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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Februar



Zu den ersten Frühlingsboten zählen Schneeglöckchen (Galanthus spp.). Sie beanspruchen wenig Pflege und fühlen sich an einem ruhigen Ort im Garten, an dem die Erde unbearbeitet bleibt, wohl. Sie mögen lichten Schatten, vertragen aber auch die volle Sonne.
© Roth
Zu den ersten Frühlingsboten zählen Schneeglöckchen (Galanthus spp.). Sie beanspruchen wenig Pflege und fühlen sich an einem ruhigen Ort im Garten, an dem die Erde unbearbeitet bleibt, wohl. Sie mögen lichten Schatten, vertragen aber auch die volle Sonne.
Februar 2016 Trotz des Winters sind die ersten Frühlingsboten da: Stare kehren in ihr Brutgebiet zurück, Meisen beginnen zu balzen und Frühlingsblumen bieten hungrigen Insekten Blütenpollen als erste Nahrung.

nach obenZierpflanzen

Noch vor dem Austrieb der Stauden und Ziergräser ist die Zeit optimal, um abgestorbene, vorjährige Pflanzenteile abzuschneiden. Sammeln Sie das Schnittgut vorerst unzerkleinert, damit die darin überwinternden Tiere ungestört ihre Winterruhe beenden können. Die abgeschnittenen Stauden sind dann später ein wertvoller Rohstoff für den Kompost.

Schonen Sie im Winter den Rasen und betreten ihn möglichst nicht. Gefrorene Grashalme brechen, wenn sie belastet werden und feuchte Erde verdichtet sich mit jedem Schritt etwas stärker. Auch angehäuften Schnee empfindet der Rasen als drückende Last.

Schneeschimmel im Rasen kann nach längerer Schneebedeckung entstehen. Durch unzureichende Belüftung bildet sich ein weißgrauer und flächig ausgebreiteter, manchmal auch rötlicher, Pilzbelag. Besonders anfällig ist Rasen, der mit Stickstoff überdüngt oder auf dem im Herbst das Falllaub nicht ausreichend geräumt wurde. Zur Gesundung des Rasens sollte bei trockenem Wetter das abgestorbene Gras abgeharkt, im März schonend dosiert ein Rasendünger gestreut und eventuell im Mai vertikutiert werden.

Viele Vogelarten sind erfolgreiche Insektenjäger und aus unserer Sicht nützliche Helfer bei der Schädlingsbekämpfung. Wenn wir rechtzeitig im Winter Nistkästen aufhängen, ermöglichen wir den Vögeln eine dauerhaften Besiedlung unserer Gärten.

nach obenObst

Sobald der Boden aufgetaut und etwas abgetrocknet ist, beginnt die Pflanzzeit für früh austreibende Obststräucher.

Grundsätzlich sollen Gehölze so tief gepflanzt werden, wie sie zuvor in der Baumschule standen. Bei Containerware muss die Oberfläche des Topfballens mit der Beetoberfläche abschließen. Johannis-, Josta- und Stachelbeeren machen eine Ausnahme und werden 5 cm tiefer gesetzt, weil sich dann am Wurzelhals zusätzliche Wurzeln bilden können. Bedenken Sie beim Pflanzen, dass die Sträucher deutlich an Größe gewinnen. Bei Johannis- und Stachelbeeren sind 2 m Abstand ideal, wobei "Stämmchen" mit 1,20 m auskommen.

Wenn Sie noch keine Zeit für den Rückschnitt der Obstgehölze hatten, sollten Sie jetzt an trockenen Tagen zu Baumschere und Säge greifen. Trockenes Wetter ist wichtig, damit das Übertragen von Pilzsporen gering gehalten wird. Angenehm lässt es sich an frostfreien Tagen arbeiten. Für die Gehölze ist leichter Frost bis minus 5 °C ungefährlich.

Die Ernte von Rhabarber kann vorzeitig beginnen, wenn jetzt ein schwarzer Eimer über die Staude gestülpt wird. Durch den Lichtmangel wachsen lange, zarte Stiele heran. Nach der Ernte muss sich die Pflanze erholen und ist für eine Extragabe Kompost dankbar. In England hat das Treiben von Rhabarber, mittels röhrenförmiger Tontöpfe, Tradition.

