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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Mai



Eine imposante und pegeleichte Gartenpanze ist der Goldwurz oder die Große Affodeline (Asphodelus luteus). Ihre Heimat sind Länder rund ums Mittelmeer.
© Roth
Eine imposante und pegeleichte Gartenpanze ist der Goldwurz oder die Große Affodeline (Asphodelus luteus). Ihre Heimat sind Länder rund ums Mittelmeer.
Mai 2016 Aus Freude über den endgültigen Abschied vom Winter, wird der Mai oft mit Tanz begrüßt. Auch die vielen Frühlingsblumen scheinen mit ihrer Blütenfülle, diese Freude zu teilen.

nach obenZierpflanzen

Für den strapazierten Rasen ist eine Frühjahrskur Anfang Mai genau das Richtige. Zuerst wird das Gras sehr kurz gemäht. Bei verfilztem Rasen oder hohem Moosanteil folgt im Anschluss das Vertikutieren. Danach harken Sie den Rasen sorgfältig ab und düngen ihn mit einem Rasen-Langzeitdünger. Wellness pur wäre eine zusätzliche dünne Schicht aus gesiebter Komposterde.

Kahle Stellen lassen sich durch Nachsäen schließen. Achten Sie darauf, dass die Keimlinge in den nächsten Wochen nicht austrocknen.

Wenn Schnittgut als Mulch auf dem Rasen liegen bleiben soll, muss es sehr kurz sein, damit es zwischen den Graspflanzen auf den Boden fallen kann. Das ist aber nur durch häufiges Mähen zu erreichen. Für den perfekten Schnitt gibt es spezielle Mulch-Sichelmäher.

Wenn Sie bei Stauden wie Flammenblume (Phlox paniculata), Indianernessel (Monarda spp.), Sonnenbraut (Helenium x cultorum), Raublatt- und Glattblatt-Aster (Aster novae-anglia und A. Novi-belgii) die Triebspitzen ausbrechen, werden sich die Stängel stärker verzweigen, mehr Blüten bilden und standfester sein. Allerdings werden diese Stauden geringfügig später blühen. Der optimale Zeit fürs Entspitzen ist, wenn die Pflanzen eine Höhe von 20 cm erreicht haben.

Es kann mit der Jungpflanzen-Anzucht von zweijährigen Sommerblumen begonnen werden. Dazu säen Sie die Samen bspw. von Goldlack (Cheiranthus cheiri), Silbertaler (Lunaria annua), Stockmalve (Alcea rosea), Stiefmütterchen (Viola-Wittrockiana-Hybriden) oder Hornveilchen (Viola cornuta) in Saatschalen aus. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 15 bis 18° C. Damit sich die Keimlinge nicht gegenseitig in die Höhe treiben, werden sie einzeln in kleine Gefäße pikiert. Wenn die Jungpflanzen groß geworden sind und einen festen Wurzelballen gebildet haben, kommen sie im Juni oder Juli ins Beet.

Schnittblumen aus dem Garten halten länger frisch, wenn sie möglichst schnell ins Wasser gestellt und nicht in der warmen Mittagszeit geerntet werden. Weil Blätter im Vasenwasser die Haltbarkeit der Blüten verkürzen, werden die Stängel im unteren Teil entblättert und erneut angeschnitten.

nach obenObst

Einige Pflegearbeiten sind zu erledigen:

Vor der Blüte sollte zwischen den Erdbeerpflanzen die Erde flach gelockert, das Unkraut entfernt sowie Komposterde oder ein Beerendünger gestreut werden. Bewährt hat sich das Einlegen von Stroh nach der Blüte, weil es die Früchte sauber hält und Fäulnis reduziert.

Die von der Monilia-Spitzendürre infizierten Triebspitzen an Aprikosen-, Pfirsich- und vor allem an Sauerkirschbäumen werden sofort bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten.

Auch Mehltaubefall an Obststräuchern und Apfelbäumen wird durch das Wegschneiden wirkungsvoll bekämpft.

Madige Kirschen sind eklig. Klebrige Gelbtafeln, die an die äußeren Zweigen des Baumes gehängt werden, helfen den Befall durch die Kirschfruchtfliege zu reduzieren.

Die Früchte von Pflaumen und Zwetschen werden schön groß, wenn je Meter Fruchtzweig maximal 30 Früchte reifen. Diese sollen einzeln, aber nicht in Büscheln wachsen. Überzählige Früchte werden entfernt.

Längere Trockenheit führt ­bei Beerensträuchern und schwachwüchsigen Obstbäumen zu Ertragseinbußen. Begrenzte Abhilfe schafft eine Mulchschicht unter den Gehölzen, die den Boden länger feucht hält. Wirkungsvoller ist jedoch zusätzliches Gießen. Dazu sind 20 bis 30 l Wasser je m², im Abstand von etwa fünf Tagen, erforderlich.

Wurzelnackte Obstgehölze, die Sie in diesem Frühjahr gepflanzt haben, brauchen ihre ganze Kraft für das Wachstum. Fruchtansätze sollten deshalb entfernt werden. Containerware mit kräftigem Wurzelballen ist diesbezüglich nicht so empfindlich und kann unbeschadet einige Früchte als Kostprobe tragen.

nach obenGemüse

Das erste frische Gemüse ist da. Die roten Blattstiele des Rhabarbers (Rheum rhabarbarum) und die zarten Blätter des würzigen Bärlauchs (Allium ursinum) lassen die Herzen der Gourmets höher schlagen.

