Juli 2006 Mit Holz zu bauen bringt Spaß und braucht keinen Mörtel. Aber nicht alles kann aus Holz sein. Mauerwerk ist wasserfest, quillt und schwindet nicht und ist sicher vor Fäulnis. Deshalb schadet es nicht, wenn man auch mit Mörtel und Mauersteinen umgehen kann.
Drei Dinge sind bei Mauern wichtig: Ein solides Fundament. Die richtigen Mauersteine. Und der richtige Mörtel. Das scheint einfach und ist es auch, wenn man genügend Übung (Lehrzeit) hat.
Mauersteine gibt es seit 200 Jahren in genormten Größen. Das Normformat (NF), von dem sich heute alles ableitet, hat das Maß 240 x 115 x 71 mm. Daraus wandeln sich alle weiteren Steingrößen ab. Vom 52 mm dicken Dünnformat (DF) bis hin zum großen Block-Stein, der von Hand kaum noch zu versetzen ist.
Gebräuchlich sind NF- und DF-Steine. Damit lassen sich alle gängigen Arbeiten rund ums Haus durchführen. Kalksandsteine sind weiß, Ziegel rot oder rotbraun. Klinker gibt es nur bei Ziegelsteinen. Sie sind mit Keramik vergleichbar und absolut wetterfest. Aber auch Kalksandsteine gibt es in frostsicherer Qualität für Außenmauern.
Früher wurde der Mauermörtel ausschließlich von Hand gemischt. Heimwerker kaufen ihn heute fertig im Sack im Baumarkt und müssen nur noch die entsprechende Wassermenge zugeben. Wieviel steht auf dem Gebinde. Auch hier ist wichtig, den entsprechenden Mörtel zu wählen. Kalkmörtel für Innenwände, Zementmörtel für Außenmauern.
© Schmidt, Joachim
Details beim Bau einer Mauer
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Im spritzwassergefährdeten Sockelbereich von Außenmauern haben sich Schalungs-Steine aus Beton bewährt. Sie werden auf das Fundament gelegt und mit Füllbeton ausgegossen. Dadurch entsteht nicht nur ein glatter Sockel, sondern auch eine saubere Basis für das weitere Mauerwerk.
Handwerkliches Geschick erfordert das Verfugen von Sichtmauerwerk. Hierzu braucht man schon einige Übung. Früher wurde gemauert und erst später verfugt, damit sich das Mauerwerk "setzen" konnte. Heute verfugt man gleich beim Mauern mit dem frischen Mauermörtel.
Alles ist letztlich Übungssache, und nur die macht bekanntlich den Meister.
Gut zu wissen!
Wie tief müssen Fundamente gegründet sein? In frostsicherem Innenbereich 40 cm. Außen je nach Mauerbelastung und Frostgefahr mindestens 60 cm (80 cm ist die Norm). Doch auch Fundamente können reißen. Deshalb müssen sie mit Baustahl armiert werden. Meist genügen zwei parallel verlegte 10-mm-Rundstäbe im unteren und im oberen Fundamentbereich.