März 2005 Zur Raumbildung und Raumaufteilung eignen sich Staudenpflanzung und sehenswerte Blütengehölze in schmuckvoller Tracht, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Durch geschickte Gruppierung lässt sich eine Fläche untergliedern, indem durch Erdbewegung Höhen und Tiefen entstehen.
Einteilung der Blütensträucher
Sie richtet sich nach den unterschiedlichen Wuchsformen und Ausmaßen. Verfügbar sind Großsträucher von über einem Meter, Kleingehölze etwa 1 Meter und Zwergformen als Gestaltungsmittel, die sich dem Boden fest anpassen, Höhe 0,50 Meter. Zudem sind noch die Halbsträucher aufzuführen. Sie stellen den Übergang der krautigen Pflanze zum holzigen Blütenstrauch dar, wie Lavendel, Rosmarin, Bartblume. Fehlen nur noch die robusten Decksträucher. Vom Namen her haben sie die Aufgabe unliebsame Stellen zu verdecken (kaschieren).
Grundsätzliches zur Gestaltung
Vordergründig beim Bepflanzungsplan ist die Gartengröße, die sich in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Baulichkeiten zu verhalten hat. Andernfalls das vehemente Wachstum der Begrünung sich erdrückend auswirkt und das Gesamtbild beeinträchtigt. Erforderliche Angaben über die Größenverhältnisse sind in den Baumschulkatalogen zu ersehen. Ein immenses Wachstum ist den Pappeln eigen. Sie sind zu meiden, da sie auf begrenzter Fläche ein starkes Wurzelsystem ausbilden, was alljährlich noch zunimmt. Mittelhohen Sträuchern ist der Vorzug zu geben. Anzuführen wäre der bekannte Feld-Ahorn in Heisterform (mit voller Seitenbekleidung), Sommerflieder (Syringa), Zaubernuss, Hartriegel sind weiterhin beliebt.
Zu meiden sind alle starkwüchsigen Gewächse, da sie sich durch unerwünschte Nebenwurzeln enorm ausbreiten. Ihre weit reichenden Wurzeln entziehen dem Nachbar das Wasser und die Nährstoffe. Verwendung in lockerer Anordnung über die man wegblicken kann, so dass optisch gesehen ein räumlich erweiterter Garten entsteht.
Heckenschutz - Garten- und Formhecken
Sogenannte "Handtuch-Parzellen" können durch Gliederung der Fläche mit einer Heckenpflanzung rechtwinkelig zur Einzäunung ebenfalls optisch erweitert weden. Außer Hecken erfüllen auch durchsichtige bunte Staudenpflanzungen diesen Zweck. Aus der Vielzahl farbenfroher Blütensträucher und schönfrüchtiger Gehölze seien einige näher vorgestellt.
Felsenbirne, Amelanchier lamarckii
Die artenreiche Gattung der Rosengewächse trüge besser den Namen Schneemispel. Ihre Blütenfülle gleicht der der Kirsche. Häufig vertreten die im Austrieb kupferfarbige A. lamarckii aus Nord-Amerika. Blüte April. Leider wird der Flor von Windböen mitunter in Mitleidenschaft gezogen. Geschützte Lagen vorziehen. Herbstfärbung gelb-orange! Höhe 3 bis 5 Meter im Alter. Genießbare Früchte blau. Anzuraten die Sorte ‚Ballerina’.
Zaubernuss, Hamamelis
Halbschattenverträgliches Blütengehölz mit einer Anzahl reizender Vorfrühlingsblüher die Kälte und Schnee trotzen. Nach Kälteeinbruch richten sich die fadenförmigen Blüten sofort wieder auf. Man sollte die filigranhaften dottergelben duftenden Blüten aus der Nähe betrachten. Meist im Handel H. japonica, H. mollis (hellgelb). Bronzerot die Sorte "Feuerzauber". Unterpflanzungen mit diversen Frühlingsboten wie die Schneerosen und Zwiebelblumen sind vorzuschlagen. Höhe bis 4 Meter. Beachtliche Herstfärbung!
Borsten-Robinie, Robinia hispida ‚Macrophylla’
Gegenüber der üblichen Straßenbaum Robinie wächst diese "hausgemachte" Art zu einem mittelhohen Hochstamm heran und verdient Beachtung, da die veredelte Pflanze mit roten Schmetterlingsblüten stets Gefallen findet. Blüte im Juni. Möglichst windgeschützte Lage, da spontane Winde die Kronenveredlung beschädigen können. Zweige unbewehrt ‘Casque Rouge’, reichblühend.
Stern-Mangnolie, Magnolia stellata
Magnolien sind anspruchsvolle Blütenbäume, die durch Starkwüchsigkeit viel Platz beanspruchen. Diese Art hat die vorteilhafte Eigenschaft auf kleinem Raum ihre Schönheit preiszugeben. Sie erreicht selten mehr als drei Meter Höhe. Während andere Arten ihren Flor erst nach Jahren präsentieren, blüht sie bereits als Junggehölz und später Jahr für Jahr üppiger. Blüte März/April, schneeweiß. Ihr vorzeitiges Blühen hat jedoch den Nachteil, dass sie in frostgefährdeten Gebieten unter Blütenschäden unansehnlich erscheint. Von der Art her sonst durchaus winterhart!
v.E.