Herzhafte Blattsalate wie Radicchio, Endivien und Zichorien mögen die Wärme und gedeihen vorzüglich in den Sommermonaten. Die Zeit der Aussaat beginnt Mitte bis Ende Mai. Grundsätzlich können jetzt alle Gemüsearten ausgesät werden. Beachten Sie aber unbedingt die für die jeweilige Sorte empfohlene Aussaatzeit. Bei frühen Sorten kann diese bereits vorüber sein.

Kälteempfindlich sind Busch- und Stangenbohnen, die erst nach dem 10. Mai gesät werden. Noch wärmebedürftiger sind Kürbisgewächse. Die Samen von Gurke, Kürbis, Melone und Zucchini sollten erst Ende des Monats ins Gemüsebeet gesteckt werden. Sicherer ist das Setzen von Jungpflanzen Anfang Juni. Mit der Anzucht von Jungpflanzen auf der Fensterbank können Sie noch in den ersten Maitagen beginnen.

Bohnen, Erbsen und Mais keimen schneller, wenn sie vor dem Ausbringen einige Stunden im Wasser gelegen haben.

Eine bequeme Alternative zur herkömmlichen Saattüte sind Saatbänder. Sie sind schnell und unkompliziert verlegt. Weil die Abstände der Pflanzen auf dem Saatband vorgegeben sind, entfällt das mühselige Vereinzeln der Sämlinge.

Pflanzzeit ist für Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Rot-, Spitz-, Weiß- und Wirsingkohl. Für Bleichsellerie, Rosenkohl und Sommerporree beginnt sie in der zweiten Maihälfte und noch etwas später für Knollensellerie.

Zur Abwehr von Gemüsefliegen und Raupen haben sich Insektenabwehrnetze und Gemüsevlies bewährt. Gefährdet sind Kohlarten, Möhren, Petersilie, Porree (Lauch), Radies, Rettich, Sellerie und Zwiebeln.

Wer zur Bekämpfung von Raupen chemische Pflanzenschutzmittel ablehnt, kann ein biologisches Insektizid auf der Basis von Bacillus thuringiensis subsec. Aizawai anwenden. Gefräßig sind u.a. Kohlweißlinge an Kohlpflanzen oder Frostspanner an Obstbäumen.

Brennnesseln (Urtica urens) und Beinwell (Symphytum officinale) schießen derzeit stark ins Kraut. Aus ihnen lässt sich ein traditionelles Stärkungsmittel für Gemüsepflanzen und Beerenobst herstellen. Dazu werden 1 kg Blätter mit 10 l Wasser in einer Jauchetonne vergoren. Wenn dieser Ansatz zur Ruhe gekommen ist und nicht mehr schäumt, kann er, im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt, gegossen werden.

nach obenUrlaub -den ganzen Sommer lang

Mit Kübelpflanzen wird die Terrasse zum schönsten Urlaubsort. Für jeden Geschmack finden wir die passenden Pflanzen, Gefäße und Accessoires. In den Gärtnereien werden immer mehr Neuheiten aus fernen Urlaubsländern angeboten. Bidens, Calibrachora, Diascia, Nemesia, Sanvitalia, Sutera und Tapien ermöglichen neue Kombinationen. Rosmarin und Thymian, Bougainvillea und Zitrusbäumchen vermitteln mediterranes Flair. Und Balkonerdbeeren, Aromatomaten, Minigurken und Snackpaprika laden zum Naschen ein.

Damit Ihre Freude an den Terrassenpflanzen den Sommer über anhält, kaufen Sie Pflanzen in guter Gärtnerqualität.

Die Terrassenpflanzen benötigen ausreichend große Pflanzgefäße, aus denen überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Verwenden Sie beim Umpflanzen in größere Gefäße frische und hochwertige Blumenerde, die mit einem Dauerdünger angereichert ist.

Üppig wachsende Blütenpflanzen brauchen zusätzliche Düngergaben und reichlich Wasser.

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Schutzdach für Pflanzen
© Beckmann:
Pflanzen
Zucchini 'Black Forest F1'
© Stein, Dagmar
Die Zahl der großen Nutzgärten nimmt sogar auf dem Lande stetig ab. Dennoch ist das Interesse an frischem Gemüse ungebrochen. Möglichst von jedem etwas, stets frisch auf den Tisch, aber nicht zu viel − so soll es sein. Mit kletternden Gemüsearten sind reichhaltige Ernten selbst in Reihenhausgärten, auf der Terrasse oder dem Balkon möglich.
Pflanzen
Tomate 'Tumbling Tom Red' und 'Yellow'
© Stein, Dagmar
Wer hat heute noch einen großen Gemüsegarten? Die Gärten werden immer kleiner und verlagern sich verstärkt auf Balkon und Terrasse. Dennoch braucht man nicht auf eigene Gemüse zu verzichten. Delikate Feingemüse in Töpfen und Kästen − dank neuer Sorten werden Träume von paradiesischen Minigärten auf winzigen Balkonarealen wahr, in denen die Gemüse erntefrisch zum Naschen einladen.

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Apfel, Aubergine, Birne, Bohnen, Erdbeere, Grauschimmel, Gurke, Kürbis, Malve, Mulchvlies, Obstmade, Pflanzzeit, Pflaume, Ringelblume, Salat, Sellerie, Sommerblumen, Stroh, Tomate, Wasserpflanzen, Zucchini

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