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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Mai



Die GartenSchwertlilie (Iris sibirica), hier die Sorte 'Annick', mag sonnige Standorte und nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden. Es gibt etwa 200 Arten und mehrere 1.000 Sorten.
© Roth
Die GartenSchwertlilie (Iris sibirica), hier die Sorte 'Annick', mag sonnige Standorte und nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden. Es gibt etwa 200 Arten und mehrere 1.000 Sorten.
Mai 2017 Die Pflanzen wachsen ungestüm, wie in einem Rausch. Überall recken und strecken sich junge Triebe und aus den Knospen quellen frische Blätter. Im Garten herrscht Aufbruchstimmung in die Sommersaison 2017.

nach obenZierpflanzen

Für das Anlegen eines Rasens ist die Jahreszeit günstig, denn die vom Winter noch feuchte aber bereits erwärmte Erde verkürzt die Keimzeit. Damit der neue Rasen viele Jahre lang strapazierfähig bleibt, muss zuerst der Boden sorgfältig vorbereitet werden. Je schwerer der Boden, umso wichtiger ist eine tiefgründige Lockerung, denn Gras verträgt keine Staunässe. Danach wird das Gelände geebnet und die Erde mit einer Walze leicht verdichtet. Zum Schluss wird die Bodenkrume mit der Harke flach gelockert.

Nach dieser Vorarbeit haben Sie noch die Wahl, ob Sie Grassamen säen oder einen fertigen Rollrasen verlegen wollen.

Falls bei der Bodenbearbeitung kein Dünger eingebracht wurde, kann vor der Aussaat ein Startdünger mit dem Streuwagen verabreicht werden. Bringen Sie dann im zweiten Arbeitsgang die Saat aus. Wenn Sie die Samen mit der Hand streuen, wird das Ergebnis gleichmäßiger, wenn in zwei Arbeitsgängen jeweils die Halbe Saatmenge auf die ganze Fläche verteilt wird. Anschließend wird mit der Harke die Saat 2 mm tief eingebracht, gewalzt und gewässert. Auch nach dem Auflaufen darf der Rasen nicht austrocknen. Der erste Schnitt erfolgt, wenn das frische Grün 8 bis 10 cm Länge erreicht hat.

Wer jetzt Kapuzinerkresse sät, wird sich vom Sommer bis zum Frost an einem farbintensiven Blütenteppich erfreuen. Außerdem sind die Blüten und Blätter vielseitig in der Küche verwendbar.

Bechermalve (Lavatera trimestres), Flammenblume (Phlox drummondii), Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus), Sonnenhut (Rudbeckia hirta), Trichtermalve (Malope trifida), Ziertabak (Nicotana x sanderae) und Zinnie (Zinnia elegans) sind weitere "Einjährige Sommerblumen", die jetzt ausgesät werden. Alle aufgeführten Sommerblumen sind nicht nur eine Zierde im Garten, sondern auch erlesene Schnittblumen.

Für ländliches Flair sorgen nostalgisch anmutende Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla). Kompakt wachsende Sorten eignen sich auch als Kübelpflanzen und sind mit ihren großen Blütenbällen in Blau- oder Rottönen ein schöner Blickfang. Moderne Sorten blühen extrem lange, da sie auch an den jungen (diesjährigen) Trieben Blüten bilden. Als Hecke gepflanzt, sehen Hortensien mit ihren ausladenden Blütenzweigen besonders edel aus.

Wenn ausdauernde Wasserpflanzen blühfaul werden oder im Wuchs stark nachlassen, sollten sie geteilt werden. Das ist etwa alle fünf Jahre der Fall. Wachsen die Pflanzen in Körben, dann sollten Sie die Erde gleich mit wechseln. Für Seerosen sind der Mai und Juni die beste Pflanzzeit. Berücksichtigen Sie bei der Sortenwahl, die für die Pflanze notwendige Wassertiefe.

nach obenObst

Gleich nach den Eisheiligen ist die optimale Zeit, um Stroh zwischen den Erdbeepflanzen auszulegen. Das Mulchen mit Stroh bringt einige Vorteile:

  • Die Früchte bleiben sauber und werden weniger von Grauschimmel befallen.
  • Der Wassergehalt im Boden bleibt gleichmäßig verteilt und bei Regen ist die Erde zwischen den Pflanzreihen begehbar.
  • Bei Trockenheit geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren und
  • Unkraut wird unterdrückt.

Wenn Zwetschen zu viele Früchte tragen, leidet die Fruchtqualität. Ferner können die Äste unter der Last brechen und dem erschöpften Baum fehlt im Herbst die Kraft für den neuen Blütenansatz. 25 Früchte je Meter Fruchtholz sind optimal. Entfernen Sie die überzähligen Früchte solange sie klein und die Stiele noch weich sind. Die ausgewachsenen Früchte sollten sich auch später nicht berühren. Pflaumen und Pfirsiche sollten ebenfalls ausgedünnt werden.