Die sicherste Bekämpfung von Wühlmäusen, auch Schermäuse genannt, ist der Einsatz von zugelassenen Giftködern am Ende des Winters. Diese Nager schädigen häufig durch Wurzelfraß an jungen Obstbäumen und gerne auch an Erdbeerpflanzen. Wühlmausgänge sind im Querschnitt rund oder hoch-oval, während die des Maulwurfs breiter als rund sind. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Wühlmäuse ist, wenn ein Stück des Ganges nach dem Öffnen innerhalb weniger Stunden wieder von den Tieren geschlossen wird.

nach obenGemüse

In einigen Katalogen wird für Spinat, Dicke Bohnen, auch Sau- oder Puffbohnen genannt, und Zwiebeln als frühster Termin für die Freilandkultur Ende Februar genannt. Dieser sehr frühe Saattermin ist äußerst risikoreich. Sicherer ist es, wenn Sie noch einige Wochen warten. Die Sämlinge entwickeln sich dann deutlich schneller und holen die Pflanzen des frühen Saattermins ein oder überholen sie sogar.

Deutlich sicherer ist die Aussaat ins unbeheizte Frühbeet oder Gewächshaus. Hier können bereits Ende des Monats Kresse, Pflück- und Schnittsalat, Radieschen sowie Stielmus gesät werden. Ein zusätzliches Abdecken mit Gemüsevlies erhöht die Aussicht auf Erfolg. Auch wenn keine frühzeitige Nutzung geplant ist, lohnt das Auflegen der Frühbeetfenster, weil sich dadurch der Boden frühzeitig erwärmt.

Wer körperliche Betätigung sucht, könnte den Komposthaufen "umsetzen"- jedenfalls dann, wenn er nicht mehr gefroren ist. Das Durchmischen bringt Luft in den Kompost, beschleunigt die Rotte und macht das Endprodukt homogener und wertvoller.

Das Wort Kompost hat seinen Ursprung in der lateinischen Sprache und bedeutet "Zusammengesetztes". Das Grundrezept für diesen wertvollen Stoff ist daher eine Mischung aus groben und feinen Pflanzenresten.

Erste Frühkartoffeln können ab Mitte Februar zum Vorkeimen an einen hellen Platz mit Temperaturen bis 15 °C aufgestellt werden. Wenn die Knollen in eine mit etwas Erde gefüllte Kiste gelegt und feucht gehalten werden, entwickeln sie neben grünen, kurzen Keimen auch Wurzeln. Zum Vorkeimen sind nur frühe Sorten geeignet. Spezielle Saatkartoffeln in geprüfter Qualität aus dem Fachhandel sind den selbst geernteten vorzuziehen.

nach obenPlastik- oder Tontopf?

Töpfe aus Ton sind porös und lassen Wasser verdunsten. Dadurch muss häufiger gegossen werden und es entsteht Verdunstungskälte.

Plastiktöpfe sind leicht, lassen sich gut reinigen. In schwarzen Blumentöpfen können die Wurzeln durch zu hohe Temperaturen geschädigt werden, wenn die Sonne auf den Kunststoff scheint.

Im Topfboden muss mindestens ein Loch für den ungehinderten Wasserabzug vorhanden sein. Für die Anzucht haben sich tablettenförmige Quelltöpfe bewährt. Gut und wiederverwendbar sind kleine Anzuchttöpfe oder Topfplatten. Der Vorteil dieser Anzuchtsysteme ist, dass die Zöglinge nicht zusätzlich pikiert (vereinzelt) werden müssen.

nach obenHacken oder Umgraben?

Mikroorganismen setzen Pflanzenreste um, verwandeln sie in Humus und letztlich in Mineralstoffe. Dadurch erhalten sie die Fruchtbarkeit unserer Böden. Sie besiedeln spezielle, ihrer Lebensart entsprechende Bodenbereiche. Damit dieses Gefüge nicht unnötig zerstört wird, ist eine flache Bodenbearbeitung zweckmäßig. Zur Vorbereitung der Pflanz- und Saatbeete genügt in der Regel, die Erde mit dem Sauzahn, Krail oder der Hacke zu lockern.

Wenn allerdings Stallmist, Gründünger oder Pflanzenreste eingearbeitet werden sollen, muss umgegraben werden. Die Gefahr der Nährstoffauswaschung ist hoch. Daher ist der optimale Zeitpunkt im Frühjahr.

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Schlagworte dieser Seite:

Aussaat, Februar, Komposthaufen, Mikroorganismen, Nährstoffauswaschung, Obstbaumschnitt, Rasen, Rückschnitt, Saattermin, Schneeschimmel, Staude, Waldreben, Winterheide, Wühlmaus, Ziersträucher, Zwiebelblume

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