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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Juni



Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist eine vielseitige Gartenpflanze. Das Grün und die Blüten geben vielen Speisen eine pikante Note. Die Blüten sind außerdem eine Zierde im Garten, als Schnittblume lange haltbar und für Insekten eine ergiebige Nahrungsquelle.
© Roth, Wolfgang
Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist eine vielseitige Gartenpflanze. Das Grün und die Blüten geben vielen Speisen eine pikante Note. Die Blüten sind außerdem eine Zierde im Garten, als Schnittblume lange haltbar und für Insekten eine ergiebige Nahrungsquelle.
Juni 2016 Die Schafskälte in der Mitte des Monats ist ein häufig auftretendes Wetter­phänomen und kann empfindliche Pflanzen schädigen. Deshalb sollte zu deren Schutz Gemüsevlies bereit ­liegen.

nach obenZierpflanzen

Frühjahrs-Stauden, die ihre Blütezeit bereits beendet haben, lassen sich jetzt sicher teilen. Dazu werden die Wurzelstöcke ausgegraben, in einige Teilstücke zerlegt und möglichst an einer anderen Stelle wieder eingepflanzt. Wenn der Pflanzerde etwa 20 Prozent Komposterde beigemischt wird, entwickeln sich die Setzlinge besonders gut.

Das Teilen von Stauden bewirkt zweierlei: Erstens lassen sie sich so sicher vermehren und zweitens erlangen vergreiste, blühunwillige Pflanzen ihre Vitalität zurück.

Weitere Arbeiten:

Entfernen Sie laufend die verblühten Blüten an Rosen und anderen Gewächsen mit einer lange Blütezeit. Dadurch sparen die Pflanzen die Energie für die Samenproduktion und entwickelt immer wieder neue Blütenknospen.

Bei jüngeren Rhododendren führt das Ausbrechen verwelkter Blüten zu keinem längeren Blütenflor, bewirkt aber einen harmonischen Pflanzenaufbau.

Das Laub der Zwiebelblumen erst entfernen, wenn es vollständigen eingetrocknet ist.

Stützen Sie hohe, nicht standfeste Stauden bevor sie die Endhöhe erreicht haben. Dadurch werden die Stützen überwachsen und sind dann unsichtbar.

Es beginnt die Aussaatzeit für "Zweijährige Blütenpflanzen" wie Goldlack (Cheiranthus cheiri), Hornveilchen (Viola cornuta), Stiefmütterchen (Viola-Wittrockiana-Hybriden), Stockrose (Alcea-Rosea-Hybriden), Tausendschön (Bellis perennis) und Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica).

Für Wasserpflanzen ist im Juni die beste Pflanzzeit.

nach obenObst

Nicht wörtlich zu nehmen sind die Fachausdrücke "Junifall" und "Juniriss".

Bei übermäßigem Fruchtbehang werfen Obstbäume im Juni einen Teil ihrer Früchte ab. Diese Selbstregulierung der Fruchtmenge wird als Junifall bezeichnet.

Wer große Früchte in guter Qualität ernten möchte, sollte selbst für die bestmögliche Anzahl sorgen. Ein Apfel oder eine Birne brauchen mindestens 20 Laubblätter, um ausreichend ernährt zu werden. Das sind etwa 7 bis 8 Früchte je einem Meter Zweiglänge. An kleinen, bis 2,50 m hohen Apfelbäumen, sollten nur 80 bis maximal 100 Äpfel reifen.

Als optimaler Fruchtbehang bei Zwetschen gelten 20 bis 25 Früchte je einem Meter Fruchtzweig. Bei Pfirsichen sollten die Früchte einen faustbreiten und bei Aprikosen einen Abstand von drei Fingern haben.

Nach einem starken Rückschnitt der Obstbäume im Winter, bilden sich viele Neutriebe (Wasserreiser), die eigentlich nicht benötigt werden. Bei Kernobst lassen sich diese Reiser, wenn sie 30 cm lang geworden und noch krautig sind, abreißen. Daher der Fachausdruck "Juniriss". Dieser brutal anmutende Eingriff wird vom Baum gut vertragen und spart viel Arbeit. Steinobst ist empfindlicher. Hier sollten die Neutriebe mit der Gartenschere beseitigt werden.

Eng stehende Himbeerruten behindern sich gegenseitig und bringen nicht den vollen Ertrag. Darum sollten Sie überschüssige Triebe dicht über dem Boden abschneiden.

Bei Sommerhimbeeren, die meistens in Reihen gezogen und an Drähten aufgebunden werden, genügen zehn Ruten je laufenden Meter.

