Dezember 2005 Darwinismus ist die Lehre des bedeutenden Naturforschers Charles Darwin (1809 - 1882). Der Biologe vertrat die Ansicht, dass sich die höheren komplizierten Lebewesen aus einfachen Formen entwickelt haben. 1859 veröffentlichte er das Werk über den Ursprung der Arten durch natürliche Auslese im "Kampf ums Dasein". Nach erdgeschichtlicher Entwicklung traten die Nadelhölzer vor etwa 350 Mio. Jahren auf, die Blütenpflanzen vor 130 Mio. Jahren. Der Übergang ist am Tulpenbaum, (Liriodendron) deutlich sichtbar durch die zapfenähnlichen Fruchtstände, sie gleichen in der Form den Zapfen der Nadelhölzer (Koniferen)!
Katalogsendung
Wenn zum Frühjahr die Post die farbigen Prospekte der Baum- und Rosenschulen sowie Staudengärtnereien in die Briefkästen einwirft, bereitet es oft Schwierigkeiten, die richtige Auswahl zu treffen. Zu vergleichen wäre es mit einer Speisekarte in einem renommierten Restaurant. Doch in den stillen Stunden im Dezember hat man Gelegenheit, seinen Wünschen nachzukommen.
Die Ausführungen geben Einblick in eine kleine Auswahl von Nadelgehölzen, die zur vorweihnachtlichen Zeit einem besonders nahestehen.
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Verwandtschaft - Standort - Gestaltung
Das stattliche Geschlecht der Tannen, Abies, gehört den Kieferngewächsen, Pinaceae, an. Vorjährig war es die Weißtanne, A. alba, die zum Baum des Jahres ausgewählt wurde. Bekannt ist die Pflanzenfamilie durch die "Piniennüsse" und ihre begehrten genießbaren Samen, die als "pinocchi" im Handel einen Namen haben.
Zapfenträger werden den "Immergrünen" zugeordnet, wie es auch für die Gruppe der immergrünen Laubgehölze zutrifft. Ihre Zahl ist äußerst vielfältig durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen und sie sind dem Gartengestalter als Gestaltungsmittel eine wertvolle Hilfe. Um jedem "Aber" zu entgegnen, ist festzustellen, dass durch Verwendung von Immergrünen und Sommerblühern eine individuelle Entwicklung und ein harmonisches Zusammenspiel erreicht wird. Natürlich bleibt es jedem überlassen, sich selbst darüber Gedanken zu machen. Rückblickend denkt man an die Schnee- und Rauhreif-Erlebnisse in den Wintermonaten, in denen die Nadel- und Laubgehölze filigranhaft schneebedeckt sind und Märchengestalt annehmen.
Kleine Nadelgehölz-Auswahl
Die in Europa und Asien beheimateten Fichten und Tannen haben von der Natur her eine aufstrebende Form und sind von kraftvoller Art. Sie leiden in unserem Klima nur unter Trockenheit und anhaltender Dürre. Durch ihr Höhenwachstum sind sie vorwiegend als Parkbaum geeignet, da sie viel Platz beanspruchen; für den Forstmann haben sie hohe wirtschaftliche Bedeutung. Für den Freizeitgärtner im privaten Bereich kommen nur die Kleinformen der Fichte in Betracht.
Nest-Fichte, Picea abies "Nidiformis", Höhe 80 cm. P. abies glauca "Conica", Höhe 2,5 m, Zuckerhut-Fichte. P. abies "Procumbens", flach wachsend. P. omorika "Nana", Höhe 4 bis 5 m.
Starkwüchsige Arten:
Serbische Fichte, P. morika, Höhe bis 25 m. Für Gemeinschaftspflanzung oder Solitärgruppen auf größerem Raum. Orientalische Fichte, P. orientalis mit der goldgelben Form "Aurea", Höhe bis 15 m.
Hemlock. Unkorrekt noch Hemlockstanne bezeichnet. Sie bildet eine Gattung für sich, keine echte Tanne. Als Solitärbaum geeignet, Höhe bis 20 m. Für den Hausgarten nur die Buschform brauchbar mit Namen Kissen-Hemlock, T. canadensis "Jeddeloh", im Alter 1 m.
Kiefer. Trockenheitsverträglich für den Steingarten oder als Kübelpflanze bei guter Drainage. Kissenförmiger Wuchs die Berg-Kiefer, P. mugo (P. montana) "Gnom", Höhe 1,20 m. Dominierend als eine Rarität und Schönheit die Bunges-Kiefer, P. bungeana mit farbiger Rinde, aber erst nach etwa 50 Jahren. Nur zur Kenntnis angeführt. Zu sehen im Botanischen Garten in Bonn.
Scheinzypresse, Chamaecyparis, auch Muschelzypresse mit der langsamwüchigen Art Ch. obtusa "Nana Gracilis", 2,25 m, ferner die Fadenzypresse, Ch. lawsoniana, grün, "Aurea" von gelbem Aussehen, 1,50 m. Bemerkenswert die Ch. law. "Stewartii", Austrieb goldgelb, bis 15 m für Einzelstellung.
Tanne, Abies. Sie bildet eine Pfahlwurzel, die mit Seitenwurzel den Boden bindet. Ihr Zuwachs verläuft in Perioden. Während Teile wachsen, ruhen andere. Beanspruchen viel Platz. Bis zu 15 Jahren schnellwüchsig, später relativ langsamer. Einzuplanen sind Standorte in der Siedlergemeinschaft, wo sie in der Gemeinschaft vom Habitus her eine ungeheure Kraft und Energie ausstrahlen, gleichzeitig aber auch für eine Luftfilterung und Klimaverbesserung sorgen.
Kissenförmig dicht verzweigt die
Zwerg-Balsam-Tanne, A. balsamea "Nana", kaum 1 m, kurznadelig. Höher im Wuchs die Edel-Tanne, A. procera "Glauca", Kolorado-Tanne, A. concolor, die Korea-Tanne, A. koreana, die Kaukasus-Tanne, A. nordmanniana und die Weißtanne, "Baum des Jahres" 2004.