Autor
Titze, Winfried
Hohlstrünkiger Blumenkohl
© Titze, Winfried
Ursache hohler Strünke beim Blumenkohl (oben) und beim Brokkoli (unten) sind meistens Faktoren, die die Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen begünstigen.
© Titze, Winfried
Sepember 2006 Hohle Strünke und in ihrem Gefolge oftmals "gespaltene" Köpfe (Doppelköpfe) sollen holländischen Untersuchungen zufolge viel seltener die Auswirkung von Bormangel sein, als bisher gemutmaßt wurde. (Bor = ein für die Pflanze unentbehrliches Spurenelement). Ursache seien vielmehr Faktoren, die das Wachstum der Pflanzen, mehr noch deren Wachstumsgeschwindigkeit, fördern.
So bewirken vor allem eine hohe Stickstoffdüngung oder -verfügbarkeit und zu große Pflanzenabstände diese Symptome. Die Anfälligkeit ist auch sortenabhängig. Die Prüfung von sechs Züchtungen an zwei Anbauorten - Pflanzabstände jeweils 75 x 50 cm - zeigte Befallsunterschiede zwischen 20 und 91 Diese hohle Strünke herbeiführenden Einflüsse treffen auch für den Brokkoli zu. Pflanzabstände von etwa 40 x 50 cm (Frühblumenkohl, Brokkoli), 50 x 50 cm (Sommerblumenkohl) und 50-60 x 60 cm (Herbstblumenkohl) sowie (blaue) Volldüngergaben von 130 bis 150g/m2 (ohne Einsatz organischer Düngemittel), aufgeteilt in Grund- und ein bis zwei Kopfdüngungen, sollten im Hausgarten kaum zu den genannten Schadbildern führen.
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