Herbsthimbeeren wachsen flächig im Beet. Die Ruten finden in einem 80 cm breiten und an Pfählen fixierten Maschengitter halt. Dieses Stützgitter wird, entsprechend dem Wachstumsverlauf, bis auf 90 cm Höhe angepasst. Bei dieser Anbaumethode sind 25 bis 30 Ruten je einem Meter Beetlänge optimal.

Nach der Blüte der Weinreben werden die Ranken hinter der letzten Traube auf fünf bis acht Blätter gekürzt und die Triebe ohne Fruchtansatz bis auf ein Blatt entfernt.

nach obenGemüse

Dass Kartoffelpflanzen mit Erde angehäufelt werden ist gängige Praxis. Auch Bohnen, Erbsen, Kopfkohl und Porree profitieren vom Anhäufeln. Beim Porree erhöht der "Erdwall" den weißen Anteil der Porreestange. Bei den anderen Gemüsearten wird die Standfestigkeit erhöht und teilweise auch die Bildung von Adventivwurzeln, die zusätzlich Wasser und Nährstoffe aufnehmen, gefördert.

Viele junge Küchenkräuter schmecken vor der Blüte am besten. Dazu gehören u.a. Gurkenkraut (Borago officinalis), Kerbel (Anthriscus cerefolium), Pimpinelle (Sanguisorba minor), Sauerampfer, Schnittlauch, Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) und Zitronenmelisse.

Für Herbst- und Wintergemüse wie Knollensellerie, Porree, Grün-, Kopf- und Rosenkohl ist die Pflanzzeit optimal.

Auch Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi bringen gute Erträge, wenn sie in diesem Monat gepflanzt werden.

Wärmebedürftiges Gemüse, wie Freilandgurke, Kürbis, Paprika, Tomate und Zucchini sollten in kälteren Lagen erst Anfang Juni in die Beete gesetzt werden. Noch wärmebedürftiger sind Melone und Süßkartoffel (Ipomea batatus). Bei den empfindlichen Gemüsearten ist eine Vorkultur in Töpfen auf der warmen Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus sinnvoll.

Die Auswahl an Gemüsearten, die noch ausgesät werden können, ist erheblich: Kohlrabi, Lauchzwiebel, Mairübe, Mangold, Möhre, Pastinake, Radies, Rettich, Rote Bete, Stielmus, Spinat, Winterporree sowie Blattsalate.

Auch bei Blattsalaten ist die Auswahl groß. Eine exotische Variante mit pikantem, senfähnlichem Aroma bietet Asia-Salat. Babyleaf-Salate sind eine Mischung aus schnell wachsenden Pflücksalaten. Weitere Blattsalate sind Batavia-, Eis-, Kopf-und Romanasalat.

Im Trend sind Zichoriensalat (Cichorium intybus), der auch als Zuckerhut bekannt ist und Endivie (Cichorium endivia). Beide Salate sind kräftig im Geschmack und haben eine angenehm bittere Note. Die Aussaatzeit ist von Mitte Juni bis Ende Juli begrenzt. Sicherer als die Direktsaat ist die Anzucht von Setzlingen, die ab Anfang August ins Beet gepflanzt werden. Die recht lange Erntezeit reicht bis in den November, da beide Salate leichte Fröste ertragen.

Ein spezielles Gemüse ist Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum), das im Winter zum Treiben im Keller aufgestellt wird. Chicorée säen Sie im Mai oder Juni aus, um dann im Spätherbst fleischige, rübenförmige Wurzeln zu ernten. Aus diesen treiben dann im Winter spindelförmige, geschlossene gelbe Blattschöpfe, die sich als Salat oder zu zartem Gemüse zubereiten lassen. Beachten Sie bei der Sortenwahl, ob das Treiben im Winter mit oder ohne Erdabdeckung erfolgen soll.

Nach einer Gartenregel endet die Erntezeit von Rhabarber am 24. Juni. Wer möchte kann ihn auch zwei Wochen länger ernten, denn der ansteigende Gehalt an Oxalsäure ist bei normalen Verzehrmengen ungefährlich. Ab Anfang Juli brauchen dann die Pflanzen die notwendige Ruhe, um zu regenerieren.

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Insekten sind wichtige Verbündete. Viele vollentwickelte Tiere nehmen als Nahrung Pollen und Honig auf. Bewundernswert ist die lange Blütezeit und die Anziehungskraft für Insekten dieser Blauen Bergminze (Agastache rugosa).
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Gemüse, Nützling, Schnecken, Schädling, Schädlingsbekämpfung, Sommerblumen, Standortanspruch, Zierrasen

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