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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im März



März 2016 Die Tage sind sichtbar länger und die Sonnenstrahlen spürbar wärmer geworden - Motivation genug, um die Gartensaison mit Freude zu beginnen.

Im lichten Schatten fühlt sich das Frühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) wohl und breitet sich aus, wenn Pflanze und Boden in Ruhe gelassen werden.
© Roth
Im lichten Schatten fühlt sich das Frühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) wohl und breitet sich aus, wenn Pflanze und Boden in Ruhe gelassen werden.

nach obenZierpflanzen

Es ist höchste Zeit für das Auslichten von Ziersträuchern, die im Frühsommer (Mai, Juni) blühen. Meistens genügt es, wenn ein Drittel der alten Äste, an der rauen Rinde zu erkennen, tief an der Basis herausgeschnitten werden. Zu dieser Gehölzgruppe gehören unter anderem: Deutzie, Kolwitzie, Schneeball und Weigelien.

Wenn die größte Frostgefahr vorüber ist, werden alle Zweige von Ziersträuchern, die ihre Blütenknospen an neuen Trieben bilden, 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Dadurch treiben die Sträucher sehr stark aus und bilden besonders viele Blüten. Zu dieser Gehölzgruppe zählen Beet-, Edel- sowie Bodendecker-Rosen, Fingerstrauch (Potentilla fruticosa), Rote Sommerspiere (Spiraea x bumalda) und Schmetterlingsstrauch (Buddleja spp.).

Frühlingsblüher wie Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum), Goldglöckchen (Forsythia x intermedia), Ranunkelstrauch (Kerria japonica) sowie Zierquitte (Chaenomelis japonica) werden gleich nach dem Verblühen ausgelichtet.

Einjährige Sommerblumen wie Hainblume (Nemophila discoidalis), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Ringelblume (Calendula officinalis), Schlafmützchen (Eschscholzia californica), Schleifenblume (Iberis umbellata), Wicken (Lathyrus odoratus) und Wilde Kornblume (Centaurea cyanus) können jetzt an Ort und Stelle ausgesät werden. Damit die Saat nicht versehentlich gestört wird, sollten wir diesen Ort deutlich markieren.

Zwiebelblumen, die uns jetzt erfreuen, haben eine kurze Vegetationszeit, in der sie auch die Blüten für das kommende Jahr anlegen müssen. Eine Düngung mit einem Volldünger hilft ihnen dabei.

nach obenObst

Sobald der Boden frostfrei und begehbar ist, beginnt die Pflanzzeit für Obstgehölze. Mit dem Pflanzen von kälteempfindlichen Obstarten wie Aprikose, Kiwi, Pfirsich und Walnuss kann noch vier Wochen gewartet werden.

Beerenobst startet besonders schwungvoll mit einer Düngung in die neue Saison. Gut geeignet ist spezieller „Beerendünger“ mit einem hohen Anteil an Kalium und Magnesium. Der Dünger wird, entsprechend der angegebenen Aufwandmenge, gleichmäßig unter den Sträuchern, bzw. zwischen den Pflanzreihen, ausgestreut und flach in den Boden eingearbeitet. Alternativ können auch drei Liter Komposterde je m² verteilt werden. Zusätzlich ist eine Mulchschicht, etwa aus Rasenschnitt und Strohhäcksel, eine Wohltat für die Wurzeln und erhöht zusätzlich die Bodenfruchtbarkeit.

Sehnen Sie sich auch nach frischen Erdbeeren aus dem Garten? Eine Vlies- oder Folienbedeckung von Anfang März bis zur Blüte verfrüht die Ernte um etwa sieben Tage. Allerdings kann die Abdeckung auch negative Folgen haben, wenn die Pflanzen durch hohe Luftfeuchtigkeit nicht genügend abtrocknen und dadurch empfänglich für Pilzkrankheiten werden.

Ob mit oder ohne Abdeckung, entfernen Sie alle kranken Laubblätter sowie die Mulchschicht zwischen den Reihen. Diese isoliert den Boden und verzögert dessen Erwärmung. Lockern Sie die Erdkruste nur flach, damit keine Wurzeln verletzt werden, aber Frühlingsluft zu ihnen gelangt.

nach obenGemüse

Warten Sie mit der Vorbereitung der Beete bis der Boden abgetrocknet ist und die Erde nicht mehr an den Schuhsohlen oder Gartengeräten klebt. Zur Lockerung des Bodens genügt in der Regel das Bearbeiten mit dem Sauzahn oder Krail. Für die Feinarbeit haben sich Hacke, Kultivator oder Harke bewährt.

Wenn Sie Stallmist, Gründünger oder grobe Pflanzenteile in den Boden einarbeiten wollen, kommen Sie ums Umgraben nicht herum. Auf schwereren Böden geht diese Arbeit mit einer Grabegabel leichter als mit einem Spaten.

