Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Springen sie direkt:

Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Archiv (2003 - 2005) > 2005 > Das Kleingewächshaus im September

Das Kleingewächshaus im September


Sepember 2005 In der ersten Septemberwoche kann das unbeheizte Gewächshaus noch mit Endivienpflanzen bestellt werden.

Nicht nur der Pflanztermin, auch die Pflanzweite von 35 x 30 cm und eine ausgewogene Nährstoffversorgung, zum Beispiel 65 g/m2 Blau-Volldünger, sind für eine qualitativ gute Ernte unerlässlich. Während der Hauptwachstumszeit im September bis Mitte Oktober darf mit Wasser nicht gespart werden. Werden die Tage kürzer, das Licht weniger und die Temperaturen niedriger sind die Gießarbeiten stark einzuschränken. Anhaltende Nässe führt unweigerlich zu Fäulnis. Wichtig ist auch reichliches Lüften.

nach oben Feldsalatanbau im Gewächshaus


Neben Endivie eignet sich der Feldsalat mit seinen hohen Vitamingehalten am besten zur Spätherbst- und Winternutzung. Keine andere Gemüseart, von Winterportulak abgesehen, benötigt um diese Zeit so wenig Licht und Wärme. Wird das Haus mit Hilfe von Vlies und Noppenfolie frostfrei gehalten, kann praktisch den ganzen Winter über geerntet werden. Zur fortlaufenden Ernte empfiehlt sich die Aussaat in zwei Saatstufen, um den 20. September und in der ersten Oktoberwoche. Er keimt am besten, wenn der Boden feinkrümelig jedoch nicht zu locker ist. Humoser, sandiger Boden wird deshalb vor der Saat mit dem Schaufelblatt etwas angedrückt. Zur Bodenverbesserung keinesfalls Kompost einbringen! Wildkräuter, insbesondere die Vogelmiere, können den Bestand überwuchern. Nach gut mit Nährstoffen versorgten Vorkulturen ist jegliche Düngung entbehrlich; ansonsten genügen 35 g/m2 Nitrophoska perfekt für die gesamte Wachstumszeit. Gesät wird in Reihen von 8 bis 10 cm, etwa 1 cm tief. Nach gutem Angießen erfolgt eine Vliesauflage bis zum Sichtbarwerden der Keimlinge. Saatgutbedarf je nach Korngröße etwa 1,5 bis 2 Gramm je Quadratmeter. Zu dichte Saatreihen unbedingt vereinzeln! Versierte Freizeitgärtner ziehen immer mehr die Pflanzkultur der Aussaat an Ort und Stelle vor. Nicht selten sind jedoch bei Septembersaaten die Tomaten-, Gurken- und Paprikakulturen noch voll im Ertrag; man möchte auf weitere Ernten dieser Gemüse nicht verzichten. Dieses Problem lässt sich durch eine vier bis sechs Wochen spätere Pflanzung - bei gleichem Saattermin - lösen. Die Anzucht erfolgt am besten in 4 cm großen Topfplatten, zum Beispiel in einer Multitopfplatte mit 96 Töpfen. Letztere ist ausreichend für 1 Quadratmeter Pflanzfläche. In jeden Topf werden 7 bis 9 Samen gelegt, mit etwas sandiger Erde bedeckt und an einer geschützten Stelle am Haus, im Frühbeet oder Gewächshaus aufgestellt. Auch hier empfiehlt sich eine Vliesabdeckung bis zur Keimung. Die Dauer der Anzucht beträgt fünf bis sechs Wochen. Die Sämlinge pflanzt man dann im Abstand von 10 x 10 cm aus, wobei ein Drittel des Topfballens aus dem Boden ragen sollte. Vorteile der Pflanzung: Deutlich reduzierte Pilzanfälligkeit, zügiges Wachstum, kaum Probleme mit Wildkräutern, leichtere Ernte und sauberes Erntegut, wesentlich höherer Ertrag.

nach oben Winterportulak bereichert die Salatpalette

Kubaspinat, Winterpostelein oder Tellerkraut sind die weiteren Namen dieses weitgehend winterharten Salatgemüses. Die wenig bekannte Pflanze ist einjährig, wächst horstförmig und bringt eine Vielzahl von fleischigen, langgestielten grünen Blättchen hervor. Sie werden vor der Blüte oder zusammen mit der Blüte und den Stielen geerntet und als Salat oder mit anderen Salaten zubereitet.

Die Aussaat im ungeheizten Gewächshaus erfolgt satzweise von Mitte September bis in den Oktober hinein, dünn verteilt in Reihen von 12 bis 15 cm Abstand. Saatgutbedarf etwa 1,5 g/m2. Bei unkrautfreiem Boden ist auch eine breitwürfige Saat möglich. Der Ernteertrag liegt bei etwa 2,5 kg/m2. Bei früher Herbstsaat kann man bereits nach 6 bis 7 Wochen ernten. Bei späteren Saaten verlängert eine Vliesabdeckung die Erntezeit bis in den Winter hinein. Bei nicht zu tiefem Schnitt unter Schonung der Herzblätter wachsen die Pflanzen nach und können nochmals eine Ernte bringen. Der Winterportulak lässt sich auch in Töpfchen vorziehen (9 bis 12 Körner je Topf) und erst später im Abstand von 15 x 12 cm auspflanzen.

nach oben Gesunde Tomaten bis zur letzten Ernte


Jetzt kommt es durch sorgfältige Pflege darauf an, dass die Ausreife der Tomaten gefördert wird. Es lohnt sich bei knapper Nährstoffversorgung schnell noch eine flüssige Düngung durchzuführen, vor allem mit etwas Kali, was die Entwicklung der oberen Fruchtstände besonders fördert. Das Platzen der Früchte wird durch nicht allzu häufige dafür ausgiebige Wassergaben, etwa 20 Liter/m2, vermindert. Besonders wichtig ist das Entblättern der Tomatenpflanzen vom Boden her bis zum dritten Fruchtstand. Dadurch erreicht man eine bessere Luftzirkulation und verhindert die Ausbreitung von Pilzkrankheiten.

Lesen Sie auch:

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).


Werbeanzeige
Werbeanzeige