© Eckermeier, Manfred
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Mai 2006 Nachdem wir in der letzten Ausgabe gezeigt haben, wie die alte Rasenfläche vorbereitet wird, wollen wir heute die Fläche einsäen. Sie erinnern sich: Auf zwei abgesteckten Flächen soll "Berliner Tiergarten", den es bei sicherlich jedem Gartenbedarfshandel für wenig Geld zu kaufen gibt, wachsen. Und auf einer Fläche Novaplant, ein WOLF-Garten Markenprodukt, das nur gute Fachhändler führen.
Bei der Rasen-Neuanlage sind die ersten Wochen nach dem Keimen der jungen Rasenpflänzchen besonders entscheidend für das Gedeihen. Mit der richtigen und ausreichenden Nährstoffversorgung von Beginn an, geben Sie Ihrem Rasen optimale Starthilfe. Die Rasennarbe schließt sich viel schneller und verhindert, dass sich noch im Boden befindliche Unkrautsamen etablieren können.
Tipp der WOLF Rasenexperten: Rasen-Keimlinge benötigen im Vergleich zu bereits fest verwurzelten Rasenpflanzen einen speziellen Dünger mit hohem Phosphoranteil. Phosphor fördert die Bildung der Wurzeln und Seitentriebe, was in dieser Phase für das sichere Schließen der Grasnarbe ausschlaggebend ist. Mit dem WOLF Starter-Dünger schließt sich die Grasnarbe um bis zu 50 % schneller als ohne diese spezielle Nährstoffversorgung. Der Rasen wächst sicherer zu einem lückenlosen Teppich heran und kann viel früher genutzt werden. Idealer Zeitraum für die Rasen-Neueinsaat ist Ende April bis Anfang Mai, wenn die Bodentemperatur mindestens 10° C beträgt. Zunächst wird der Starter-Dünger mit einem Streuwagen auf der ganzen Testfläche verteilt (Bilder (1) und (2)). Dann werden die Rasenmischungen entsprechend den Flächengrößen abgewogen. Dabei stellen wir fest, dass der Berliner Tiergarten erheblich mehr Volumen hat als der Novaplant-Rasen. Beide Sorten werden nun auf den vorbereiteten Flächen mit dem Streuwagen verteilt. Denn je gleichmäßiger beides ausgestreut wird, umso besser ist das Ergebnis. Fehlstreuungen durch Verwechseln der Fahrspuren vermeiden Sie, indem der Dünger in Längs- und der Samen in Querrichtung ausgebracht werden (Bilder (3) und (4)).
Nach dem Ausbringen von Saatgut und Dünger wird die gesamte Fläche mit dem Rasenrechen flach abgezogen. Hierbei wird das Saatgut bis etwa 1 cm Tiefe im Boden eingeigelt und hat besten Bodenkontakt. Die rauhe Bodenoberfläche sorgt dafür, dass Regen und Beregnungswasser schneller versickern und den Boden nicht fortschwemmen. Das immer wieder empfohlene Walzen der Fläche sorgt zwar auch für einen Bodenschluss des Saatgutes, verdichtet aber die Bodenoberfläche und es kommt sehr rasch zu Abschwemmungen. Zudem bleibt alles Saatgut an der Oberfläche liegen und kann rasch austrocknen. Zum Schluss decken wir Dünger und Samen mit einer leichten Torfschicht ab (Bild (5)).
Die Keimung der verschiedenen Rasengräser in einer Mischung verläuft über einen Zeitraum von 1 bis 3 Wochen. Da die Keimlinge ihren hohen Wasserbedarf noch nicht durch ein perfektes Wurzelsystem decken können, entscheidet eine geregelte Wasserversorgung über den Erfolg. Die obere Bodenschicht muss stets genügend Feuchtigkeit enthalten, damit die empfindlichen Rasenkeimlinge nicht austrocknen (Bild (6)).
Daher muss bei trockener Witterung vier- bis fünfmal täglich für etwa zehn Minuten beregnet werden. Bereits nach vier bis sieben Tagen sehen wir das erste Ergebnis in Form von zarten, grünen Hälmchen. Trotzdem müssen wir jetzt die Bewässerung kontinuierlich weiterführen.
Wie es vier Wochen später aussieht, davon berichten wir im Juni.