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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Autor
Titze, Winfried

Qualitätsbeeinträchtigungen beim Blumenkohl


August 2005 Vor allem im Sommer, wenn der Blumenkohl schnell gedeiht, kann ein Teil der Pflanzen hohle Stengel und "gespaltene" Köpfe aufweisen.

Beide Symptome beginnen mit einer Höhlung im Strunk des Gewächses. Teilt sich in der Folge davon die Terminal(Spitzen)knospe, der Vegetationskegel, dann entsteht die Blume quasi als 'halbierter Doppelkopf'. Untersuchungen ergaben, dass Faktoren, die ein schnelles Wachstum fördern, das Zustandekommen dieser Erscheinungsbilder unterstützen. So zeigt z.B. in der grafischen Darstellung die Steigerung des Stickstoffangebots eine Zunahme der Hohlstrunkigkeit. Auch die Erhöhung der Pflanzabstände in der Reihe bei normaler, gleichbleibender Reihenentfernung ergab eine Zunahme der hohlen Stengel: Im extremsten Fall dreier Prüfungen stieg der prozentuale Anteil so qualitätsgeminderter Pflanzen bei 25 cm Abstand von 16 % auf 63 % bei 50 cm und auf 87 % bei 100 cm Distanz in der Reihe (Groenten en Fruit vom 11. Mai 2001). Nun werden Sie mit Recht sagen, weder 25 noch 100 cm Pflanzenentfernung sind "gartenüblich" und mit 67 g/m2 "Voll"-Dünger kann man keinen Blumenkohl großziehen. Das stimmt. Doch kommt es in derartigen Experimenten darauf an, u.a. auch durch solche extremen, die Entwicklung der Gewächse fördernden oder einschränkenden Bedingungen zu versuchen, den Ursachen der Krankheitszeichen auf die Spur zu kommen. Hohle Strünke können außerdem die Folge von Bor-Mangel (Bor = Spurenelement) sein. Bei ihm zeigen die "gefächerten" hohlen Strunkabschnitte im fortgeschritteneren Stadium meistens dunkelbraune bis schwärzliche Gewebepartien.

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