Autor
Titze, Winfried
Wintergründüngung bald erwägen
© Winfried Titze
Mehrertrag durch Wintergründüngung
Sepember 2005 Im Institut für Gemüsebau der FH Weihenstephan durchgeführte Versuche mit Wintergründüngung auf schwerem Boden führten zu den in der Grafik ausgewiesenen Mehrerträgen einiger geprüfter Gemüsearten.
Als Gründüngungspflanzen wurden nach der Herbstbodenbearbeitung im Oktober 1:1-Saatgemische von Winterroggen + Winterzottelwicke bzw. Winterweizen + Winterzottelwicke verwendet. Der Aufwuchs wurde dann jeweils im Frühjahr eingearbeitet und die Flächen mit einem der aufgeführten Gemüse bestellt. Die Vergleichsparzellen blieben den Winter über grobschollig liegen und wurden zeitgleich parallel mit derselben Gemüseart bepflanzt. ("Versuche im deutschen Gartenbau/Gemüsebau 1992") Das Ertragsplus wird zwar mit dem Mehraufwand des Einbringens des Bewuchses erkauft, darüber hinaus ergeben sich aber die bekannten positiven Wirkungen, wie z.B. Schattengare, Erosionsschutz, Zufuhr organischer Masse und vor allem eine grundwasserschonende Verringerung der Stickstoffauswaschung aus dem Wurzelhorizont. Auch wenn manch ein Leser durch die "Schneckenmeldung" im Juliheft 2004 ein wenig verunsichert sein mag, sollte er sich schon jetzt überlegen, ob und ggf. mit welchen Beeten er im eigenen Garten ebenso wie oben dargestellt verfahren möchte.
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