Einige gefürchtete Krankheiten an Obstgehölzen lassen sich, durch großzügiges Herausschneiden der befallenen Zweige, zufriedenstellend bekämpfen:

  • Feuerbrand an Apfel, Birne und Quitte zeigt sich durch spazierstockförmige Krümmung der Triebspitzen. Manchmal sind zusätzlich stecknadelkopfgroße bernsteinfarbene Schleimtropfen sichtbar.Wirtspflanzen dieser Bakteriose sind Feuerdorn (Pyracantha), Vogelbeere (Sorbus), Weißdorn (Crataegus) und Zwergmispel (Cotoneaster). Den Obstbaum im frühen Befallsstadium bis ins gesunde Holz zurückschneiden und befallene Wirtspflanzen komplett entsorgen. Unbedingt Rücksprache mit dem amtlichen Pflanzenschutzdienst halten.
  • Monilia-Spitzendürre befällt Sauerkirschen und anderes Steinobst. Die Krankheit wird bald nach der Blüte durch eingetrocknete Blütenbüschel und Triebspitzen sichtbar. Bei großzügigem Rückschnitt wird eine zusätzliche Fungizidbehandlung überflüssig.

nach obenGemüse

Grundsätzlich kann jetzt jede Gemüseart ausgesät werden. Für frühe Sorten kann der Termin bereits verstrichen sein.

  • Kälteempfindlich sind Busch- und Stangenbohnen, die erst nach dem 10. Mai gesät werden. Noch wärmebedürftiger sind Kürbisgewächse. Die Samen von Gurke, Kürbis, Melone und Zucchini sollten erst Ende des Monats ins Gemüsebeet gesteckt werden. Sicherer ist das Setzen von Jungpflanzen Anfang Juni. Anzucht von Jungpflanzen ab Anfang Mai.
  • Nutzen Sie mit Stangenbohnen auch die Höhe des Gemüsebeetes. Die Ranken winden sich bis zu 2,50 m empor. Stangenbohnen brauchen einen gleichbleibend feuchten Boden. Um die Rankhilfe (Stange oder Schnur) werden 4 bis 6 Samen ringförmig etwa 3 bis 4 cm tief gelegt. Wie auch bei Buschbohnen verbessert späteres Anhäufeln die Standfestigkeit der Pflanzen. Zum Schutz vor der Schwarzen Bohnenlaus kann in der Nachbarschaft Bohnenkraut angebaut werden.
  • Nicht nur wegen der vielen Vitamine und des sehr hohen Gehaltes an Mineralstoffen ist Grünkohl ein beliebtes Wintergemüse. Damit die Pflanzen bis zur Ernte genügend Blattmasse bilden, kann jetzt mit der Anzucht von Setzlingen begonnen werden. Ausgesät wird ins Freiland- oder Frühbeet zwischen Mitte Mai und Ende Juni. Nach etwa fünf Wochen sind die Setzlinge bereit zum Verpflanzen. Der Pflanzabstand beträgt 50 × 50 cm.
  • Ins Freie können Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Rot-, Spitz-, Weiß- und Wirsingkohl gepflanzt werden. Für Bleichsellerie, Rosenkohl und Sommerporree beginnt die Pflanzzeit in der zweiten Maihälfte und noch etwas später werden Kürbisgewächse, Paprika, Knollensellerie und Tomaten gesetzt. Wer dieses Fruchtgemüse in einem Gewächshaus kultiviert, kann selbstverständlich früher pflanzen.

Kühles und vor allem feuchtes Wetter begünstigt die Kraut- und Braunfäule an Tomaten. Im Gewächshaus verringert ein weiter Pflanzabstand, gezieltes Gießen ohne das Laub zu benetzen sowie intensives Lüften die Infektionsgefahr. Für Freilandtomaten ist eine Überdachung als Regenschutz sinnvoll. Die Kraut- und Braunfäule ist sehr infektiös und wird durch unzureichend gereinigte Tomatenstäbe übertragen. Aber auch die gegenseitige Ansteckung zwischen Kartoffel und Tomate ist möglich. Deshalb sollten beide Gemüsearten weder in Nachbarschaft noch in zeitlich dichter Abfolge kultiviert werden.

Bei Radieschen kommt es häufiger vor, dass sie keine Rübchen sondern stabile Stängel mit Blüten bilden. Gärtner nennen das "Schossen", wenn Gemüse die vegetative Wachstumsphase abbricht und zu blühen beginnt. Ursache kann ein falscher Aussaattermin sein. Unbedingt Empfehlungen auf der Saatguttüte beachten. Bei Kohlrabi, Kopfkohl und Sellerie kann ein Kälteeinbruch und bei Salat oder Spinat eine Hitzewelle das Schossen auslösen. Auch anhaltende Trockenheit führt manchmal zu vorzeitigem Blühen.

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Schutzdach für Pflanzen
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Zucchini 'Black Forest F1'
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Kletterndes Gemüse
Tomate 'Tumbling Tom Red' und 'Yellow'
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Gemüsegarten auf Balkon oder Terrasse

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Apfel, Aubergine, Birne, Bohnen, Erdbeere, Grauschimmel, Gurke, Kürbis, Malve, Mulchvlies, Obstmade, Pflanzzeit, Pflaume, Ringelblume, Salat, Sellerie, Sommerblumen, Stroh, Tomate, Wasserpflanzen, Zucchini

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