der Installation einer Pelletsheizung besonders zinsgünstige Kredite. Weitere Informationen gibt es unter www.kfw-foerderbank.de.
Umweltfreundlichkeit
Auch unter Umweltaspekten schneiden moderne Pelletsheizkessel positiv ab: Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie die Bäume zuvor bei ihrem Wachstum aufgenommen haben oder auch bei ihrer natürlichen Verrottung im Wald produzieren würden. So wird bei der Umstellung von einer Öl- bzw. Gas- auf eine Pelletsheizanlage der CO2-Ausstoß in einem Einfamilienhaus um ca. 5 bzw. 2,5 Tonnen pro Jahr reduziert. Zusätzlich führt die Verbrennung von Pellets auch zu einem geringeren Ausstoß an Schwefeldioxid als bei der Verbrennung von Öl oder Gas.
© MHG Heiztechnik
Üblicherweise werden Holzpellets in einem Vorratsraum in der Nähe des Pelletsheizkessels gelagert. Von dort aus werden die Pellets angesaugt und automatisch in den Zwischenbehälter transportiert.
Die Dosierschnecke transportiert die vom Wärmebedarf abhängige Menge an Pellets zur Brennerschnecke. Die Brennerschnecke führt die Pellets schließlich dem Herzstück des MHG Kessels zu - einem neuartigen Partitionsbrenner mit verbrennungsoptimierender Luftzuführung. Durch die innovative Technik des vollautomatischen Pelletsheizkessels werden optimale Verbrennungsbedingungen erreicht - Garant für eine hohe Energieausnutzung, minimale Emissionen und ein äußerst geringes Asche-Aufkommen.
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Auswahl des richtigen Pelletsheizkessels
Bei der Geräteauswahl sollten Hausbesitzer insbesondere auf die Energienutzung achten. Vollautomatische Premium-Pelletsheizkessel, wie zum Beispiel der LinoStar von MHG Heiztechnik, bieten einen feuerungstechnischen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Das Besondere: Der hohe Wirkungsgrad wird in diesem Fall auch gerade dann erreicht, wenn der Kessel in die niedrigen, wesentlich häufiger benötigten Teillastbereiche bis minimal 4 Kilowatt heruntermoduliert und sich dabei dem unterschiedlichen Wärmebedarf flexibel anpasst. So werden zum Beispiel bei einer Außentemperatur von 10 Grad Celsius nur etwa 30 Prozent der maximalen Kesselleistung benötigt. Das Ergebnis ist ein besonders niedriger Energieverbrauch, geringe Emissionen und nur minimale Ascherückstände. Darüber hinaus rät das Umweltbundesamt, nur Pelletsheizkessel mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" zu kaufen. Da diese Anlagen den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren, sind sie anderen Geräten vorzuziehen, so das Umweltbundesamt.
Kombination mit Solaranlage
Für Hausbesitzer, die die ökonomischen und ökologischen Potentiale eines Pelletsheizkessels voll ausschöpfen wollen, bietet sich die Kombination mit einer thermischen Solaranlage an. So lässt sich beim LinoStar von MHG die umweltfreundliche Energie aus der Sonne in Verbindung mit einem Puffer- oder Kombispeicher nicht nur zur Warmwasserbereitung, sondern auch zur Heizungsunterstützung nutzen.