Das einzuarbeitende Material sollte kurzfaserig, am besten kleingehäckselt, sein. Verteilen Sie es zuvor flächig auf dem Beet, damit es beim Umgraben möglichst gleichmäßig in der Bodenkrume verteilt wird und zu wertvollem Humus verrotten kann. Falsch ist es, Stallmist oder andere Pflanzenreste in die Grabefurche zu streuen und anschließend mit der gewendeten Erde zu bedecken. Wegen des fehlenden Sauerstoffs würde das organische Material zu einer für Pflanzenwurzeln schwer zu durchdringenden Schicht verfaulen.

In milden Klimaregionen können bereits etliche Gemüsearten ins Freiland gesät werden. Dazu zählen Dicke Bohnen, Erbsen, Erdbeerspinat, Pastinaken, Radies, Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Spinat, Zwiebeln, Pflück- und Schnittsalat. Wählen Sie Sorten, die für diesen frühen Aussaattermin geeignet sind.

Möhren werden häufig von der Möhrenfliege befallen, deren Larven Fraßgänge in die Rüben nagen. Ein früher oder später Aussaattermin im März oder Juli reduziert die Gefahr erheblich.

Auch die Samen von nicht wärmebedürftigen Küchenkräutern wie Gartenkresse, Kerbel, Pimpinelle, Petersilie und Schnittknoblauch laufen jetzt sicher auf.

Ende des Monats beginnt die Pflanzzeit für Blumen- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Steckzwiebeln und Wirsing.

Bedecken Sie die frisch bestellten Beete zum Schutz vor Frost, prasselnden Regentropfen und hungrigen Tieren mit Gemüsevlies. Das Vlies wirkt außerdem wie ein Gewächshaus. Die am Tag gespeicherte Wärme kommt den Pflanzen länger zugute, weil sie nachts langsamer abgegeben wird.

Die Erntezeit für Wintersalate wie Endivien, Feldsalat, Löffelkraut (Cochlearia officinalis) und Spinat geht, bevor die Pflanzen blühen, zu Ende.

Damit verholzende Kräuter wie Lavendel (Lavendula angustifolia), Bergbohnenkraut (Satureja montana), Thymian oder Quendel (Thymus vulgaris) und Ysop (Hyssopus officinalis) kräftig austreiben, ist jedes Jahr im Frühjahr ein starker Rückschnitt erforderlich. Mehrjährig nicht geschnittene Exemplare verholzen bis in den oberen Bereich und treiben nur noch widerwillig.

Reinigen Sie Frühbeetfenster und Gewächshausscheiben mit Wasser, Seife und Schrubber. Schmutz verringert den Lichteinfall sehr stark und lässt Pflanzen nur kümmerlich wachsen.

Eventuell muss bereits Anfang März gelüftet werden. Auch an sonnigen Tagen sollte die Raumtemperatur 22 bis 25 °C nicht übersteigen.

nach obenMoos im Rasen?

Moos ist selten ein Zeichen für sauren Boden und deshalb fast nie mit einer Kalkdüngung zu bekämpfen. Vorübergehend hilf der Einsatz von Moosvernichtern oder das Vertikutieren. Dauerhaft wird das Moos nur vertrieben, wenn die Wachstumsbedingungen des Rasens optimiert werden. Beispielsweise durch eine ausgewogene Ernährung mit speziellen Rasendüngern, Optimierung der Lichtverhältnisse (durch Rückschnitt zu groß gewordene Gehölze) oder die Verbesserung der Bodenbelüftung bei verdichtetem Boden. Alternativ bieten sich die Neuanlage mit tiefer Bodenbearbeitung, Närstoffregulierung auf der Grundlage einer chemischen Bodenanalyse und die Wahl einer zum Standort passenden Rasenmischung an.

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Pflanzen
Traditionell im Bauerngarten sind Stockrosen ...
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Ob üppige Blumen, würzige Kräuter oder vitaminreiches Gemüse: Mit einem Bauerngarten schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Nicht umsonst hat er sich über Jahrhunderte bewährt.
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Rasenflächen düngen
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Unter dem Begriff Hausrasen sind auch die Rasenflächen zu verstehen, die im Sprachgebrauch als Zierrasen, Gebrauchsrasen, Spielrasen, Sportrasen oder Schattenrasen bezeichnet werden. Der Einfachheit halber wird der Begriff Hausrasen verwendet.
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Maulwurfshaufen im Rasen sind ganz schön lästig.
© WOLF-Garten
Durch die Auswahl einer richtigen und qualitativ hochwertigen Saatgutmischung, regelmäßigem Mähen, Düngen, Wässern und Vertikutieren lassen sich die meisten Probleme im Rasen beseitigen oder so klein halten, dass sie nicht stören. Falls dennoch Moos und Unkräuter den Rasengräsern das Leben schwer machen, sollten Sie die Ursachen herausfinden und direkt dagegen vorgehen.

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Beerendünger, Blütenknospen, Bodenlockerung, Düngung, Frostgefahr, Frühjahrsputz, Hainblume, Klatschmohn, Kräuter, Moos, Möhren, Nacktschnecken, Pflanzzeit, Quendel, Rasen, Ringelblume, Rotte, Schleifenblume, Schneckenkorn, Stallmist, Wasser, Wicken, Ysop

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